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Herr Kaurin, das Institut für Vermögensaufbau (IVA) hat im Auftrag der Zeitschrift Capital insgesamt 33 Banking-Apps auf ihre Stärken und Schwächen untersucht. Die VR Banking App erreicht wie im Vorjahr Platz drei und die Höchstzahl von fünf Sternen. Wie bewerten Sie dieses Ergebnis?

Željko Kaurin: Das Ergebnis freut uns natürlich sehr. Es ist ein eindrucksvoller Beleg für unser intensives Vorantreiben der Aspekte Kundenzentrierung und exzellente User Experience. Die Gesamtpunktzahl von 84,7 und besonders starke Ergebnisse in den Kategorien Banking/Funktionalität und Serviceangebot bestätigen unsere Arbeit. Es ist vor allem auch ein Beweis für unsere enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den rund 650 Volks- und Raiffeisenbanken. Denn die App ist kein Produkt, das wir im stillen Kämmerlein entwickeln. Sie entsteht im Dialog mit den Banken und vor allem mit den Nutzerinnen und Nutzern.

Wie kommt die VR Banking App bei den Nutzerinnen und Nutzern an?

Kaurin: Sehr gut! Das zeigen sowohl unsere eigenen Evaluierungen als auch externe, wie die erwähnte Capital-Platzierung oder auch das von SWI Finance für das Handelsblatt durchgeführte Nutzerranking. Hier erzielte die VR Banking App Platz vier – mit der Note „sehr gut“ und besonders hoher Punktzahl bei „Nutzungsprozess“ und „Qualität“. 

„Eine gute Banking-App im Jahr 2026 muss relevant, persönlich und direkt sein.“

Welche Ansprüche haben Nutzerinnen und Nutzer im Jahr 2026 an eine gute Banking App? 

Kaurin: Eine gute Banking-App im Jahr 2026 muss relevant, persönlich und direkt sein. Die Nutzerinnen und Nutzer wollen keine zufällige Ansammlung von Features, die sie zuerst mühsam suchen müssen. Sie wollen einen Assistenten, der sie entlang ihrer Lebenssituation begleitet. Konkret bedeutet das: ein individuell angepasstes Startmenü, je nach aktueller Lebens- oder Investitionsphase. Das sieht bei einem Paar kurz vor dem Hausbau anders aus als bei einem Berufseinsteigenden. Dazu kommen steigende Erwartungen an Einfachheit und Klarheit im Design; eine intuitive Navigation und eine visuelle Sprache, die sagt: Dein Geld ist hier in guten Händen. Zunehmend rücken auch KI-gestützte Funktionen in den Fokus wie personalisierte Empfehlungen oder intelligente Ausgabenanalysen. Ein gutes Beispiel ist unser neues Feature „AufrundenPlus“: Bei jeder Kartenzahlung wird automatisch auf den nächsten Euro aufgerundet. Der Differenzbetrag fließt direkt auf ein Tagesgeldkonto in der App. Das klingt klein, sammelt aber ganz nebenbei nennenswerte Sparbeträge an.

„Die kontinuierlichen Zuwachsraten bei der Nutzung der VR Banking App stimmen uns zuversichtlich.“

86 Prozent der Deutschen erledigen laut einer Bitkom-Studie ihre Bankgeschäfte mittlerweile online, 78 Prozent nutzen über alle Altersgruppen hinweg dafür auch regelmäßig das Smartphone. Wie sieht es bei den Volks- und Raiffeisenbanken aus?

Kaurin: Der Trend geht bei uns in die richtige Richtung, auch wenn wir hier sicherlich noch Aufholbedarf haben. Die kontinuierlichen Zuwachsraten stimmen uns aber zuversichtlich. Eine hohe Durchdringung bei den Bankkundinnen und -kunden ist essenziell – sie ist außerdem Voraussetzung für die Transformation der Banken hin zur persönlich-digitalen Beratung.

„Die Verschiebung von einer Ansammlung relevanter Features hin zu einem wirklichen Assistenten in finanziellen Lebensfragen – darauf legen wir bei der VR Banking App den Fokus.“

Was haben Sie in den vergangenen Monaten unternommen, um die VR Banking App weiter zu optimieren? Welche neuen Features gibt es?

Kaurin: Neben dem erwähnten AufrundenPlus machen vor allem drei Features unser mobiles Banking einfach. Die Fotoüberweisung, mit der sich Rechnungen einfach abfotografieren und bezahlen lassen, gehört inzwischen schon zum Standard. Ohne Abtippen und Vertippen. Das ist unkompliziert und komfortabel. Außerdem Wero, die schnelle und sichere Echtzeit-Überweisung direkt aus der App heraus, auch von Smartphone zu Smartphone. Und natürlich die MeinPlus-Wallet: Das Bonusprogramm der genossenschaftlichen Finanzgruppe ist jetzt nahtlos in die Nutzererfahrung der App eingebunden. Für Firmenkunden haben wir in Kooperation mit dem Softwareentwickler Gini außerdem einen KI-basierten Skontorechner integriert. Das ist echter finanzieller Mehrwert. Aber wie schon erwähnt: Die Verschiebung von einer Ansammlung relevanter Features hin zu einem wirklichen Assistenten in finanziellen Lebensfragen – das ist das, worauf wir den Fokus legen.

„Wichtig war uns, dass die virtuelle Girocard unabhängig von Apple Pay funktioniert. Denn das entspricht unserem Verständnis von Souveränität und Kontrolle über die eigene Kundenbeziehung.“

Seit Kurzem können Kundinnen und Kunden von VR-Banken ihre virtuelle Girocard auch auf iphone-Geräten von Apple nutzen und damit kontaktlos bezahlen. Warum war das bisher nicht möglich?

Kaurin: Lange Zeit war die NFC-Schnittstelle von Apple-iPhones für externe Anbieter geschlossen. Infolge regulatorischer Anforderungen musste Apple sie nun öffnen. Hier haben wir als Team in der genossenschaftlichen Finanzgruppe einiges an Arbeit reingesteckt, um unsere eigenständige NFC-Bezahllösung auf dem iPhone zu realisieren. Das war super Teamwork von vielen Kolleginnen und Kollegen. Wichtig war uns, dass die virtuelle Girocard unabhängig von Apple Pay funktioniert. Denn das entspricht unserem Verständnis von Souveränität und Kontrolle über die eigene Kundenbeziehung.

FAQ: So funktioniert die virtuelle Girocard auf dem iPhone

Mit welchen Apps funktioniert die virtuelle Girocard auf dem iPhone?

Die virtuelle Girocard lässt sich mit der VR Banking App nutzen, digitale Kreditkarten auch über die Apple Wallet.

Was muss ich als Nutzer tun, um die Girocard auf das iPhone zu bringen?

Öffnen Sie die VR Banking App auf Ihrem iPhone, navigieren Sie zu „Karten“ und bestellen Sie über das „+“ Ihre virtuelle Girocard oder aktivieren Sie eine bereits bestehende. Wählen Sie Ihr Konto aus, akzeptieren Sie die Vertragsunterlagen und bestätigen Sie die Bestellung mittels SecureGo plus oder anderer verfügbarer TAN-Verfahren.

Welche technischen Voraussetzungen sind nötig, um die virtuelle Girocard auf dem iPhone nutzen zu können?

Sie benötigen eine aktuelle Version der VR Banking App, ein NFC-fähiges iPhone mit mindestens iOS 18 und Sie müssen bei ihrer VR-Bank für das OnlineBanking freigeschaltet sein.

Gibt es bei der Nutzung noch Einschränkungen?

Die virtuelle Girocard wurde für alle Volks- und Raiffeisenbank ausgerollt. Sollten Sie das Feature trotzdem nicht nutzen können, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre VR-Bank.

Warum ist es vorteilhaft, auf dem iPhone mit der VR Banking App zu bezahlen und nicht mit Apple Pay?

Die Zahlungen erfolgen direkt aus dem genossenschaftlichen Ökosystem heraus und es sind keine weiteren Datenfreigaben gegenüber Dritten erforderlich.

Wie kann ich die virtuelle Girocard auf dem iPhone als Standard-Bezahlverfahren festlegen?

Das geht ganz einfach: Die VR Banking App als Standard-Bezahl-App auf dem iPhone einrichten. Beim Bezahlen dann zweimal die Seitentaste drücken und das iPhone an das Zahlterminal halten. Des Weiteren können Sie auch direkt und ohne vorherige Anmeldung von der Startseite der VR Banking App mit Ihrer virtuellen Girocard bezahlen.

Wie wird die Möglichkeit, die virtuelle Girocard auf Apple-Geräten zu verwenden, von den Nutzerinnen und Nutzern aufgenommen?

Kaurin: Die Resonanz übertrifft unsere Erwartungen. Bereits wenige Wochen nach dem – bewusst stufenweise – durchgeführten Launch hatten wir rund 500.000 Aktivierungen. Und das ganz ohne begleitende Marketingkampagne. Dieses organische Wachstum zeigt, wie sehr die Nutzerinnen und Nutzer auf diese Lösung gewartet haben.

„Über 120 Designerinnen und Designer arbeiten bei Atruvia daran, Nutzerfeedback direkt in die Produktentwicklung für die VR Banking App einfließen zu lassen.“

Welche Strategie verfolgen Sie, damit die VR Banking App trotz der rasanten Entwicklungen im digitalen Bereich immer auf der Höhe der Zeit bleibt?

Kaurin: Unsere Strategie basiert auf unseren Werten: persönlich, relevant, direkt. Für uns ist die App kein Werkzeugkasten, sondern ein echter Assistent. Deshalb setzen wir auf kontinuierliche Nutzerbeteiligung: über 120 Designerinnen und Designer für die Benutzeroberfläche und das Nutzererlebnis arbeiten bei Atruvia daran, Nutzerfeedback direkt in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Natürlich achten wir dabei auch immer auf die Skalierbarkeit, denn unsere Lösungen müssen für den gesamten Geno-Verbund funktionieren. Das erfordert Agilität, klare Prioritäten und die Fähigkeit, Trends schnell zu bewerten und umzusetzen. Dennoch: Der Wettbewerb entscheidet sich nicht allein an der Anzahl der Features, sondern an der Qualität des Gesamterlebnisses.

Herr Kaurin, vielen Dank für das Interview!

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