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GVB-Präsident Müller im Austausch mit Städtetag-Chef Markus Pannermayr

Stefan Müller, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, hat sich gemeinsam mit Vorständen der VR-Banken aus der Region mit Markus Pannermayr, Oberbürgermeister der Stadt Straubing und Vorsitzender des Bayerischen Städtetags, in der Raiffeisenbank Straubing ausgetauscht. 

Bei dem Treffen ging es im Kern darum, wie Kommunen und Genossenschaften noch enger zusammenarbeiten und gemeinsam regionale Verantwortung übernehmen können. Sowohl im Bereich Energie als auch bei Medizinischen Versorgungzentren können Genossenschaften Aufgaben übernehmen und Kommunen damit spürbar entlasten. Hier können Genossenschaften als Problemlöser wirken.

GVB-Präsident im Interview mit dem „Straubinger Tagblatt“

Im Interview mit der niederbayerischen Tageszeitung „Straubinger Tagblatt“ hat GVB-Präsident Stefan Müller ein kritisches Bild der aktuellen wirtschaftlichen Lage gezeichnet: „Der Zustand des Mittelstands ist bedenklich, weil er sich leise verabschiedet“, sagte der Verbandspräsident. Die Zahl der Insolvenzen und notleidenden Kredite steige, zugleich agierten Banken vorsichtiger bei der Kreditvergabe. Eine Kreditklemme sah Müller jedoch nicht: „Ein mittelständisches Unternehmen, das solide dasteht, hat keine Probleme, für Investitionen eine Finanzierung zu bekommen“, betonte er, verweist aber auf eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten.

Im Immobiliengeschäft gab es 2025 laut Müller einen Zuwachs von rund 30 Prozent bei privaten Wohnungsbaufinanzierungen, allerdings vor allem im Bestand und bei Modernisierungen; Neubauprojekte blieben selten, so Müller. Gleichzeitig verändere sich das Anlageverhalten der Kunden: Es gebe eine stärkere Nachfrage nach kurzfristig verfügbaren Anlagen wie Tagesgeld, während langfristige Bindungen gemieden würden.

Im Gespräch mit der Zeitung ging der GVB-Präsident auch auf das sehr gute Geschäftsjahr 2025 für die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken ein. Aktuell existieren 175 Institute im Freistaat; durch jährlich vier bis fünf Fusionen könnten es in zehn Jahren nur noch „100 plus X Banken“ sein, wobei insbesondere der Fachkräftemangel als Haupttreiber gilt.

Regulatorisch forderte Müller in dem Interview differenziertere Regeln für kleinere Banken und zeigte sich vorsichtig optimistisch, dass ein entsprechendes Kleinbankenregime bis 2028 umgesetzt werden könnte. Abschließend kritisierte Müller die Bundesregierung deutlich: Es fehle ein „Masterplan Deutschland 2030“, stattdessen verliere sich die Politik im „Klein-Klein“, ohne klare strategische Linie.

Austausch zu zentralen Finanzthemen mit Staatskanzleichef Herrmann

GVB-Präsident Stefan Müller hat sich mit Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann zu aktuellen Herausforderungen und Zukunftsthemen der Finanzwirtschaft ausgetauscht.

Im Fokus standen unter anderem der digitale Euro, die Situation der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die Bedeutung starker regionaler Institute. Klar ist: Nähe zu den Menschen, Vertrauen und persönliche Beratung bleiben auch in einer digitalen Finanzwelt entscheidend.

Kundenanlage: GVB fordert europäische Lösung

Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) engagiert sich energiepolitisch gemeinsam mit zahlreichen Wirtschaftsverbänden für den Erhalt der sogenannten Kundenanlage. Dabei geht es zum Beispiel um Unternehmen, die eine Ladeinfrastruktur betreiben und darüber Strom an Dritte verkaufen oder um Hausbesitzer, die über die eigene PV-Anlage auf dem Dach die Mieter mit Strom versorgen. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das diese Praxis infrage stellt und damit zahlreiche Geschäftsmodelle – etwa Mieterstrom- oder Quartierslösungen – gefährdet. 

Der GVB hat sich einem breiten Verbändeappell angeschlossen und fordert eine rechtssichere sowie praxistaugliche Lösung auf europäischer Ebene. Ziel ist es, die bestehende deutsche Regelung dauerhaft zu sichern, da sie aus Sicht der Verbände zentral für Investitionssicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und die Energiewende ist.

Konkret setzt sich der Verband gegenüber Politik und EU-Institutionen dafür ein, die rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen und die Kundenanlage als bewährtes Modell zu erhalten. Mit der Europa-Abgeordneten Angelika Niebler tauschte sich der GVB bei der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft zu diesem Thema aus.

GVB im Dialog beim Landesparteitag der Freien Wähler

Der GVB war mit einem Informationsstand auf dem Landesparteitag der Freien Wähler in Bayern in Bad Aibling vertreten und stieß auf sehr große Resonanz und reges Interesse der Delegierten. 

Im Mittelpunkt standen fachliche Gespräche zu aktuellen Energiethemen, unter anderem im Austausch mit dem Parteivorsitzenden Hubert Aiwanger. Zudem erörterte der GVB mit dem bildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, Martin Brunnhuber, Ansatzpunkte zur stärkeren Verankerung des Genossenschaftsgedankens in den Lehrplänen. 

Daneben kam es zu einem Austausch mit der Europaabgeordneten Christine Singer über landwirtschaftliche Themen. Die Gespräche unterstreichen die Bedeutung eines kontinuierlichen und konstruktiven Austauschs mit politischen Entscheidungsträgern, um genossenschaftliche Anliegen frühzeitig in politische Diskussionen einzubringen.

Themenspiegel: Sterne des Sports und Kooperation mit Kommunen

In der aktuellen Ausgabe des Themenspiegels gibt es Informationen zu den Sternen des Sports 2026, dem Wettbewerb der Volks- und Raiffeisenbanken für Sportvereine. Außerdem hat sich GVB-Präsident Stefan Müller mit Markus Pannermayr, Oberbürgermeister der Stadt Straubing und Vorsitzender des Bayerischen Städtetags, ausgetauscht und diskutiert, wie Städte, Gemeinden und Genossenschaften ihre Kräfte noch besser bündeln können.

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Um die Sterne des Sports 2026 und um Kooperationen mit Kommunen geht es im GVB-Themenspiegel vom 21. Mai 2026. 

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