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Vom Getreidekorn zum Brot ist es ein weiter Weg: Vom Anbau über Erfassung, Verarbeitung und Logistik bis zum Verkauf greifen viele Schritte ineinander. Bevor das fertige Brot in der Bäckerei ausliegt, haben entlang der Wertschöpfungskette bereits zahlreiche Akteure und Akteurinnen dazu beigetragen, aus dem Rohstoff ein hochwertiges Lebensmittel zu formen.

Am Anfang der Kette: wie die RWG Erdinger Land Qualität sichert

Dass diese Wertschöpfung weit vor Mühle und Backstube beginnt, zeigt die Rolle der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land. „Es ist ja nicht so, dass der Landwirt das Getreide erntet, dieses in der Mühle gemahlen wird, der Bäcker das Mehl dort abholt und daraus Brot macht“, sagt Michael Modlmeier, Geschäftsführer der RWG Erdinger Land. „Das wäre eine sehr verkürzte Abbildung der Wertschöpfungskette.“ 

Bereits vor der eigentlichen Erzeugung spielt die RWG Erdinger Land eine entscheidende Rolle – in der Beratung der Landwirtinnen und Landwirte. „Wir unterstützen den Landwirt bei Fragen zur Sortenwahl, zur Fruchtfolge, zum Pflanzenschutz oder zu der Anbauplanung“, sagt Modlmeier. Damit beeinflusst die RWG die spätere Qualität des Produkts bereits am Anfang der Kette. „Die Phase direkt nach Ernte ist entscheidend für die spätere Verwendung in Bezug auf Erfassung, Trocknung, Lagerung und Qualitätstrennung“, sagt Modlmeier. „Ob aus Getreide später Brot wird, entscheidet sich oft nicht in der Mühle, sondern in den ersten 48 Stunden nach der Ernte.“

Berater, Abnehmer und Zulieferer

Die Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land mit zwölf Standorten in den Landkreisen Erding, Landshut und Mühldorf ist nicht nur zuverlässiger Lieferant für Produkte rund um die Landwirtschaft, sondern auch Abnehmer für Erträge. Die RWG Erdinger Land wurde im Jahr 2000 gegründet und gehört zu den größten Raiffeisenhändlern Bayerns. Auch wenn die RWG Erdinger Land formal eine GmbH ist, orientiert sie sich in ihrem Handeln am genossenschaftlichen Prinzip: im Dienst der Landwirtschaft, langfristig, verlässlich und auf gemeinschaftlichen Nutzen ausgerichtet. Seit 1. März 2024 wird die RWG Erdinger Land von Michael Modlmeier und Andreas Kielbassa geführt. 

„Mit unserer Beratung können wir das Bestmögliche für den Landwirt oder die Landwirtin rausholen“, sagt der RWG-Geschäftsführer. „Zwischen Aussaat und Endprodukt liegen zahlreiche Entscheidungen, die über Qualität, Vermarktungsfähigkeit und Erlöse mitentscheiden“, fährt Modlmeier fort. 

Wertschöpfung entsteht damit nicht nur auf dem Feld, sondern setzt sich nach der Ernte fort. „Die Ernte wird von uns abgenommen, gereinigt, untersucht und je nach Qualität aufbereitet oder gegebenenfalls erneut gereinigt.“ So stellt die RWG sicher, dass das geerntete Getreide für die Weiterverarbeitung geeignet ist. „Wesentliche Schritte zwischen der Erzeugung und der Verarbeitung werden oft unterschätzt, obwohl hier ein wesentlicher Teil der Qualität und der Wertschöpfung entsteht“, sagt Modlmeier. 

Entsprechend hat die RWG Erdinger Land ihre Beratung im vergangenen Jahr weiter ausgebaut und spezialisiert. „Mit unserer unabhängigen Fachberatung nehmen wir unsere Landwirte und Landwirtinnen an die Hand“, sagt Andreas Kielbassa, neben Modlmeier Geschäftsführer der RWG Erdinger Land. „Wir beraten individuell – ob über Saatgut, Pflanzenschutz oder Düngung. Diese fachliche Dienstleistung ergänzen wir mit digitalen Angeboten. So erhalten Landwirtinnen und Landwirte digital direkt Einsicht in Lagerbestände und können ihre Abläufe effizienter steuern.“

Raiffeisen Networld: Prozesse effizient gestalten können

Raiffeisen-Genossenschaften haben eine digitale Handelsplattform gegründet, die Raiffeisen Networld. Die Plattform unterstützt Landwirtinnen und Landwirte dabei, Abläufe in ihren Betrieben effizienter zu gestalten. Sowohl der Bezug von Betriebsmitteln als auch der Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse kann digital abgewickelt werden. Dies dient dazu, Prozesse zu automatisieren, Kosten zu sparen und agiler zu sein. 

Gerade in dieser engen Begleitung zeigt sich der genossenschaftliche Gedanke besonders deutlich. „Was einer allein nicht schafft, gelingt zusammen. Wir pflegen eine sehr gute partnerschaftliche Beziehung zu den Landwirten“, sagt RWG-Geschäftsführer Kielbassa. „Bei uns kann sich der Landwirt sicher sein, über Jahre hinweg dieselben Ansprechpartner zu haben. Das zeichnet uns als Genossenschaft aus. Wir denken nicht ausschließlich wirtschaftlich, wir verstehen uns als verlässlicher Partner mit Verantwortung für die Region und Landwirtschaft.“ Die RWG Erdinger Land sieht sich als Lösungsanbieter. „Für Landwirte ist Effizienz ganz entscheidend. Ebenso ist es von Bedeutung, schnell an Informationen heranzukommen und die jeweils passende Lösung zu finden.“ 

Daraus ergibt sich für die RWG eine Rolle, die weit über den klassischen Handel hinausgeht. „Wir sind heute nicht mehr nur Händler, sondern vielmehr Systempartner“, sagt Modlmeier. Ihre Rolle entwickelt die RWG Erdinger Land dabei stetig weiter. Es geht nicht nur darum, beim Verkauf von Saatgut, Dünger oder Futtermittel zu unterstützen. Die RWG begleitet Prozesse bis zur Vermarktung pflanzlicher Erzeugnisse. Wertschöpfung in der Landwirtschaft entsteht somit nicht linear, sondern in einem Netzwerk aus Produktion, Wissen, Technik, Infrastruktur und Vermarktung. 

Digitale Werkzeuge für Landwirte und Landwirtinnen

Akoro ist ein personalisierter Shop, bei dem zu individuellen Konditionen eingekauft werden kann. „Eine Art digitales Lagerhaus, das auf die Anforderungen der jeweiligen Landwirtinnen und Landwirte zugeschnitten ist“, sagt Michael Modlmeier, Geschäftsführer der RWG Erdinger Land. 

Mit der Ackerprofi-Software lässt sich der bürokratische Aufwand verringern: Düngebedarfsermittlung, Pflanzenschutzdokumentation und Nährstoffmanagement lassen sich digital organisieren.

Bei der Teilflächenspezifische Aussaat wird die Saatstärke an die jeweilige Bodenbeschaffenheit angepasst. Die erforderliche Menge lässt sich anhand satellitengeschützter Daten ermitteln.

Dass Wertschöpfung gelingt, hängt aus Sicht der RWG nicht allein von funktionierenden Prozessen ab, sondern auch von Vertrauen und regionaler Verwurzelung. „Zum Beispiel bei Investitionen: Wenn wir planen, neue Lagerhäuser zu errichten, trägt der gute Draht, den wir auch zu Genossenschaftsbanken in der Region haben, ganz wesentlich dazu bei, dass wir zuversichtlich in die Zukunft schauen“, sagt Modlmeier. 

„Aktuell investieren wir gezielt in leistungsfähige Getreideannahmen und Infrastruktur, um Qualität zu sichern und Erntefenster besser zu nutzen“. In der Zusammenarbeit mit Akteuren und Akteurinnen vor Ort – bei einer Investition sind das die Genossenschaftsbanken – zeige sich, dass gemeinsam Verantwortung auch für die Region übernommen werde. „Genossenschaftliche Strukturen können dazu beitragen, zusätzliche Wertschöpfung in der Region zu halten“, sagt Kielbassa und zitiert erneut den deutschen Genossenschaftsgründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.“

Mehr als nur Großhandel: die Bäko als weitere Stufe der Wertschöpfung

Mit der Erfassung, Trocknung, Lagerung und qualitätsgerechten Aufbereitung des Getreides ist der Weg zum Brot noch längst nicht abgeschlossen. Zwischen Landwirtschaft und Backstube liegt mit den Mühlen eine weitere entscheidende Stufe der Wertschöpfungskette. Hier wird aus dem Rohstoff nicht einfach nur Mehl, sondern ein präzise auf Verwendungszweck und Qualitätsanforderungen abgestimmtes Produkt. Reinigung, Vermahlung, Mischung und Kontrolle entscheiden maßgeblich darüber, ob das Getreide später die Eigenschaften mitbringt, die handwerkliche Bäckereien für ihre Arbeit brauchen. Auf dieser Grundlage können nachgelagerte Partner – wie die Bäko München Altbayern und Schwaben – ihre Rolle erfüllen und das backende Handwerk mit den passenden Rohstoffen und weiteren Betriebsmitteln versorgen.

An diesem Punkt der Kette stellt sich die Frage, was Regionalität in der Praxis überhaupt bedeutet. Regionalität sei schwer zu definieren, sagt Helmut Wiedemann, Geschäftsführender Vorstand der Bäko München Altbayern und Schwaben. „Ist für einen Ingolstädter Bäcker der Berchtesgadener Schlagrahm noch ein regionales Produkt? Ist der Weg des Allgäuer Emmentaler bis in eine Oberpfälzer Backstube nicht auch recht lang?“, fragt Wiedemann. Für den Geschäftsführenden Vorstand des genossenschaftlichen Großhandels kommt daher auch ein anderer, wesentlicher Aspekt ins Spiel: die Qualität. Und diese ist eben dann in der Region gewährleistet, wenn die Schritte – jeder einzelne – der Lebensmittelkette gut funktionieren und perfekt ineinandergreifen. 

Bäko – Bindeglied zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und handwerklicher Backstube.

Die Bäko ist die Wirtschaftsorganisation für das backende Handwerk. Der genossenschaftliche Fachhandel organisiert den Bedarf für das Bäcker- und Konditorenhandwerk in Altbayern und Schwaben sowie im österreichischen Vorarlberg. Seit mehr als 100 Jahren werden Herausforderungen durch regionale Verwurzelung und genossenschaftlichen Zusammenhalt gemeinschaftlich gelöst. 

Neben hochwertigen Rohstoffen für die Backwarenherstellung bietet die Bäko alles, was zur Einrichtung von Produktions- und Verkaufsräumen erforderlich ist. 
Die Bäko München Altbayern und Schwaben beliefert von den drei Betriebsstätten in Taufkirchen, Straubing und Augsburg Bäckereien und Konditoreien in Oberbayern, Niederbayern, der südlichen Oberpfalz, Schwaben sowie im österreichischen Vorarlberg. 
Weitere Informationen zur Bäko gibt es hier.

Aus diesem Verständnis von Qualität und Regionalität heraus begreift sich die Bäko als zentrales Bindeglied in der Wertschöpfungskette. Ihre Aufgabe ist es, Bäckereien und Konditoreien verlässlich, qualitätsorientiert und bedarfsgerecht mit allem zu versorgen, was sie für Produktion und Verkauf benötigen – von Rohstoffen über Maschinen bis zu Service, Beratung und digitalen Lösungen.

Diese Rolle versteht die Bäko jedoch nicht nur organisatorisch, sondern auch im persönlichen Miteinander mit ihren Mitgliedern. „Für uns steht Regionalität für etwas, das mit Menschen zu tun hat“, sagt Helmut Wiedemann, Geschäftsführender Vorstand der Bäko. „Gemeinsam sind wir stark. Unser Satzungsauftrag als Genossenschaft ist es, unsere Mitglieder bestmöglich zu unterstützen und zu betreuen. Das heißt im einfachsten Sinne, dass wir einem Mitglied das liefern, was er bestellt hat.“ Doch darüber hinaus übernimmt die Bäko eine weitere Rolle: „Wie in einer genossenschaftlichen Familie üblich, pflegen wir mit unseren Mitgliedern gute persönliche Beziehungen. Wir sind mal Ratgeber, mal Seelentröster – und für alle da.“

Unabhängig von der Größe des Betriebs würde die direkte Ansprechbarkeit sehr von den Mitgliedern geschätzt werden. „Ob ein Betrieb 50 oder 200 Filialen hat, der persönliche Kontakt zu uns wird geschätzt. Wir sind – fürs Back- und Konditorenhandwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan“, sagt Wiedemann.

Die Stärke der Bäko liegt darin, Bedürfnisse der Mitgliedsbetriebe aufzunehmen, ein offenes Ohr für Vorschläge zu haben und Impulse verlässlich umzusetzen. „Unsere Mitglieder haben Ideen und kommen mit diesen auf uns zu“, sagt Einkaufsleiter Alexander Gerth. „Wir bekommen zum Beispiel regionale Kürbiskerne aus dem Dachauer Land angeboten, die vermarktungswert sind und über die Genossenschaft ausgeliefert werden können. So erfüllen wir unsere Aufgabe in der Wertschöpfungskette.“ Die Bäko bündelt die Nachfrage, beschafft die Produkte, lagert sie, sichert die Qualität und bringt die Produkte zuverlässig in die Backstuben. Demnach zeichnet sie aus, dass sie auf Initiativen ihrer Kundinnen und Kunden reagieren können und diese gegebenenfalls realisieren. Die Bäko profitiert somit von der Nähe zu ihren Mitgliedern. Diese äußern einen konkreten Bedarf und bringen Vorschläge ein, die Bäko setzt weitere Schritte in Gang. 

Mit einem Sortiment von insgesamt 22.000 Artikeln ist die Bäko ein Fachgroßhandel. Doch der Unterschied zum klassischen Großhändler liegt in der genossenschaftlichen Ausrichtung auf die Mitglieder. „Wir handeln im Interesse unserer Mitglieder“, betont Wiedemann. „Gerade in Krisenzeiten oder bei gestörten Lieferketten zeigt sich die Genossenschaft als ruhiger und beständiger Anker.“ Stabilität sei dank der Bäko im Back- und Konditorenhandwerk gegeben. „Wir handeln konservativ ohne Schnellschüsse – im positiven Sinn“, sagt der Geschäftsführende Vorstand. „Unser konservatives Agieren beruhigt den Markt und gibt Sicherheit.“

Dass die Bäko auf Stabilität setzt, heißt zugleich nicht, Trends und neue Entwicklungen zu übersehen. „Wir haben auch den Anspruch, auf Nachfragen nach Dubai-Schokolade, einer Kombination aus Pistaziencreme und Engelshaar, oder Matchapulver zu reagieren“, sagt Gerth. „Unsere Mitglieder erwarten von uns, dass wir sie dabei unterstützen, bei Trends mitmachen zu können. Dazu muss man aber den Markt kennen und einschätzen können, was möglich ist.“

Wäre die Bäko keine Genossenschaft, würden Preissteigerungen sehr viel schneller und härter an Kundinnen und Kunden weitergegeben. Die Versorgung müsste stärker nach Wirtschaftlichkeit als nach Mitgliederinteresse gesteuert werden. „Bei uns steigen die Preise nicht mal eben völlig überraschend an“, sagt Gerth und ergänzt: „Zudem gelingt es uns, als Genossenschaft ein sehr viel größeres Sortiment zu haben.“

Digitale Tools und Online-Bestellung seien auch für die Bäko selbstverständlich. „Bei uns gibt es zudem Ansprechpartner, die erreichbar sind“, sagt Einkaufsleiter Gerth. „Wir hören zu und finden Lösungen. Bei uns steht der Kunde oder die Kundin im Mittelpunkt.“ Lösungsorientiertes und pragmatisches Handeln – das mache die genossenschaftliche Kultur aus. 

Am Ende der Kette: in der Backstube entsteht das Brot

Wie sich dieses Zusammenspiel am Ende der Kette konkret auswirkt, zeigt der Blick in Ludwig Neulingers Bäckerei und Konditorei in München. In der Zentrale von Neulingers fünf Münchner Backstuben können Kundinnen und Kunden verweilen, ein Stück Kuchen essen und einen Kaffee trinken. Dabei haben sie direkten Blick in die Backstube. „Die offene Backstube passt gut in unser Konzept“, erzählt Ludwig Neulinger. „Wir stehen für Offenheit und Ehrlichkeit. Das Verhältnis zu unseren Kundinnen und Kunden ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen. So dürfen diese auch entdecken, wie noch ein Stück Kirsche an der Schürze des Bäckers klebt. Wir haben nichts zu verstecken.“ 

20 Jahre ist es her, dass Neulinger eine alteingesessene Bäckerei in Neuhausen übernommen hat. Von Anfang an war ihm klar: Er wollte möglichst nach eigenen Rezepten backen. Und: Er setzt auf Bio-Produkte. „Es geht mir um die Verantwortung, die wir beim Umgang und bei der Verwertung mit Lebensmitteln haben.“ 

Dass Neulinger dabei auf die Bäko zählt, ist für ihn folgerichtig. „Für mich ist das ideal“, sagt er. „Ich beziehe nicht nur Produkte von der Bäko, ich profitiere auch davon, dass ich für meine Ausstattung, die Maschinen zum Beispiel, bei der Bäko in den richtigen Händen bin. Gibt es ein Problem, dann kenne ich dort einen Ansprechpartner.“

Dabei schätzt Neulinger nicht nur die praktische Unterstützung, sondern auch den genossenschaftlichen Gedanken, der dahintersteht. „Viele, darunter auch viele Kleine wie ich, tun sich zusammen und erreichen so gemeinsam etwas. Daher bin ich überzeugtes Mitglied in der Genossenschaft“, sagt Neulinger. Für ihn zählt, dass „wir alle mit großem gegenseitigem Vertrauen arbeiten“. Vertrauen in die regionale Wertschöpfungskette. Vertrauen in die Qualität der Rohstoffe, damit am Ende ein hochwertiges Produkt in Neulingers Münchner Bäckereiläden angeboten werden kann. 

Nur wenn die einzelnen Stufen reibungslos zusammenspielen, ist am Ende gewährleistet, dass Neulinger und seine Mitarbeiter vor allem eines können: ihrem Handwerk nachgehen. „Ich will Bäcker sein und nicht Händler“, lautet Neulingers Philosophie. Was er damit meint? „Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, Backmischungen und Tiefkühlprodukte zu vertreiben. Mir geht es darum, nach meinen eigenen Rezepten backen zu können. Und dazu brauche ich die richtigen Zutaten.“ 

Wenn der Bäcker das duftende Brot schließlich aus dem Ofen holt, endet eine Reise, die weit vor der Backstube begonnen hat. Genussfertig ist das Brot also erst am Ende eines Prozesses, in dem viele Rädchen ineinandergegriffen haben. Dass das Brot schmeckt, ist deshalb kein Zufall, sondern Ausdruck einer gut funktionierenden Zusammenarbeit entlang der gesamten Kette vom Feld bis zur Theke. 

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