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Genogramm

Genossenschaftlicher Verbund

Die bayerischen Genossenschaften arbeiten eng mit den Verbundpartnern der genossenschaftlichen Familie zusammen. „Profil“ stellt aktuelle Geschäftszahlen und Publikationen der Unternehmen vor und berichtet über Personalien.

Kolak kündigt Abschied an

Die Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, hat den Verwaltungsrat darüber informiert, nach Ablauf ihrer zweiten Amtszeit im Dezember 2027 nicht ein drittes Mal für das Präsidentenamt des BVR zur Verfügung zu stehen. Wolfgang Altmüller, Vorsitzender des Verwaltungsrats des BVR, sagte zu der Entscheidung: „Marija Kolak hat den BVR in Zeiten enormer Veränderungen über fast zehn Jahre hocherfolgreich geführt. Sie hat den Verband intern umstrukturiert und zahlreiche strategische Zukunftsinitiativen nicht nur angestoßen, sondern in unserer dezentralen Gruppe auch umgesetzt. Zuletzt hat sie die Weiterentwicklung der Institutssicherung mit großer Souveränität und unter enger Einbindung der Finanzgruppe erfolgreich abgeschlossen. Wir bedauern ihre Entscheidung sehr, nicht für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung zu stehen. Im Namen der gesamten genossenschaftlichen Finanzgruppe danke ich Marija Kolak bereits heute für ihre außerordentlich erfolgreiche Arbeit." Marija Kolak äußerte sich wie folgt: „Es ist mir eine große Ehre, den BVR zu führen. Die Arbeit macht mir bis heute große Freude. Nach nahezu zehn Jahren an der Spitze des BVR habe ich mich aber entschieden, nach dem Ende der laufenden Amtsperiode ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen. Mir war wichtig, den Verwaltungsrat bereits jetzt über meine Entscheidung zu informieren. Damit erhält das Gremium ausreichend Zeit, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger auszuwählen und einen geordneten Übergang vorzubereiten."

Bargeldloses Bezahlen erleichtert

Transgourmet und VR Payment bieten mit tgPAY eine neue Bezahllösung für Unternehmen der Außer-Haus-Verpflegung. Das Angebot richtet sich insbesondere an Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung und soll eine einfache und sichere bargeldlose Zahlungsabwicklung vor Ort ermöglichen. Akzeptiert werden alle gängigen Kartenzahlungen sowie Wallet-Zahlungen über Apple Pay und Google Pay – ohne separate technische Lösung. tgPAY lässt sich an vorhandene Kassensysteme anbinden und damit in bestehende Abläufe integrieren. Zum Angebot gehören außerdem ein vollständig digitales Belegmanagement, ein umfangreiches kostenloses Reporting und eine integrierte Trinkgeldfunktion. Dadurch können Betriebe ihren Gästen mehr Flexibilität bieten und zugleich die Bezahlprozesse für die Mitarbeitenden vereinfachen. „Mit tgPAY ergänzen wir unseren digitalen Werkzeugkasten food@service um ein Werkzeug, das unsere Kunden im Betriebsalltag ganz konkret unterstützt und einen enormen Kostenhebel für Zahlungen am PoS bietet“, sagte Stefanie Boeck, Nationale Leitung Konzept und Digital bei Transgourmet. Wichtig seien zudem attraktive und transparente Konditionen, insbesondere bei Kreditkartenzahlungen.

Hypothekenpfandbrief über 500 Millionen Euro

Die DZ Hyp hat am Donnerstag, 3. September 2026, einen Hypothekenpfandbrief mit einem Volumen von 500 Millionen Euro in einem emissionsreichen Marktumfeld platziert. Die Benchmark-Anleihe hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2031 und trägt einen Kupon von 3,25 Prozent. Begleitet wurde die Transaktion von einem Konsortium aus Crédit Agricole Corporate and Investment Bank, Deutsche Bank AG, DZ Bank AG, Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Standard Chartered Bank AG und Swedbank AB. Nach einer Ankündigung am Vortag wurde das Orderbuch am Donnerstagmorgen mit einem Spread von Mid-Swap plus 20 Basispunkten gegenüber dem 6-Monats-Euribor eröffnet. Basierend auf einem zuteilbaren Orderbuchvolumen von 1,9 Milliarden Euro aus 73 Orders wurde der finale Spread bei Mid-Swap plus 13 Basispunkten fixiert. Die Investorenbasis wies einen geografischen Schwerpunkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit 47 Prozent des zugeteilten Ordervolumens auf. Es folgten Investoren aus Südeuropa mit 20 Prozent, Dänemark und Norwegen mit 11 Prozent, Afrika mit 10 Prozent, Niederlande und Luxemburg mit 6 Prozent sowie aus weiteren Regionen mit insgesamt 6 Prozent. Nach Investorentypen dominierten Banken mit einem Anteil von 45 Prozent, gefolgt von Asset Managern und Fonds mit 28 Prozent, Zentralbanken und öffentlichen Institutionen mit 17 Prozent sowie Versicherungen und Pensionskassen mit 10 Prozent.

Entwicklungen in der Personalarbeit

Die Gesamtauswertung der BVR-Personalstudie 2026 steht ab sofort auf der Themenseite im BVR-Extranet zur Verfügung. Die Studie liefert erneut wertvolle Einblicke in zentrale Fragestellungen des strategischen Personalmanagements und ermöglicht eine fundierte Standortbestimmung zu wichtigen HR-Themen in den Genossenschaftsbanken. Teilnehmende Institute können die Ergebnisse nutzen, um Entwicklungen in der Personalarbeit einzuordnen, Handlungsfelder zu identifizieren und Impulse für ihre weitere strategische Ausrichtung abzuleiten. Die Informationen finden sich hier. 

Strategischer Zukauf im Möbelmarkt

VR Equitypartner unterstützt den Möbelhersteller DeSign Verbund beim Erwerb der Markus Matejka Handelsagentur aus Michelau. Mit dem Zukauf baut DeSign Verbund sein Geschäft mit Schul- und Kindermöbeln aus und stärkt zugleich seine Kompetenz in der Produktentwicklung. Matejka entwickelt und vertreibt hochwertige Möbel für Bildungseinrichtungen und Kindergärten, unter anderem für den Spielwaren- und Möbelhersteller HABA. Bereits seit 2025 arbeitet das Unternehmen mit DeSign Verbund zusammen. Durch die Übernahme sollen das Sortiment erweitert, zusätzliche Kundengruppen erschlossen und die Marktposition in einem stabilen Segment gefestigt werden. Gründer Markus Matejka bleibt dem Unternehmen für eine Übergangszeit als Entwickler verbunden. Auch Mitarbeitende aus Fertigung, Einkauf, Lager und Versand werden übernommen. „Mit dem Zukauf verstärken wir DeSign Verbund in einem besonders stabilen Segment und bauen das Unternehmen resilient und zukunftsfähig aus“, sagte Christian Futterlieb, Geschäftsführer bei VR Equitypartner.

Millioneninvestition in Immobilien-KI

Das Proptech Syte hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde neun Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wird die Runde von Amberra, dem Venturing-Studio der Genossenschaftlichen Finanzgruppe; zudem beteiligt sich die NRW.BANK. Auch die bisherigen Investoren steigen erneut ein. Damit erhält das 2021 gegründete Unternehmen frisches Kapital für die Weiterentwicklung seiner Plattform. Syte verbindet Immobilien- und Grundstücksdaten mit KI-gestützten Analysen und bereitet komplexe Informationen gebündelt auf. Projektentwickler, Banken, Architekten und Makler können so unter anderem Bebauungspotenziale, Baurecht, Wirtschaftlichkeit und mögliche Nutzungsszenarien frühzeitig prüfen. Das soll die Bewertung von Grundstücken beschleunigen und Planungsprozesse effizienter machen.

Mit dem Kapital will Syte seine Technologie ausbauen, weitere Anwendungsbereiche erschließen und die Expansion in europäische Märkte vorbereiten. „Wir automatisieren die Planungsphasen konsequent weiter und bringen Syte über den deutschen Markt hinaus nach Europa“, sagte Geschäftsführer Matthias Zühlke. Nach Unternehmensangaben ist die Plattform deutschlandweit verfügbar, bildet mehr als 62 Millionen Grundstücke ab und wird von über 200 Kundinnen und Kunden genutzt. Die Investoren sehen insbesondere in der Verbindung von Datenanalyse und künstlicher Intelligenz Potenzial, Entscheidungen in der Immobilienwirtschaft transparenter und schneller zu machen.

Zukunft des Bezahlens im Fokus

Rund 250 Expertinnen und Experten aus dem Payment-Bereich kamen zur zweiten PayForward von DG Nexolution in Mainz zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen für Genossenschaftsbanken: vom Ausbau der Provisionserträge über die Gewinnung und Bindung von Kundinnen, Kunden und Mitgliedern bis zu digitalen Geldformen, Agentic Payment und Next Generation Banking. Vorstandsvorsitzender Marco Rummer betonte den Anspruch, eng an den Bedürfnissen der Banken zu arbeiten: „Wir suchen ganz stark nach euren Pain Points.“ In Keynotes, Impulsvorträgen und Breakout-Sessions diskutierten die Teilnehmenden zudem neue Kartenlösungen, die Bedeutung von Vertrauen bei digitalen Bezahlverfahren sowie Wege, junge Menschen als Mitglieder zu gewinnen. Ergänzt wurde das Programm durch eine Customer Journey, ein Future Lab und Produktneuheiten wie die TIMBERCARD® black. Das Fazit der Veranstaltung: Payment ist und bleibt für Banken ein strategisch wichtiges Geschäftsfeld. Angesichts neuer Technologien und veränderter Kundenerwartungen seien gemeinsamer Austausch, frühzeitige Orientierung und praxisnahe Lösungen entscheidend. Die nächste PayForward ist für den 7. und 8. September 2027 geplant.

Bitcoin-Erholung

Der Kryptomarkt hat sich trotz Gegenwind spürbar aufgehellt: Das Scheitern des Clarity Act im US-Senat und die jüngste Zinserhöhung der Fed ließen Bitcoin nur kurz straucheln. „Es ist bemerkenswert, wie schnell der Markt diese Belastungsfaktoren hinter sich gelassen hat“, sagte Jonathan Osswald, Analyst bei der DZ Bank. Aktuell liegt die Kryptowährung bei über 86.000 US-Dollar. Statt Makro- und Regulierungsthemen bestimmen nun vor allem die Kapitalflüsse großer institutioneller Anleger das Geschehen. Der wichtigste Treiber: die US-Spot-Bitcoin-ETFs, in die zuletzt wieder viel frisches Kapital geflossen ist. Zudem trifft die Nachfrage auf ein begrenztes Angebot. „Knapp 20 Millionen Bitcoin sind im Umlauf. Rund 17 Millionen davon halten langfristige Investoren“, erklärte Osswald. So können schon moderate Zuflüsse spürbare Kursbewegungen auslösen. Doch die Medaille hat eine Kehrseite: „Auch langfristige Halter sind preissensitiv – mit steigenden Kursen wächst die Bereitschaft, Gewinne zu realisieren.“ Auffällig ist zudem, dass sich der Bitcoin-Kurs jüngst der Bewegung des Goldpreises angenähert hat. „Das könnte darauf hindeuten, dass Anleger Bitcoin zunehmend als eigenständigen Vermögenswert wahrnehmen“, sagte der Analyst. Sollte der Sprung über die 86.000 Dollar-Marke länger anhalten, bestätigt das laut Osswald die konstruktive Marktstruktur. Rückenwind könnte zudem die Saisonalität liefern – historisch zählt das vierte Quartal zu den stärksten Phasen für Bitcoin.

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