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Nur durch Herausforderungen wächst man über sich hinaus: So werden viele ehemalige Azubis der bayerischen Genossenschaften ihre Lehrjahre empfunden haben. Die Akademie Bayerischer Genossenschaften (ABG) würdigte nun die herausragenden Leistungen der 50 besten Absolventinnen und Absolventen des Ausbildungsjahrgangs 2023 bei der Lehrabschlussfeier Mitte Juli 2026 im Münchner Künstlerhaus.

Eingeladen waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der IHK-Prüfungstermine Sommer 2025 und Winter 2025/26 mit einem IHK-Abschlussprüfungsdurchschnitt bis zur Gesamtnote 1,9, wie ABG-Geschäftsführer Daniel Gronloh in seiner Begrüßung berichtete. Die 50 besten Absolventinnen und Absolventen wurden in fünf verschiedenen Berufen ausgebildet: 

  • 45 Bankkaufleute,
  • zwei Kauffrauen für Groß- und Außenhandelsmanagement,
  • eine Industriekauffrau,
  • eine Milchtechnologin, und
  • ein Fachlagerist.

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Lohn für besondere Leistungen: Die Lehrabschlussfeier 2026 in der Video-Zusammenfassung. Video: Karl-Peter Lenhard, GVB

Vorbilder für zukünftige Auszubildende

„Sie haben es sich verdient, dass Sie heute im Kreise der besten Absolventinnen und Absolventen aus Bayern feiern“, gratulierte Stefan Müller, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), in einer kurzen Videoansprache. Er überbrachte nicht nur seine Glückwünsche, sondern zollte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Lehrabschlussfeier auch großen Respekt für ihre Leistungen. „Sie haben in ihren Prüfungen Bestleistungen gezeigt. Damit sind Sie auch Vorbilder für alle diejenigen, die in diesem Jahr ihre Ausbildung starten werden.“

Jetzt sei entscheidend, nicht stehen zu bleiben und sich auf den Ergebnissen auszuruhen. „Auch wenn man das bei solchen Veranstaltungen nicht hören möchte, das Lernen wird weitergehen“, betonte der GVB-Präsident. In den bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken verändere sich gerade sehr viel und niemand wisse, wie die Bankenlandschaft in fünf bis zehn Jahren aussehen werde. Diese Feststellung verband Müller mit einer Botschaft: „Helfen Sie mit, damit die Volksbanken und Raiffeisenbanken auch in 20 Jahren noch ihren Platz in der deutschen Bankenlandschaft haben und die Menschen mit Finanzdienstleistungen in ihrer Heimatregion unterstützen können.“

Azubis bayerischer Genossenschaften: Besser als der Durchschnitt

In der IHK-Abschlussprüfung Winter 2025/2026 erzielten die Auszubildenden der bayerischen Genossenschaften einen Notendurchschnitt von 74 Punkten (Note 2,9) und lagen damit sechs Punkte über dem bayerischen Gesamtdurchschnitt (Note 3,3), wie Michael Horndasch, Leiter Berufsstart bei der ABG, bei der Lehrabschlussfeier berichtete, In der Sommerprüfung 2025 erreichten sie sogar durchschnittlich 82 Punkte (Note 2,3) und übertrafen damit den bayerischen wie auch den bundesweiten Durchschnitt um neun Punkte (Note 3,0).

Der bundesweite Notenschlüssel der Industrie- und Handelskammern in Deutschland reicht von 100 bis 0 Punkten. Auf der Webseite der IHK für München und Oberbayern gibt es eine Tabelle, welche Punktezahl welcher Schulnote entspricht.

Der Ausbildungsjahrgang 2023 der bayerischen Genossenschaften umfasste allein bei den Bankkaufleuten rund 650 Absolventinnen und Absolventen.

Starker Nachwuchs ist Basis für künftigen Erfolg

Bernhard Meier ist Vorsitzender des GVB-Fachausschusses Personal und Bildung sowie Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank im Donautal. Als Vorstand einer Bank, die selbst ausbildet, freue es ihn besonders, so viele erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen bei der Lehrabschlussfeier versammelt zu sehen. „Für uns Genossenschaften ist es wichtig, erfolgreichen Nachwuchs in den eigenen Reihen zu haben. Denn Ihr Potenzial, dass Sie durch Ihre Abschlussnoten eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, bildet das Fundament für unseren künftigen Erfolg“, betonte Meier. So sei die genossenschaftliche Gruppe bestens aufgestellt für die Herausforderungen der Zukunft.

Die Kenntnisse aus der Ausbildung seien das Rüstzeug für den weiteren beruflichen Weg der ehemaligen Auszubildenden, sagte Meier. Doch nach dem Pflichtprogramm komme nun die Kür. „Nutzen Sie dafür Ihre Möglichkeiten, sei es durch Spezialisierung, sei es durch Weiterbildungen, sei es durch Projekte, in die Sie sich einbringen“, sagte Meier. Es gebe zahlreiche Möglichkeiten für junge Menschen, die leistungsbereit und innovativ sind und vorankommen möchten. „Warten Sie nicht ab, werden Sie selbst aktiv, suchen Sie das Gespräch mit Ihren Vorgesetzten und gestalten Sie Ihren beruflichen Weg.“ Wenn die Arbeit Spaß mache, profitiere man selbst und auch der genossenschaftliche Arbeitgeber. „Bleiben Sie am Ball“, schloss Meier sein Grußwort ab.

ABG-Geschäftsführer Daniel Gronloh begrüßte die Absolventinnen und Absolventen im Münchner Künstlerhaus.

„Für uns Genossenschaften ist erfolgreicher Nachwuchs in den eigenen Reihen wichtig“, sagte Bernhard Meier, Vorstand der Raiffeisenbank im Donautal. 

„Berufliche Ausbildung bildet auch Herz und Charakter“, betonte Hubert Schöffmann von der IHK für München und Oberbayern.

Fachkräftemangel eröffnet berufliche Chancen

Berufliche Ausbildung sei mehr als die Vermittlung von Fachwissen: „Sie bildet auch Herz und Charakter“, betonte Hubert Schöffmann, Bereichsleiter Berufliche Bildung und Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. Die Absolventinnen und Absolventen seien in ihrer Ausbildungszeit nicht nur fachlich, sondern auch menschlich gewachsen: „Sie haben Menschen kennengelernt, Kundinnen und Kunden begleitet und sich dadurch auch persönlich weiterentwickelt.“ Den Auszubildenden seien Werte wie Vertrauen und Verlässlichkeit vermittelt worden. „Diese Werte werden Sie weitertragen. Dadurch bleiben die Genossenschaftsbanken in Bayern ein essenziell wichtiger Partner in ihrer Region“, betonte Schöffmann.

Der IHK-Vertreter sprach auch den Fachkräftebedarf an. Aktuell bestehe in Bayern eine Fachkräftelücke von rund 280.000 Personen. Die berufliche Bildung biete viele Chancen und Möglichkeiten, so Schöffmann. „Der größte Bedarf betrifft Menschen mit beruflicher Qualifikation – sei es durch eine Erstausbildung oder durch berufliche Fortbildung. Ihnen stehen damit viele Wege offen. Menschen, die von der Pike auf etwas gelernt haben, die etwas können und dieses Können mit Werten verbinden, werden künftig besonders gebraucht.“ Auch akademische Bildungswege blieben für einen starken Wirtschaftsstandort wichtig, aber sie seien längst nicht mehr alleinige Garantie für beruflichen Erfolg. „Ihnen kann ich an dieser Stelle nur gratulieren: Bis hierhin haben Sie alles richtig gemacht“, sagte Schöffmann.

Ehrung für die Besten (VR-Banken, Gruppe 1): Die Geehrten der Lehrabschlussfeier 2026 mit ABG-Geschäftsführer Daniel Gronloh (li.) und Bernhard Meier (re.), Vorsitzender des GVB-Fachausschusses Personal und Bildung sowie Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank im Donautal.

Ehrung für die Besten (VR-Banken, Gruppe 2): Die Geehrten der Lehrabschlussfeier 2026 mit ABG-Geschäftsführer Daniel Gronloh (li.) und Bernhard Meier (re.), Vorsitzender des GVB-Fachausschusses Personal und Bildung sowie Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank im Donautal.

Ehrung für die Besten (VR-Banken, Gruppe 3): Die Geehrten der Lehrabschlussfeier 2026 mit ABG-Geschäftsführer Daniel Gronloh (li.) und Bernhard Meier (re.), Vorsitzender des GVB-Fachausschusses Personal und Bildung sowie Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank im Donautal.

Ehrung für die Besten (VR-Banken, Gruppe 4): Die Geehrten der Lehrabschlussfeier 2026 mit ABG-Geschäftsführer Daniel Gronloh (li.) und Bernhard Meier (re.), Vorsitzender des GVB-Fachausschusses Personal und Bildung sowie Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank im Donautal.

Ehrung für die Besten (VR-Banken, Gruppe 5): Die Geehrten der Lehrabschlussfeier 2026 mit ABG-Geschäftsführer Daniel Gronloh (li.) und Bernhard Meier (re.), Vorsitzender des GVB-Fachausschusses Personal und Bildung sowie Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank im Donautal.

Ehrung für die Besten (Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften): Die Geehrten der Lehrabschlussfeier 2026 mit ABG-Geschäftsführer Daniel Gronloh (li.) und Bernhard Meier (re.), Vorsitzender des GVB-Fachausschusses Personal und Bildung sowie Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank im Donautal.

Benedikt Böhm: Speedbergsteigen in der Todeszone

Als Festredner hatte Sonja Maier, Organisatorin der Lehrabschlussfeier bei der ABG, den Extrembergsteiger Benedikt Böhm eingeladen, der seine Expeditionen selbst als „Speedbergsteigen in der Todeszone“ beschreibt. Ziel sei es immer, den Weg durch die sauerstoffarme Todeszone bis zum Gipfel und zurück so schnell wie möglich zu absolvieren, um die Gefahr eines Unglücks zu minimieren. Böhm bezwang bei seinen Touren mehrfach Gipfel über 8.000 Meter. Daneben war er von 2003 bis 2025 internationaler Geschäftsführer der Outdoor-Marke Dynafit. Seit 2025 ist er Geschäftsführer von Lupine, einem Hersteller für Stirn- und Fahrradlampen aus Deutschland.

Böhm versuchte, seine Lebenserfahrungen für die jungen Menschen im Saal in Botschaften zu übersetzen. Als passionierter Skibergsteiger habe er seine Leidenschaft zum Beruf machen wollen und sich deshalb für einen Job bei Dynafit entschieden, obwohl es vielleicht attraktivere Möglichkeiten gegeben hätte. Der Sportartikelhersteller aus Südtirol war damals auf Ausrüstung für Skibergsteiger spezialisiert, aber kaum bekannt. Heute ist Dynafit eine erfolgreiche Marke im Bergsportbereich. „Ich bin damals meinem Herzen gefolgt“, berichtete Böhm. Es sei wichtig, bei der Berufswahl seiner Passion zu folgen. „Erst dadurch sind wir bereit, über uns hinauszuwachsen und besonderen Einsatz zu bringen.“

Besessenheit muss nicht immer schlecht sein

Der Extrembergsteiger warb für den Begriff „Besessenheit“, obwohl dieser oft negativ belegt sei. Er habe aus seiner Passion für das Skibergsteigen eine Besessenheit entwickelt, die ihm auch im Beruf geholfen habe. „Wir verdanken unseren Wohlstand Menschen, die bereit sind, weit über das normale Maß hinaus Einsatz zu zeigen und Grenzen zu verschieben.“ Im Moment sei in Deutschland Vieles im Umbruch, aber das sei auch die Chance, neue Ideen zu entwickeln und daraus ein Momentum zu kreieren. Letztlich gehe es darum, unseren Wohlstand zu erhalten, so Böhm. „Deutschland und Bayern werden sein, was wir daraus machen.“

Um ein Momentum zu schaffen, brauche es zwei Voraussetzungen: Mut und Willenskraft. Beides seien „mentale Muskeln“, die sich trainieren ließen, so Böhm. In Zeiten der Angst und der Verzagtheit sei Mut besonders wichtig. „Die Angst steht zwischen uns und unserem Potenzial. Die beste Antwort darauf ist Mut.“ Diesen könne man in jedem Bereich entwickeln – Schritt für Schritt, manchmal über viele Jahre hinweg. „Wir Menschen überschätzen, was wir kurzfristig erreichen können, aber wir unterschätzen, was langfristig möglich ist“, sagte Böhm. Er sei auch nicht von heute auf morgen auf Achttausender geklettert. „Wir haben bei unseren Expeditionen so viel falsch gemacht, aber ohne diese negativen und schmerzhaften Erfahrungen hätten wir keinen einzigen Berg in Rekordzeit besteigen können“, betonte Böhm.

Reduktion auf das Wesentliche in Leben und Beruf

„80 Prozent Vorbereitung, 20 Prozent Flexibilität“, nannte Böhm als Erfolgsformel für Leben und Beruf. Das Leben bestehe genauso wie eine Expedition aus einer Abfolge von Entscheidungen. Fehler seien erlaubt, solange man sie nicht wiederhole, sondern die richtigen Schlüsse daraus ziehe. Wichtig sei außerdem ein klares Ziel und die Reduktion auf das Wesentliche. Bei einer Extremtour komme es weniger darauf an, welche Ausrüstungsgegenstände benötigt werden, sondern vielmehr welche verzichtbar sind. „Was wir nicht mitnehmen müssen, spart Gewicht und reduziert Komplexität. Es geht um die absolute Fokussierung“, so Böhm.

Zwei Absolventinnen mit Bestnote

Die Ehre, die Absolventenrede halten zu dürfen, teilten sich bei der Lehrabschlussfeier 2026 Nina Berchtold von der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel und Johanna Maupai von der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land. Nina Berchtold schloss ihre Ausbildung zur Bankkauffrau mit der Abschlussnote 1,2 ab, Johanna Maupai beendete ihre Ausbildung zur Industriekauffrau mit der Note 1,1.

Teilten sich die Absolventenrede: Nina Berchtold von der Raiffeisenbank im Pfaffenwinkel und… 

Johanna Maupai von der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land.

Schöne Momente und wertvolle Erfahrungen

„Rückblickend kann ich sagen, dass die vielen schönen Momente und wertvollen Erfahrungen bei Weitem überwiegen und ich froh bin, diesen Weg gegangen zu sein“, berichtete Nina Berchtold über ihre duale Ausbildung bei der Raiffeisenbank Pfaffenwinkel. Neben der praktischen Arbeit und dem parallelen Studium an der Hochschule gehörten für sie die Seminare an der ABG in Beilngries zum Ausbildungsalltag. „Diese waren zwar auch geprägt von intensivem Lernen, noch viel mehr waren sie jedoch geprägt von spannenden Gesprächen und vielen neuen Begegnungen, aus denen feste Freundschaften entstanden sind.“

Eine Ausbildung präge auch die Persönlichkeit, zeigte sich Berchtold überzeugt. „Viele von uns sind als Jugendliche in diesen Lebensabschnitt gestartet und stehen heute als junge Erwachsene hier. Wir haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen, selbstständig Entscheidungen zu treffen und an Herausforderungen zu wachsen. Nicht nur unser Wissen hat sich weiterentwickelt – auch unsere Persönlichkeit, unser Selbstvertrauen und unser Blick auf die Zukunft haben sich verändert. Heute können wir mit Stolz sagen: Wir haben es geschafft – und das sogar ziemlich gut.“ Die Absolventinnen und Absolventen könnten nun mit Zuversicht nach vorne schauen. „Schließlich haben wir in den vergangenen Jahren bewiesen, dass wir Prüfungen bestehen, unter Zeitdruck arbeiten und auch nach langen Seminarwochen noch lernfähig sein können. Heute dürfen wir deshalb nicht nur stolz auf unseren Abschluss sein, sondern auch auf den Weg, den wir bis hierher gegangen sind.“

Berchtold dankte auch allen Menschen, die die Auszubildenden auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben: Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben, Dozentinnen und Dozenten an den Akademien, Professorinnen und Professoren an den Hochschulen, Lehrerinnen und Lehrer der Berufsschulen sowie die Familien, Freunde, Kolleginnen und Kollegen sowie Mitschülerinnen und Mitschüler. „Sie haben uns motiviert, Verständnis gezeigt und uns auch in stressigen Zeiten den Rücken gestärkt haben. Dafür möchten wir heute von Herzen Danke sagen – für die Geduld, die Unterstützung, die aufmunternden Worte und manchmal auch für den nötigen kleinen Schubs in die richtige Richtung.“ 

Ein Kapitel, das geprägt, gefordert und verändert hat

Als sie gefragt wurde, ob sie auf der Lehrabschlussfeier sprechen möchte, habe sie zweimal überlegen müssen, gestand Johanna Maupai in ihrer Absolventenrede. Normalerweise stelle sie sich nicht gerne vor eine Menschenmenge. „Aber ich dachte mir, ich stelle mich dieser Herausforderung. Denn nur durch solche Herausforderungen kann man über sich hinauswachsen.“ Genauso sei es auch in der Ausbildung gewesen. „Wir haben uns nach der Schule in etwas gestürzt, ohne genau zu wissen, was auf uns zu kommt. Aber wir haben uns trotzdem für diesen Schritt entschieden und uns getraut. Und heute stehen wir alle hier am Ende eines Kapitels, das uns geprägt, gefordert und auch verändert hat.“

Eine Ausbildung sei ein Balanceakt zwischen Theorie und Praxis, zwischen Verantwortung im Betrieb und Anforderungen in der Schule, so Maupai. „Sie bedeutet, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Sie bedeutet, sich Herausforderungen zu stellen, auch wenn man sich anfangs noch nicht bereit dafür fühlt. Und sie bedeutet, Schritt für Schritt selbstständiger und selbstbewusster zu werden.“ Wenn sie auf ihre Ausbildung zurückblicke, denke sie vor allem an die vielen Momente, die diese Zeit besonders gemacht haben: „an die ersten Aufgaben, die man allein übernehmen durfte, an Situationen, in denen man über sich hinausgewachsen ist, an die Kolleginnen und Kollegen, die immer ein offenes Ohr hatten, und an die Menschen, die mich auf meinem Weg begleitet haben“.

Wenn ihre Ausbildung eines gezeigt habe, dann das: „Wege entstehen oft erst, wenn man sie geht. Die Welt bleibt nicht stehen – aber genau das eröffnet uns Chancen, uns weiterzuentwickeln und neue Dinge zu lernen. Wir haben jetzt das Fundament dafür“, sagte Maupai. Das Wichtigste, was die ehemaligen Auszubildenden für die Zukunft mitnehmen könnten, sei Vertrauen in sich selbst. „Das Vertrauen, dass wir mit neuen Situationen umgehen können, dass wir Probleme lösen können und dass wir unseren eigenen Weg gehen dürfen – auch wenn er nicht immer gerade verläuft.“ Ihre Rede schloss Maupai mit einem Appell: „Habt den Mut, neue Wege zu gehen. Habt die Geduld, wenn nicht alles sofort klappt. Und verliert nie die Neugier, weiter zu lernen. Denn das hier ist kein Ende. Es ist ein Anfang.“

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