Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie unsere Seiten nutzen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Weitere Informationen

Genogramm

Genossenschaftlicher Verbund

Die bayerischen Genossenschaften arbeiten eng mit den Verbundpartnern der genossenschaftlichen Familie zusammen. „Profil“ stellt aktuelle Geschäftszahlen und Publikationen der Unternehmen vor und berichtet über Personalien.

Finanzwissen erfahrbar machen

Auch die Finanzbranche hat das Potenzial von Virtual Reality (VR) erkannt. Mit dem „Investment Explorer“ hat Union Investment eine VR-Anwendung entwickelt, die Finanzthemen anschaulich und interaktiv vermittelt – und damit neue Möglichkeiten für die Kundenberatung eröffnet. Die Anwendung richtet sich insbesondere an Menschen, die sich erstmals intensiver mit Geldanlage beschäftigen. In einer virtuellen Nachbildung der Unternehmenszentrale von Union Investment bewegen sich Nutzer und Nutzerinnen durch verschiedene Themenwelten und erleben zentrale Prinzipien der Geldanlage in einer dreidimensionalen Umgebung. Inhalte wie Inflation, Zinseszinseffekt, Diversifikation oder Risiko-Rendite-Zusammenhänge werden interaktiv vermittelt. Ein wesentlicher Bestandteil der Anwendung ist die Möglichkeit, mit einem virtuellen Anlagebetrag unterschiedliche Portfolios zusammenzustellen. Die Nutzer erhalten unmittelbar Rückmeldungen zu ihrer gewählten Vermögensstruktur und können nachvollziehen, welche Auswirkungen verschiedene Anlageentscheidungen auf Rendite und Risiko haben. Für Genossenschaftsbanken eröffnet dieser Ansatz neue Perspektiven. Insbesondere junge Erwachsene erwarten heute digitale und interaktive Kommunikationsformen. Bevor konkrete Anlageprodukte vorgestellt werden, können Berater und Beraterinnen grundlegende Zusammenhänge der Geldanlage anschaulich vermitteln. Der „Investment Explorer“ steht kostenfrei auf der Meta-Quest-Plattform zur Verfügung und benötigt lediglich eine VR-Brille sowie eine stabile Internetverbindung. Damit eignet sich die Anwendung sowohl für Beratungsgespräche in der Filiale als auch für den Einsatz auf Messen, Informationsveranstaltungen oder Aktionstagen rund um das Thema Finanzbildung. Weitere Informationen gibt es hier.

Veränderungen im Vorstand

Dr. Markus Klintworth, Vorstandsvorsitzender der VR Smart Finanz, hat den Aufsichtsrat informiert, dass er seinen Vertrag über den 31. Dezember 2026 nicht verlängern wird. Nun wurde Markus Pertlwieser zum 1. Januar 2027 als Nachfolger in den Vorstand der VR Smart Finanz berufen. Als Vorstandsvorsitzender wird er das Ressort Markt und hier insbesondere die Unternehmensentwicklung sowie das Produktmanagement verantworten.  Darüber hinaus wurde André Lichner zum 1. August 2026 zum Generalbevollmächtigten der VR Smart Finanz ernannt, wo er den omnikanalen Vertrieb sowie die Bankenbetreuung verantworten wird. In einem nächsten Schritt ist sein Eintritt in den Vorstand vorgesehen. Lichner erweitert damit die Unternehmensleitung als drittes Mitglied rund um Kerstin Scholz, Vorständin für die Marktfolge.  Johannes Koch, Aufsichtsratsvorsitzender der VR Smart Finanz AG: „Dr. Markus Klintworth hat die VR Smart Finanz in mehr als zehn Jahren Unternehmenszugehörigkeit persönlich wie unternehmerisch sehr geprägt. Er hat in wirtschaftlich kontinuierlich herausfordernden Zeiten operative Wachstumsimpulse gesetzt und wichtige strategische Weichen für die Zukunftssicherheit des Unternehmens gestellt. Wir danken Markus Klintworth für sein Engagement, bedauern seine Entscheidung und wünschen ihm alles erdenklich Gute. Mit Dr. Markus Pertlwieser haben wir einen sehr erfahrenen und geschätzten Kollegen aus der Finanzbranche als Nachfolge für den Vorstandsvorsitz gewinnen können. André Lichner wird mit seinem umfassenden Produkt- und Markthintergrund zusätzlich wertvolle Impulse setzen. Wir freuen uns, durch die Erweiterung der Unternehmensleitung die Markt- und Vertriebsthemen der VR Smart Finanz zusätzlich zu stärken. Mit Dr. Markus Pertlwieser, Kerstin Scholz und André Lichner ist die VR Smart Finanz gut aufgestellt, um die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens voranzutreiben.“ 

Kartengeschäft wird neu gebündelt

Die genossenschaftliche Finanzgruppe stellt sich im Kartengeschäft neu auf. Die Abwicklung des Issuing Processing wird zukünftig unter dem Dach von Atruvia gebündelt. Die DZ Bank Tochter VR Payment baut parallel das Händlergeschäft aus und stärkt die Bereiche POS-Netzbetrieb und Acquiring. Atruvia und DZ Bank bauen eine integrierte, zukunftsfähige Kartenplattform mit einheitlicher Abwicklung von Girokarten, Debitkarten und Kreditkarten auf einer Plattform. Konkret verantwortet Atruvia künftig neben dem Issuing Processing für Debit auch das Kredit-Processing, das bisher bei der DZ Bank Tochter VR Payment lag. Das Issuing Processing wird damit aus einer Hand gebündelt abgewickelt. VR Payment fokussiert noch stärker auf ihr Kerngeschäft und baut sowohl das klassische Acquiring als auch das Portfolio moderner Omnikanal-Lösungen weiter aus. Durch die Bündelung werden Doppelstrukturen konsolidiert, was Synergien hebt und Parallelinvestitionen vermeidet. Für die angeschlossenen Genossenschaftsbanken bringt die Neuordnung Vorteile: Wenn Konto und Karte bei Atruvia zusammengeführt werden, verbessert das die Verzahnung zentraler Leistungen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Institute.

Hohes gesellschaftliches Engagement

Ob Sportverein, Schule, Kindergarten oder gemeinnützige Initiativen: Die rund 650 Genossenschaftsbanken in Deutschland engagieren sich Jahr für Jahr für das Leben vor Ort – nah an den Menschen und ihren Belangen. Ein Ausdruck dessen ist auch ihr hohes gesellschaftliches Engagement. Zum Internationalen Tag der Genossenschaften am 4. Juli 2026 legt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) den Engagementbericht vor, der die Zuwendungen auf bundesweiter Ebene beziffert. Demnach haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken sowie die Spezialinstitute der genossenschaftlichen Finanzgruppe im Jahr 2025 insgesamt 141 Millionen Euro an freiwilligen finanziellen Zuwendungen (Spenden, Sponsoring) bereitgestellt. Zusammen mit weiteren geldwerten Leistungen in Höhe von 6,6 Millionen Euro und dem Einsatz im Corporate Volunteering ergibt sich eine Gesamtunterstützung von über 150 Millionen Euro.  Darüber hinaus sind die Genossenschaftsbanken langfristig engagiert: Mit einem Volumen von mehr als 265 Millionen Euro in Stiftungen fördern sie dauerhaft gesellschaftlich relevante Strukturen und Projekte. Die Ergebnisse sind Teil des nun veröffentlichten Engagementberichts der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Dieser kann unter hier abgerufen werden. Details, Best-Practice-Filme sowie vielfältige Einblicke in das gesellschaftliche Engagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken finden sich das ganze Jahr über auf dem bundesweiten Engagementportal

Zahl der gesprengten Geldautomaten sinkt

Um fast 70 Prozent ist die Zahl der geknackten Geldautomaten in den vergangenen zwei Jahren zurückgegangen. Das zeigt ein Blick in die aktuelle Statistik der R+V Versicherung. Passende Sicherheitskonzepte mit modernen Geldfärbesystemen, automatische Verneblungsanlagen und Pavillons aus Stahlbeton machen die Sprengungen für Bankräuber deutlich unattraktiver. „Die Kriminellen haben in den vergangenen Jahren immer wieder ihren Modus Operandi geändert“, berichtete Friedrich Schneider, Risikoberater bei der R+V Versicherung. „Für die Angriffe auf Geldautomaten haben die Bankräuber bis 2019 vor allem Gas genutzt. Danach ist die Zahl der Sprengungen mit festen Explosivstoffen sprunghaft gestiegen.“ Im Jahr 2023 hat die R+V dann den bisher höchsten Stand solcher Sprengungen verzeichnet. Die Angriffe mit Festsprengstoff haben nicht nur die Geldautomaten zerstört. Die Wucht einer solchen Explosion ist so massiv, dass ganze Gebäudeteile massiv beschädigt werden können. Schneider und sein Team erstellen Sicherheitskonzepte und beraten die Banken zum Schutz vor kriminellen Angriffen – von der Überprüfung von Alarmanlagen, Tresorräumen und Kundenschließfächern bis hin zur optimalen Sicherung von Geldautomaten. „Wir entwickeln unsere Sicherheitskonzepte ständig weiter – gemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken, die wie wir zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehören“, sagte Schneider. 2025 ist die Zahl der geknackten Geldautomaten im Vergleich zu 2023 um fast 70 Prozent zurückgegangen. „Dieser Erfolg ist nur durch intensive Präventionsanstrengungen der Banken möglich geworden“, sagte Schneider. Die überarbeiteten Sicherheitskonzepte sind inzwischen im gesamten Bundesgebiet annähernd flächendeckend umgesetzt. Schneider hebt dabei die Wirkung der Geldfärbesysteme hervor: „Die modernen Systeme werden durch die Sprengung ausgelöst. „Auch wenn wir jetzt eine sehr positive Bilanz ziehen können, dürfen wir uns in Sachen Prävention nicht zurücklehnen“, sagt der Risikoberater. 

Mezzanine-Kapital für Nachfolgelösung

Die Beteiligungsgesellschaft VR Equitypartner (VREP) unterstützt die Übernahme der Consilio GmbH, einer führenden mittelständischen SAP-Beratung, durch die BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft („BWK“) mit Mezzanine-Kapital. Seit der Gründung im Jahr 1997 in Aschheim bei München hat sich Consilio zu einem international tätigen SAP-Beratungshaus mit mehr als 200 Mitarbeitern entwickelt. Nun übergibt die Familie des Unternehmensgründers Jürgen Löhle eine Mehrheit der Unternehmensanteile an die BWK und regelt damit ihre Nachfolge. Unterstützt wird die Transaktion durch Mezzanine-Kapital der VREP. Consilio ist ein unabhängiges SAP-Beratungsunternehmen, das seine Kunden bei der Digitalisierung und Optimierung integrierter Geschäftsprozesse begleitet. Das Unternehmen unterstützt Industrieunternehmen insbesondere in den Bereichen Finance, Vertrieb, Produktion, Logistik und Lieferketten-Management sowie bei der Transformation zu SAP S/4HANA. Zu den Kunden zählen Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Chemie und Pharma sowie aus der Lebensmittelindustrie. Die BWK Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart beteiligt sich seit mehr als 30 Jahren an mittelständischen Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Als langfristig orientierter Investor unterstützt BWK Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, Wachstumschancen zu verwirklichen. Christian Futterlieb, Geschäftsführer bei VR Equitypartner, kommentiert die Transaktion: „Wir freuen uns, BWK bei der Übernahme mit Mezzanine-Kapital zu unterstützen. Der Einsatz von Mezzanine-Kapital im Rahmen der Akquisitionsfinanzierung zeigt, wie vielseitig die Einsatzmöglichkeiten für dieses Finanzierungsinstrument sind. Gerade in Verbindung mit einer bestehenden Bankfinanzierung kann es einen wirkungsvollen Beitrag zur Gestaltung von Nachfolgelösungen leisten.“

EMAS-Zertifizierung

DG Nexolution Procurement & Logistics, der E-Commerce- und Logistikexperte der DG Nexolution-Gruppe, ist nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert. Die Validierung des Umweltmanagementsystems unterstreicht den langfristigen und strukturierten Nachhaltigkeitsansatz des Unternehmens und bekräftigt das ökologische Engagement in den Bereichen Procurement, E-Commerce und Logistik.EMAS gilt als das weltweit anspruchsvollste Umweltmanagementsystem. Unternehmen mit EMAS-Zertifizierung übernehmen freiwillig Verantwortung für ein nachhaltiges Umweltmanagement, das über die Anforderungen internationaler Normen hinausgeht. Mit der Zertifizierung verpflichtet sich DG Nexolution Procurement & Logistics, Umweltleistungen fortlaufend zu verbessern und die erreichten Fortschritte nachvollziehbar zu dokumentieren. Für Kunden und Partner bedeutet die EMAS-Zertifizierung mehr Transparenz, nachvollziehbare Umweltstandards und die Sicherheit, mit einem ökologisch verantwortungsvoll aufgestellten Procurement- und Logistikpartner zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig unterstützt DG Nexolution Procurement & Logistics Unternehmen dabei, eigene Nachhaltigkeitsziele und regulatorische Anforderungen entlang der Lieferkette besser zu erfüllen. Über mehrere Monate hinweg wurden bestehende Prozesse analysiert, dokumentiert und optimiert sowie neue Umweltstandards und Maßnahmen in den Arbeitsalltag integriert. Die Überprüfung und Validierung des Umweltmanagementsystems erfolgte durch unabhängige Umweltgutachter des TÜV SÜD im Rahmen eines zweitägigen Audits. Dass der Nachhaltigkeitsansatz bereits konkrete Wirkung entfaltet, zeigen verschiedene umgesetzte Maßnahmen: Dazu zählen unter anderem der Bezug von 100 Prozent zertifiziertem Ökostrom sowie der bilanziell anteilige Ersatz des für die Wärmeversorgung eingesetzten Erdgases durch 65 Prozent Biomethan. 2026 ist zudem die vollständige Umstellung der Beleuchtung in der Logistik auf LED-Technologie erfolgt.

Risikobewusstsein bleibt hoch

Die Menschen wünschen sich mehr Schutz vor den Folgen von Extremwetter. Das zeigt eine repräsentative Studie der R+V Versicherung. Fünf Jahre nach der verheerenden Flut an der Ahr und in der Eifel wird aber auch deutlich: Die Bereitschaft, in Prävention zu investieren, nimmt ab. Das Risikobewusstsein der Bevölkerung ist enorm. 95 Prozent der Befragten geben an, dass Unwetterschäden jedes Haus in Deutschland treffen können. „Die Flutkatastrophe an der Ahr und in der Eifel liegt jetzt fünf Jahre zurück“, sagte Nils Reich, Komposit-Vorstand der R+V Versicherung. „Die Bilder von den enormen Wassermassen, von den vielen zerstörten Häusern und das Wissen um die 180 Toten und die vielen Verletzten sind in der kollektiven Erinnerung verankert.“ Ein weiteres Ergebnis der Studie: 44 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind bereit, selbst Geld für Unwetter-Schutzmaßnahmen auszugeben. Die Bereitschaft, eigene finanzielle Mittel zu investieren, ist damit groß – dennoch ist sie im Vergleich zu 2024 spürbar zurückgegangen: um 11 Prozentpunkte. Groß ist der Wunsch der Bevölkerung, dass Bund, Land und Kommunen eine aktivere Rolle bei der Prävention einnehmen. Fast 80 Prozent der Bevölkerung fordern, dass der Staat mehr in Hochwasserschutz investiert. „Natürlich kostet Hochwasserschutz Geld“, sagte der R+V Vorstand. „Der Aufbau zerstörter Infrastruktur nach einem Extremwetter kann für die öffentliche Hand aber deutlich teurer werden. Was mir aber noch wichtiger ist: Der Staat trägt Verantwortung für die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger.“ Die Studie zeigt auch, dass sich die Menschen einen klaren Rahmen für mehr Prävention wünschen: Annähernd zwei Drittel der Befragten plädieren für Vorgaben zum unwetterangepassten Bauen und Sanieren. Und 58 Prozent wollen einen konsequenten Baustopp in hochwassergefährdeten Gebieten. „Prävention ist von zentraler Bedeutung, um das Ausmaß der Schäden nach einem Unwetter möglichst gering zu halten“, erklärte R+V Vorstand Reich. „Die Ergebnisse dieser Studie sollten der Politik Mut machen, klare Entscheidungen für mehr Prävention im Hochwasserschutz zu treffen.“

Studie zur Investitionsbereitschaft im Mittelstand

Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand fällt auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1995. Nur noch 52 Prozent der Unternehmen planen, in den kommenden sechs Monaten zu investieren. Das zeigt die aktuelle Mittelstandsumfrage von DZ BANK und Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), für die mehr als 1.000 Unternehmen befragt wurden. Gleichzeitig erwarten nur 26 Prozent eine Verbesserung ihrer Geschäftslage, während 20 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen. Größtes Problem bleibt die Bürokratie: 74 Prozent der Unternehmen nennen sie als wesentlichen Belastungsfaktor. Gleichzeitig nehmen die Sorgen über steigende Energie-, Rohstoff- und Materialkosten zu. Auch Lieferengpässe beschäftigen den Mittelstand stärker: 31 Prozent der Unternehmen berichten von Problemen bei der Beschaffung, nach 18 Prozent im Herbst 2025. Der Kostendruck schlägt sich auch in den Preisen nieder: 43 Prozent der Mittelständler planen Preiserhöhungen, vor einem halben Jahr waren es noch 34 Prozent. Während die Inlandskonjunktur schwach bleibt, sind inzwischen 54 Prozent der befragten Unternehmen international aktiv. Dennoch bewerten 71 Prozent ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut. Zudem wollen 16 Prozent der Unternehmen Personal aufbauen, während elf Prozent Stellen abbauen möchten. Positiv entwickelte sich dagegen die Digitalisierung: Der Anteil der Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen, stieg von acht Prozent im Jahr 2018 auf 58 Prozent. „Das Allzeittief bei der Investitionsbereitschaft ist ein Warnsignal für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes“, sagte Stefan Beismann, Firmenkundenvorstand der DZ BANK. Viele Unternehmen müssten gleichzeitig mit schwacher Nachfrage, steigenden Kosten und geopolitischen Unsicherheiten umgehen. BVR-Präsidentin Marija Kolak verwies auf die verschlechterte Bilanzqualität vieler Betriebe: „Die Unternehmen zehren von ihren Reserven, leiden unter hohen Kosten und nehmen von Investitionen Abstand.“ Sie forderte zudem: „Insgesamt geht es jetzt darum, die politischen Beschlüsse nun zügig in ein konsistentes Reformpaket zu überführen, das tatsächlich mehr Spielraum für private Investitionen schafft.“ Weitere Infos und die gesamte Studie „Mittelstand im Mittelpunkt“ sind hier.

Wohneigentum bleibt vielerorts schwer erreichbar

Die Preise für selbstgenutzte Wohnimmobilien setzen ihren Aufwärtstrend fort. In seiner aktuellen Immobilienstudie rechnet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) für das Gesamtjahr 2026 mit einem moderaten Preisanstieg um rund drei Prozent. Zugleich bleibt der Wohnungsmarkt angespannt: Aufgrund rückläufiger Wohnungsfertigstellungen wird der Wohnraumbedarf in diesem Jahr voraussichtlich nur zu rund 58 Prozent gedeckt. Hinzu kommt, dass neuer Wohnraum nicht immer dort entsteht, wo er besonders dringend gebraucht wird. Während in Ballungszentren weiterhin zusätzliche Wohnungen fehlen, kämpfen ländliche und demografisch rückläufige Regionen teils mit Leerstand. „Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode bereits wichtige Schritte auf den Weg gebracht, um Bauen zu beschleunigen und zu vereinfachen“, sagte BVR-Präsidentin Marija Kolak. „Dazu zählen der Bau-Turbo, der Regierungsentwurf für ein Baugesetzbuch-Upgrade und die Bestrebungen für ein Gebäudetyp-E-Gesetz. Auch der 13-Punkte-Plan von Bundesbauministerin Verena Hubertz zur Senkung der Baukosten geht in die richtige Richtung. Entscheidend ist nun, dass diese Maßnahmen zügig umgesetzt werden und Investitionen in neuen Wohnraum erleichtern. Zugleich müssen die Kaufnebenkosten sinken, damit wieder mehr Familien mit mittlerem und niedrigem Einkommen Wohneigentum erwerben können“, sagte Kolak weiter. Auch die Finanzierungsseite müsse stärker in den Blick genommen werden, betonte Kolak: „Eine angemessene Regulierung ist wichtig. Sie darf die Finanzierung von Wohneigentum und Wohnungsbau aber nicht unnötig erschweren. Eine Überhitzung am Wohnimmobilienmarkt ist derzeit nicht erkennbar. Die Banken sind gut kapitalisiert, die Kreditstandards hoch und Risiken werden bereits wirksam gesteuert. Deshalb sollten zusätzliche makroprudenzielle Belastungen vermieden und bestehende Spielräume zur Entlastung genutzt werden. Mehr Finanzierungsspielraum bei den Banken erhöht die Möglichkeit, Kredite dort bereitzustellen, wo sie dringend gebraucht werden – ohne die Stabilität des Bankensektors zu gefährden.“ Der BVR-Studie zufolge haben sich die Immobilienpreise in vielen Regionen Deutschlands stärker erhöht als die verfügbaren Einkommen. Bundesweit sind die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum seit 2018 um rund sieben Prozent stärker gestiegen als die Einkommen. Besonders ungünstig fällt die Entwicklung unter anderem im Süden Deutschlands, im Berliner Umland sowie in Teilen Nord- und Westdeutschlands aus. Mehr Informationen zur Studie gibt es hier

„Wir für morgen“ fördert gemeinnützige Projekte

Die Charity-Initiative „Wir für morgen“ sucht wieder innovative und nachhaltige Projekte aus den Bereichen Soziales, Bildung und Umwelt. Gemeinnützige Vereine, Organisationen und Stiftungen können sich bis zum 17. August 2026 online bewerben. Insgesamt werden Förderpreise in Höhe von rund 430.000 Euro vergeben. Neu ist in diesem Jahr ein Sonderpreis zur Jugendförderung: Schulen können sich gemeinsam mit ihrem Förderverein mit einer Projektidee um den Sonderpreis „Startkapital“ bewerben. Die Bewerbung erfolgt hier mit einem kurzen 60-Sekunden-Video.

Gewinn von 11,6 Milliarden Euro

Die Genossenschaftliche Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken hat im Geschäftsjahr 2025 trotz anhaltender wirtschaftlicher Schwäche einen konsolidierten Gewinn vor Steuern von 11,6 Milliarden Euro erzielt. „Die Genossenschaftliche Finanzgruppe zeigt sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wettbewerbsfähig und stabil“, sagte BVR-Präsidentin Marija Kolak. Zugleich verwies sie auf einen steigenden Wettbewerbsdruck sowie herausfordernde Rahmenbedingungen für Unternehmen und Verbraucher. Der Zinsüberschuss stieg leicht auf 24,5 Milliarden Euro, der Provisionsüberschuss auf 9,9 Milliarden Euro. Deutlich zulegen konnte auch das Versicherungsgeschäft, dessen Ergebnis um 56 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro wuchs. Nach Steuern belief sich der Jahresüberschuss auf 7,4 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 1,68 Billionen Euro, das bilanzielle Eigenkapital auf 158,5 Milliarden Euro. Mit einer Gesamtkapitalquote von 17,2 Prozent sieht sich die Finanzgruppe solide für künftige Herausforderungen aufgestellt. Kolak betonte, die Institute blieben ein verlässlicher Partner für Privatkundinnen und Privatkunden sowie Unternehmen in den Regionen und könnten auf einer starken Kapitalbasis weiter zur Finanzierung von Investitionen beitragen.

Sparen für den Nachwuchs

70 Prozent der Eltern in Deutschland sparen regelmäßig für ihre Kinder. Das wichtigste Sparziel ist dabei der Führerschein (45 Prozent), gefolgt von Ausbildung oder Studium (43 Prozent). Mehr als die Hälfte der Eltern nutzt dafür Investmentfonds. Gleichzeitig schätzt nur knapp ein Drittel das eigene Finanzwissen als gut oder sehr gut ein. „Die Ergebnisse zeigen: Der Sparwille bei Eltern ist groß, die Herausforderungen in der Vermittlung von Finanzwissen bleiben jedoch“, sagte Kerstin Knoefel, Leiterin Privatkunden bei Union Investment. Mit Blick auf die geplante Frühstart-Rente ergänzte sie: „Das derzeit geplante Konzept könnte Familien einen einfachen und staatlich geförderten Weg zum langfristigen Vermögensaufbau eröffnen und Kinder frühzeitig für finanzielle Themen sensibilisieren.“ Mehr Informationen zu den Ergebnissen der Studie gibt es hier.

Gemeinsam stark

Die Inklusionsgruppe Volleyball des TV Dingolfing hat bei den Nationalen Spielen von Special Olympics Germany im Saarland im Beachvolleyball die Goldmedaille gewonnen. Unter rund 4.000 Athletinnen und Athleten hat sich das Team im Finale gegen Alexianer Münster durchgesetzt. Zu diesem Erfolg gratulierten Michael Buchschmid, Kunden- und Bezirksdirektor bei der R+V, und Josef Wenninger, Vorstand der VR-Bank Ostbayern Mitte.Aus einem Förderbetrag – hier flossen Spenden der Bank und der R+V ein –wurde eine Woche voller Erlebnisse: Eröffnungsfeier im Ludwigsparkstadion, Spiele am Bostalsee, Beachparty und wertvolle Tipps von Olympiateilnehmerin und mehrfacher Deutscher Meisterin im Beachvolleyball, Karla Borger.

Vertrieb Privatkunden neu aufgestellt

Union Investment hat seine Vertriebsorganisation im Privatkundensegment im vergangenen Jahr neu ausgerichtet. Hintergrund sind strukturelle Entwicklungen im Markt: Die fortschreitende Konsolidierung im Bankensektor führt zu größeren und komplexeren Einheiten, gleichzeitig stehen in vielen Primärbanken weniger Beraterkapazitäten zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wurde die Organisation im Vertrieb gezielt weiterentwickelt, um die Partnerbanken auch zukünftig passgenau zu unterstützen und vorhandene Ressourcen in den Banken gemeinschaftlich effizient zu nutzen. Die vorherige Organisation mit fünf regional ausgerichteten Landesdirektionen wurde in eine stärker an den Bankengrößen orientierte Struktur überführt. Regionale Zuordnungen bleiben dabei auf operativer Ebene weiterhin berücksichtigt. Aus bisher bundesweit fünf Landesdirektoren wurden eine Direktorin sowie drei Direktoren Vertrieb plus eine Vertriebsinnendienst-Einheit „B2B Sales Solutions“ für übergreifende Vertriebsleistungen und -prozesse (wird in Kürze neu besetzt). Die operative Betreuung der Partnerbanken erfolgt weiterhin durch Teams aus Außendienstkolleginnen und -kollegen von Union Investment. „Damit sind wir nun konsequent entlang der Anforderungen der Banken organisiert und nicht mehr primär geografisch. Das schafft Mehrwert für Institute vergleichbarer Größe und erhöht gleichzeitig die Effizienz unserer internen Prozesse“, erklärte Frank Rothfuß, Direktor Vertrieb Bestandsklasse 2 Süd. „Die Institute profitieren vor allem von einer höheren Umsetzungsstärke. Wir können Unterstützung gezielter bündeln und bei Bedarf zusätzliche Expertise einbinden. Gleichzeitig bleiben die Ansprechpartner vor Ort erhalten – ein wichtiger Faktor für gewachsene Partnerschaften“, ergänzte er. In Bayern gibt es die folgenden Verantwortlichkeiten: Für die Bestandsklasse 1 liegt die Gruppenleitung bei Helmut Batz (Gebiet Süd-Ost), für die Bestandsklasse 2 bei Monika Kaletta (Gebiet Süd-Mitte) beziehungsweise Martin Bachhuber (Süd-Ost) und für die Bestandsklasse 3 bei Marco Wölfl. 

Meldung im „Genogramm“ veröffentlichen

Ihr Unternehmen aus dem genossenschaftlichen Verbund hat seine Geschäftszahlen veröffentlicht, für einen guten Zweck gespendet, eine Studie erstellt oder ein Gremienmitglied verabschiedet? „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ berichtet gerne. Sie können die Texte und Bilder per E-Mail an die Redaktion schicken: redaktion(at)profil.bayern.

Artikel lesen
Genogramm