Solide: Wie bewertet die Bankenprüfung des GVB das Geschäftsjahr 2025 der VR-Banken in Bayern? „Profil“ hat dazu mit den beiden Bereichsleitern gesprochen.
Es wird derzeit viel über die wirtschaftliche Lage geklagt: zu viel Regulierung, zu wenig Fachkräfte, wachsende Unsicherheit, schwache Wachstumsimpulse. Diese Diagnose trifft zu. Entscheidend ist aber die Anschlussfrage: Wer kann unter diesen Bedingungen bestehen?
Unsere Antwort ist klar: Genossenschaften.
Denn während vielerorts kurzfristige Effekte dominieren, folgt das genossenschaftliche Modell einer anderen Logik. Es setzt auf Stabilität, auf Nähe zum Markt und auf langfristige Verantwortung. Was lange als behäbig galt, erweist sich heute als Stärke. Unsicherheit trifft hier nicht auf strukturelle Schwäche, sondern auf ein belastbares System.
Wer resilient sein will, braucht mehr als Geschwindigkeit – er braucht ein tragfähiges Fundament. Wer Transformation gestalten will, braucht Vertrauen. Und wer dauerhaft erfolgreich sein will, muss wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit einem klaren Wertefundament verbinden. Genau das leisten Genossenschaften.
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Genossenschaften machen's besser. Für Dich, für uns, für morgen: Zum Internationalen Jahr der Genossenschaften 2025 hat der GVB die Stärke der bayerischen Genossenschaften in einem Video herausgestellt.
Gerade in Bayern zeigt sich diese Stärke. Der genossenschaftliche Mittelstand ist kein Randphänomen, sondern ein zentraler Pfeiler unserer Wirtschaft. Er steht für regionale Wertschöpfung, Stabilität und verantwortungsvolles Unternehmertum. Kurz: Genossenschaften sind nicht nur tragfähig – sie sind zukunftsfähig.
„Wenn der Anpassungsdruck für unsere Mitglieder steigt, muss auch unser Beitrag wachsen.“
Daraus ergibt sich unser Anspruch als Verband. Wir verwalten nicht den Status quo, sondern entwickeln unsere Rolle weiter. Wenn der Anpassungsdruck für unsere Mitglieder steigt, muss auch unser Beitrag wachsen. Deshalb haben wir gemeinsam mit Mitarbeitenden und Führungskräften die Verbandsstrategie „GVBetter 2030“ entwickelt.
Mit ihr haben wir unseren Kurs für die nächsten Jahre formuliert. Unser Anspruch: Wir verstehen uns als aktiver Mitgestalter der Transformation unserer Mitglieder.
Unser Ziel ist klar: Wir machen Genossenschaften stark, sichtbar und zukunftsfähig.
Dieses Selbstverständnis prägt unser Handeln. Prüfung, Beratung, Bildung und Interessenvertretung bleiben unser Fundament. Entscheidend ist jedoch, wie wir diese Leistungen weiterentwickeln: als Stabilisator in unsicheren Zeiten, als Problemlöser in konkreten Situationen und als Partner in der Transformation.
Das zeigt sich konkret: Wir haben unsere Beratung deutlich ausgebaut, unser Angebot konsequent auf Transformationsfragen ausgerichtet und die Qualifizierung massiv gestärkt. Noch nie wurden so viele Bildungsangebote nachgefragt – ein klares Signal für die wachsende Komplexität und den Bedarf an konkreter Unterstützung.
GVB-Präsident Stefan Müller (re.) und GVB-Vorstandsmitglied Alexander Leißl. Foto: GVB/Hendrik Steffens
Der Vorstand des GVB
Stefan Müller ist seit August 2024 Verbandspräsident und Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes Bayern (GVB). Der Dipl. Bankbetriebswirt war zunächst mehrere Jahre in der Finanzwirtschaft tätig, mit Stationen bei einer Großbank und einer bayerischen Genossenschaftsbank. 2002 wechselte er in die Politik und gehörte bis 2024 dem Deutschen Bundestag an. Dort war er einige Jahre Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU im Bundestag und von Dezember 2013 bis Oktober 2017 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung mit den Schwerpunkten Innovation und Forschungsstrategie.
Zum LinkedIn-Profil von Stefan Müller.
Dr. Alexander Leißl, WP, ist Mitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB). Er trat nach dem Studium zum Diplom-Kaufmann im Jahr 2008 als Prüfungsassistent in den GVB ein. Als praxiserfahrener Wirtschaftsprüfer wurde er 2018 mit der Leitung des Bereichs Prüfung Banken betraut. Seit Oktober 2023 gehört er dem GVB-Vorstand an.
Wir entwickeln uns damit vom klassischen Leistungsanbieter zum integrierten Partner unserer Mitglieder – mit dem Anspruch, nicht nur zu reagieren, sondern aktiv zu gestalten.
- Stark sein heißt für uns: Verlässlichkeit sichern – insbesondere durch die genossenschaftliche Prüfung als Stabilitätsanker.
- Sichtbar sein heißt: Interessen konsequent vertreten.
Das haben wir 2025 in zentralen Fragen getan, von Energiepolitik über Förderbedingungen bis hin zur Daseinsvorsorge. Wir haben Position bezogen und diese aktiv in Politik und Öffentlichkeit eingebracht.
Dazu gehört auch eine stärkere Kommunikation. Wir haben unsere Sichtbarkeit gezielt erhöht, mit neuen Formaten wie dem Vorstandsnewsletter, einer stärkeren Präsenz im politischen Raum, intensiveren Medienkontakten und einer deutlich ausgebauten Social-Media-Reichweite.
Mit mehr als 30 Corporate Influencern, rund 1,5 Millionen Impressionen und wachsender medialer Resonanz ist es uns gelungen, genossenschaftliche Themen breiter zu platzieren – auch international, etwa im Austausch mit Delegationen aus drei Kontinenten.
Besondere Akzente haben wir zudem im Internationalen Jahr der Genossenschaften gesetzt – mit gemeinsamen Aktionen, neuen Inhalten für unsere Mitglieder und Formaten, die das genossenschaftliche Modell stärker in die Öffentlichkeit getragen haben.
„Zukunftsfähig sein heißt: liefern.“
Zukunftsfähig sein heißt: liefern. Unsere Unterstützung reicht heute von Investitions- und Förderprojekten über strukturelle Veränderungen wie Fusionen bis hin zu neuen Themen wie Energieeffizienz, Klimabilanzen und Krisenvorsorge. Gleichzeitig haben wir unsere Mitgliederkommunikation weiter digitalisiert und systematisch ausgebaut.
„Wir richten unser Handeln konsequent am Nutzen für unsere Mitglieder aus.“
Wir richten unser Handeln konsequent am Nutzen für unsere Mitglieder aus. Wir priorisieren klarer, entscheiden schneller und arbeiten vernetzter. Das ist Voraussetzung, um in einem dynamischen Umfeld handlungsfähig zu bleiben.
„GVBetter 2030“ ist kein Papier, sondern ein Arbeitsprogramm. Ob wir erfolgreich sind, zeigt sich im Alltag, in Projekten, in Entscheidungen und im direkten Austausch mit unseren Mitgliedern.
Unser Anspruch bleibt klar: erster Ansprechpartner für Genossenschaften in Bayern, verlässlich in der Prüfung, wirksam in der Interessenvertretung und konkret unterstützend in Beratung und Bildung.
Dafür entwickeln wir auch unsere eigenen Strukturen weiter: durch Digitalisierung, klarere Prozesse und eine stärkere Vernetzung im genossenschaftlichen Ökosystem.
„Die Herausforderungen werden nicht kleiner. Aber die Stärken des genossenschaftlichen Modells werden sichtbar.“
Die Herausforderungen werden nicht kleiner. Aber die Stärken des genossenschaftlichen Modells werden sichtbar. Jetzt kommt es darauf an, sie konsequent zu nutzen.
Unser Ziel ist eindeutig: Wir machen unsere Genossenschaften stark, sichtbar und bereit für die Zukunft.