Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie unsere Seiten nutzen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Weitere Informationen

    Anzeige

Anzeige

Reutberg: Klosterbier mit Blick ins Oberland

Selbst Filmstars kennen das Bier der Klosterbrauerei Reutberg, wie das Titelbild dieses Beitrags zeigt: Zumindest  Bud  Spencer, der 1988  für Dreharbeiten zum Film „Jack Clemente – ein Mann für alle Fälle“ in die Gegend kam. Der ehemalige Vorstandschef der Brauereigenossenschaft, Hans Kappelsberger, reichte ihm damals eine Maß. Die habe dem Schauspieler richtig gut geschmeckt, gab Kappelsberger zu Protokoll. Besonders süffig ist das Reutberger Bier auf dem alljährlichen Josefifest im März. Wer es zu dieser Zeit nicht schafft, kann ganzjährig im Klosterbräustüberl die Produkte der Brauerei testen. Auf der Karte stehen nicht nur Helles, Export oder das Weißbier, sondern ebenso saisonale Biere wie eben der Josefibock. Im Preis inbegriffen: Vom Biergarten haben die Gäste einen schönen Blick ins Oberland.

Dreisessel: Bergbier im Bayerischen Wald

Wer in Niederbayern, der Oberpfalz oder Oberbayern wohnt, der braucht nicht aus dem Haus zu gehen, um an das Bier der Brauerei Hutthurm zu kommen. Die Regionalbrauerei, die der Raiffeisenbank i. Lkrs. Passau- Nord gehört, betreibt ein Direktvertriebsnetz mit zwölf Depots und beliefert große Teile der drei Regierungsbezirke. Das Geschäftsgebiet reicht im Norden bis nach Amberg und im Süden bis nach Berchtesgaden. In Oberösterreich gibt es zudem ein Depot in der Nähe von Linz. Doch das Hutthurmer Bier lässt sich auch in zahlreichen Gaststätten genießen. Vertriebsleiter Jochen Haas empfiehlt den Berggasthof auf dem Dreisessel (1.312 Meter), einem markanten Gipfel im Bayerischen Wald. Neben Bier werden dort gutbürgerliche Schmankerl, Eis und Kuchen serviert. Zur Wirtschaft gelangen durstige Besucher entweder nach einer Wanderung – oder sie fahren mit dem Auto auf einem wenige hundert Meter entfernten Parkplatz vor.

Kulmbach: Genossenschaftsbier im Schatten der Plassenburg

Mächtig erhebt sich die Plassenburg über Kulmbach. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt. Wer nach dem Besuch der trutzigen Festung aus der Renaissance-Zeit Erholung und ein gutes Bier sucht, der wird am Fuße des  Burgbergs fündig. Etwas abseits der Altstadt, aber dafür  umso idyllischer liegt die Kulmbacher Kommunbräu eG am Mühlbach, einem Seitenarm des Weißen Mains. Bis Anfang der 1970er Jahre klapperten in der früheren Limmermühle die Mahlwerke, heute heizt Braumeister Alexander Matthes mehrmals in der Woche vor den Augen der Gäste den Sudkessel an. Zu trinken gibt es Helles und ein süffiges Bernstein. Jeden ersten Mittwoch im Monat wird ein spezielles Monatsbier angezapft. Im Juni gibt’s ein kaltgehopftes Pils. Der Biergarten ist klein, aber fein, und bietet an heißen Sommertagen immer ein schattiges Plätzchen unter Kastanien. Zum Bier serviert die Wirtsfamilie Stübinger Deftiges und Spezialitäten, etwa die Kulmbacher Gemüsezwiebel mit Bernsteinbiersoß’ (10,90 Euro) oder ein Paar „Blaug’sudna“, auf Hochdeutsch Bratwürste im süßsauren Zwiebelsud (4,90 Euro). Bier und Wirtshaus haben auch die Tester der Zeitschrift „Feinschmecker“ überzeugt: Sie wählten die Kommunbräu 2015 zu den 40 besten Bierlokalen Deutschlands.

Forsting: Fleisch vom Ochsen, Bier von der eG

Wer aus Wasserburg am Inn Richtung München auf der B304 unterwegs ist, kommt durch Forsting, dem Sitz der Privat-Brauerei Gut Forsting eG. Zu trinken gibt es deren Bier direkt nebenan im Brauereigasthof. Die Wirte setzen auf bayerische Gastlichkeit und bodenständige Küche. So gibt es zum Beispiel an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat Ochsenfleischessen für 11,90 Euro pro Person. Als Beilage stehen Dampf- oder Bratkartoffeln, Blaukraut und frischer Salat auf der Karte. Und dazu passt natürlich das Genossenschaftsbier, wie auch ein Nutzer auf dem Online-Bewertungsportal Tripadvisor schreibt: „[…] das Bier aus der angrenzenden Brauerei trinkt sich außen wie innen hervorragend.“ Wer es nicht nach Forsting schafft: Die Brauerei bietet einen Lieferdienst im Umkreis von 50 Kilometern an. Außerdem wird das Bier bei zahlreichen Getränkemärkten der Region angeboten.

Taufkirchen an der Vils: Im Garten oder im Stüberl

Seit über 30 Jahren gibt es neben der Brauereigenossenschaft in Taufkirchen an der Vils (nicht zu verwechseln mit Taufkirchen bei München) diesen gemütlichen Biergarten. Die Wirtsleute schenken natürlich das Genossenschaftsbier aus: Weißbier und Helles gibt es vom Fass, andere Sorten wie das Dunkle aus der Flasche. Zum Essen kommen typisch bayerische Spezialitäten wie Schweinebraten, Rahmschwammerl oder Obazda auf den Tisch. Wer Taufkirchen außerhalb der warmen Jahreszeit besucht, muss auf das Bier nicht verzichten: Dann öffnet das Bräustüberl in den historischen Gemäuern der Brauerei.

  • Biergarten und Bräustüberl Taufkirchen, Bräuhausstraße 3, 84416 Taufkirchen (Vils)
  • Details zum Biergarten und zum Bräustüberl.

Rötz: Eine Oberpfälzer Gemeinde steht auf Genossenschaftsbier

1812 schlossen sich die Wirte in Rötz – rund 20 Kilometer nördlich von Cham gelegen – zusammen, um das örtliche Schloss zu kaufen und dort Bier zu brauen. Auch heute betreiben die Mitglieder der Genossenschaftsbrauerei vor allem, aber nicht mehr ausschließlich, die Gasthäuser. Der Vorstandsvorsitzende Georg Vogl möchte deshalb keines gesondert hervorheben. Gleichzeitig macht er auf Anfrage von „Profil“ aber deutlich: In den Lokalen in Rötz steht das genossenschaftliche Bier überall auf der Karte. Leicht haben es auch die Bewohner im Umkreis von 25 Kilometern, da die Brauerei nach Hause liefert. Für Durchreisende hat Vogl ebenfalls einen Tipp: Die lokalen Supermärkte und Getränkeläden. Beispielsweise führt der Rewe in Cham das Bier der Brauereigenossen im Sortiment.

Artikel lesen
Topthema