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Bayerns Volks- und Raiffeisenbanken blicken auf solides erstes Quartal zurück

Trotz vieler Unsicherheiten, gestiegener Zinsen und nach wie vor hoher Inflation können die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken auf ein solides erstes Quartal 2023 zurückblicken. „Dank ihres kundenorientierten und regionalen Geschäftsmodells und ihrer tiefen Verwurzelung vor Ort bewähren sich die bayerischen Kreditgenossenschaften als stabil und ernten damit das Vertrauen der Kundinnen und Kunden“, kommentierte Gregor Scheller, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), die Zahlen in einer Pressemitteilung. In den USA seien Banken in Schieflage geraten. Die Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern zeigten sich dagegen in solider Verfassung. „Auch die Kundinnen und Kunden sind cool geblieben und haben den Volks- und Raiffeisenbanken die Treue gehalten“, sagte Scheller.

Das Bestandsvolumen der ausgereichten Kredite nahm im ersten Quartal 2023 um etwa eine Milliarde Euro zu, wobei die Nachfrage von Firmenkunden besonders rege ausfiel. Die Unternehmen brauchten Liquidität für Investitionen. „Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken bleiben verlässliche Kreditgeber für die mittelständische Wirtschaft“, sagte Scheller.

Positiver hat sich auch das zuletzt rückläufige Neugeschäft mit Wohnungsbaukrediten gezeigt. Nach einigen Monaten des Rückgangs lag es im März wieder auf dem Niveau des Jahres 2019. Insgesamt vergaben die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken seit Beginn des Jahres neue Wohnungsbaukredite in Höhe von rund 2,8 Milliarden Euro. „Das Neugeschäft mit Wohnungsbaukrediten pendelt sich damit nach drei außergewöhnlichen Wachstumsjahren wieder auf einem normalen Durchschnittsniveau der Jahre vor 2020 ein. Der Abwärtstrend ist trotz höherer Zinsen vorerst gestoppt“, resümierte Scheller. „Damit können die Banken mit positivem Blick dem weiteren Jahresverlauf entgegensehen“, sagte Scheller.

Die Einlagen von Kundinnen und Kunden blieben weitgehend stabil. Während in den USA Bankkundinnen und -kunden Einlagen in erheblichem Umfang von Regionalbanken abgezogen haben, zeigten sich die Einlagen bei den bayerischen Kreditgenossenschaften bis März stabil. Es gab im ersten Quartal nur geringe Netto-Abflüsse im saisonal üblichen Rahmen. „Die Kundinnen und Kunden vertrauen den bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken weiterhin“, sagte Scheller. Und das zu Recht: „Die meisten Volks- und Raiffeisenbanken bestehen schon seit über 150 Jahren und noch nie gab es einen Insolvenzfall“, ergänzte er.

Zu beobachten ist aktuell eine vermehrte Umschichtung von Sicht- in Termineinlagen. „Die Kundinnen und Kunden wollen sich gestiegene Einlagenzinsen sichern“, erklärte Scheller diesen Trend. Deutlich zugelegt hat seit Jahresanfang auch die Anzahl der Wertpapierdepots. „Wertpapiere bleiben eine lohnende Anlage, wie der Anstieg des deutschen Aktienindex um knapp 15 Prozent seit Jahresanfang zeigt“, sagte Scheller.

Breite Medienresonanz auf Bilanz der bayerischen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften 2022

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat die Pressemitteilung des GVB zur Jahresbilanz 2022 der genossenschaftlichen Waren- und Dienstleistungsunternehmen in Bayern aufgegriffen und ihren Fokus auf die Milchgenossenschaften gelegt (zur Jahresbilanz siehe auch den „Profil“-Artikel in dieser Ausgabe). Der GVB rechne mit weiter sinkenden Erzeugerpreisen für Milch und erwarte deshalb schwere Zeiten für Milchbauern. Auch bedeuteten die steigenden Anforderungen an tiergerechte Kuhställe eine zusätzliche Belastung. GVB-Präsident Gregor Scheller plädiere deshalb für staatliche Hilfen bei der Finanzierung neuer Ställe: „Ansonsten drohen ein Kahlschlag in der heimischen Milcherzeugung und neue Abhängigkeiten von Lieferanten aus dem Ausland“, wird Scheller in der Agentur-Meldung zitiert.

Die Umsätze der genossenschaftlichen Waren- und Dienstleistungsunternehmen in Bayern seien 2022 in Summe um 15,5 Prozent auf 16 Milliarden Euro gestiegen, zum Teil inflationsbedingt. Die Genossenschaftsbewegung habe ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert, zeige aber keine Anzeichen von Altersschwäche, berichtet die „dpa“ weiter. Die Meldung erschien so oder so ähnlich in folgenden Medien: „Bayerische Rundschau“, „Coburger Tageblatt“, „Der Neue Tag“, „Donaukurier“, „Fränkischer Tag“, „Mittelbayerische Zeitung“, „Saale Zeitung“, „Schwäbische Zeitung“, „Straubinger Tagblatt“ sowie „Traunsteiner Tagblatt“. Die Agentur-Meldung auf zeit.de lesen.

Eigene redaktionelle Meldungen waren in der „Bild“ (Ausgabe München) sowie im „Münchner Merkur“ und in der „Passauer Neuen Presse“ (PNP) zu lesen, ebenfalls mit dem Fokus auf Milchgenossenschaften. Die „PNP“ greift Schellers Forderung nach staatlicher Hilfe bei der Finanzierung tiergerechter Kuhställe auf. Hintergrund sei das erwartete Verbot der Anbindehaltung, bei der die Kühe das ganze Jahr im Stall stehen.

Einen Blick auf die Entwicklung der bayerischen Energiegenossenschaften wirft der „Neu-Altöttinger Anzeiger“ in seinem Artikel: Von den 34 neuen Genossenschaften im GVB kämen rund die Hälfte (16) aus dem Energiebereich. „Im Energiebereich spielt die Musik“, wird Präsident Gregor Scheller dazu zitiert. Allein zwölf davon seien Nahwärmegenossenschaften, bei den vier weiteren handle es sich um Genossenschaften, die in Photovoltaikanlagen investieren wollen. Insgesamt gehörten damit 289 Energiegenossenschaften dem GVB an.

Nein zu gesetzlichen Vorgaben zum Schutz von Geldautomaten: Agentur greift GVB-Mitteilung auf

„Kreditinstitute lehnen Regeln zum Schutz von Geldautomaten ab“, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in einer Agenturmeldung. Anlass der Berichterstattung war eine gemeinsam veröffentlichte Pressemitteilung des Genossenschaftsverbands Bayern und des Sparkassenverbands Bayern, in der es um den Schutz vor Geldautomatensprengungen ging.

Wie die „dpa“ schreibt, halten die beiden Verbände nichts von Gesetzen, die den Banken vorschreiben, wie sie ihre Geldautomaten zu sichern haben. „Die Institute ergreifen selbst Maßnahmen zum besseren Schutz, dazu sind keine gesetzlichen Vorgaben erforderlich“, wird GVB-Präsident Gregor Scheller zitiert. Laut Ulrich Reuter, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, sind Schutz vor und Aufklärung von Verbrechen Aufgabe des Staates, das lasse sich nicht an die geschädigten Banken delegieren. Generell lobten die beiden Verbandspräsidenten die gute Zusammenarbeit mit der Polizei. Die „dpa“-Meldung ist so oder so ähnlich erschienen in „Allgäuer Zeitung“, „Augsburger Allgemeine“, „Donaukurier“, „Frankenpost“, „Freies Wort“, „Landshuter Zeitung“, „Mittelbayerische Zeitung“, „Neue Presse Coburg“, „Nordbayerischer Kurier“, „Schwäbische Zeitung“, „Straubinger Tagblatt“ und „Südthüringer Zeitung“. Die Meldung in der „Allgäuer Zeitung“ lesen.

Neuer „Themenspiegel“: Ein Jahr der gemeisterten Herausforderungen

2022 war ein bewegtes Jahr, auch für die bayerischen Genossenschaften. Wie haben sie sich in diesem schwierigen Jahr geschlagen? Antworten gibt es im GVB-Videomagazin „Themenspiegel“. Außerdem geht es in der Sendung um die Alte Schule Bühl – eine Allgäuer Genossenschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein denkmalgeschütztes Gebäude zu sanieren. Mit einem vielfältigen Nutzungskonzept will die Genossenschaft das 150 Jahre alte Schulhaus wieder zum Leben erwecken.

Gerald Schneider ist Pressesprecher des Genossenschaftsverbands Bayern.

Florian Christner ist Leitender Redakteur von „Profi – das bayerische Genossenschaftsblatt“.

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