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Das Beratungsangebot von GVB und KC Risk AG auf einen Blick

Der gemeinsame Steuerungscheck von GVB und KC Risk AG richtet sich an die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken. Er baut auf dem CAMELS-Reporting des GVB auf und übersetzt Analyseergebnisse gezielt in wirksame Steuerung. Im Mittelpunkt stehen die Priorisierung wesentlicher Handlungsfelder, die strukturierte Abwägung von Zielkonflikten zwischen Kapital, Risiko, Ertrag und Liquidität sowie die Ableitung konkreter, umsetzbarer Maßnahmen. Das Ergebnis ist eine klare, bankindividuelle Maßnahmenagenda, die Entscheidungsfähigkeit schafft – bei minimalem Einsatz interner Kapazitäten und überschaubarem finanziellen Aufwand. Folgende Punkte sind dabei besonders relevant:

  • der Fokus liegt auf den individuell relevanten Steuerungsthemen;
  • aus dem GVB-CAMELS-Reporting werden klare Maßnahmen abgeleitet;
  • der Zeit- und Ressourceneinsatz bei den Banken ist gering.

Die Rahmenbedingungen für Genossenschaftsbanken haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verschärft. Geopolitische Spannungen, anhaltend volatile Kapitalmärkte, ein strukturell verändertes Zinsumfeld sowie tiefgreifende Veränderungen im Kundenverhalten stellen die Institute vor neue Herausforderungen. Hinzu kommen demografische Effekte, die sich im Nachfrageverhalten der Kunden schleichend niederschlagen und gleichzeitig bei Mitarbeiterkapazitäten schon heute für Engpässe sorgen.


Zusätzlich wächst die regulatorische Komplexität kontinuierlich. Anforderungen an Risikotragfähigkeit, Kapitalausstattung, Liquidität und Gesamtbanksteuerung werden nicht nur umfangreicher, sondern auch dynamischer. Entscheidungen müssen heute in kürzeren Zyklen getroffen werden – unter anspruchsvolleren Rahmenbedingungen.

Unsicherheit ist damit kein Ausnahmezustand mehr, sondern „neue Normalität“ – und diese wird voraussichtlich auf absehbare Zeit bleiben. Vorstände und Steuerungsverantwortliche bei den Volks- und Raiffeisenbanken stehen insofern zunehmend vor der Aufgabe, Zielkonflikte zwischen Stabilität, Rentabilität und Wachstum aktiv auszubalancieren – und gleichzeitig die Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Institute voranzutreiben.

Die naheliegende Reaktion vieler Häuser ist der weitere Ausbau des Berichtswesens mit umfangreichen Analysen. Diese sind zweifelsohne unverzichtbar, um Risiken, Trends und Abweichungen frühzeitig zu identifizieren und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. In der Praxis zeigt sich jedoch immer häufiger: Mehr Informationen führen nicht automatisch zu besseren Entscheidungen. Vielmehr wächst die Gefahr, dass wesentliche Handlungsfelder im Detail verloren gehen. Zusätzlich steigt die Tendenz, auf die Vielzahl der Herausforderungen mit kurzfristig angelegten Einzelmaßnahmen statt nachhaltig geplanten Initiativen zu reagieren.

Indikatoren schaffen Transparenz und ermöglichen eine Bankanalyse im Status quo. Eine Steuerungswirkung ergibt sich jedoch erst, wenn aus den gewonnenen Erkenntnissen klare Prioritäten, belastbare Entscheidungen und umsetzbare Maßnahmen abgeleitet werden.

CAMELS: Ganzheitliche Standortbestimmung mit zielgerichteter Benchmark-Logik

Mit dem neuen CAMELS-Reporting des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) erhalten die GVB-Mitgliedsbanken ein leistungsfähiges Instrument zur strukturierten Standortbestimmung. Auf Basis valider Daten und eines breiten Benchmark- und Zeitreihen-Vergleichs werden die sechs zentralen Steuerungsdimensionen systematisch analysiert:

  • Capital Adequacy: Angemessene, nachhaltige und strategiekonforme Kapitalausstattung:
  • Asset Quality: Struktur, Qualität und Risikoprofil der Vermögenswerte;
  • Management: Leistungsfähigkeit der Steuerungs-, Entscheidungs- und Kontrollprozesse;
  • Earnings and Profitability: Stabilität, Volatilität und Zukunftsfähigkeit der Ertragskraft;
  • Liquidity Adequacy: Liquiditätsausstattung, Refinanzierungsstruktur und Fristensteuerung;
  • Sensitivity to Market Risk: Sensitivität gegenüber Markt-, Zins- und Spreadrisiken.

Das GVB-CAMELS-Reporting liefert eine quantitative, vergleichbare, zielgerichtete und objektive Sicht auf die Positionierung des einzelnen Instituts. Stärken und Schwächen werden transparent, Handlungsbedarfe sichtbar, Entwicklungen und Trends frühzeitig erkennbar. Damit leistet das Reporting einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der GVB-Mitgliedsbanken.

Gleichzeitig gilt: Ein Reporting allein steuert keine Bank. Die Ergebnisse müssen eingeordnet, priorisiert und in den Kontext der individuellen Geschäftsstrategie gestellt werden. Zentrale Fragen sind dabei:

  • Welche Themen erfordern kurzfristiges Handeln, welche können strategisch beobachtet werden?
  • Welche Maßnahmen entfalten spürbare Wirkung auf Kapital, Risiko, Ertrag und Liquidität?
  • Welche Wechselwirkungen zwischen den Steuerungsdimensionen sind zwingend zu berücksichtigen, um Fehlsteuerungen zu vermeiden?

Vom Ergebnis zur Umsetzung: der kompakte Steuerungscheck

Das Beratungsangebot des GVB in Kooperation mit dem Nürnberger Beratungsunternehmen KC Risk AG setzt genau an diesem Punkt an. Ziel ist es, die Erkenntnisse aus dem CAMELS-Reporting des GVB konsequent in eine umsetzungsorientierte Steuerung zu überführen. Im Rahmen eines kompakten Steuerungschecks werden die Analyseergebnisse gemeinsam verdichtet und auf ihre Steuerungsrelevanz hin bewertet. Der Fokus liegt dabei klar auf den wesentlichen Stellhebeln:

  • Identifikation der maßgeblichen Engpass- und Risikofaktoren;
  • Priorisierung zentraler Handlungsfelder entlang der individuellen Risikolage und strategischen Zielsetzung;
  • strukturierte Abwägung von Zielkonflikten zwischen Kapital, Risiko, Ertrag und Liquidität unter Rückgriff auf die festgelegte Bankstrategie;
  • Ableitung konkreter, pragmatischer Maßnahmen, die kurzfristig wirksam sind und gleichzeitig langfristig Stabilität sichern. 

Das Ergebnis ist eine klare, nachvollziehbare Maßnahmenagenda – abgestimmt auf die individuelle Situation der Bank. Dabei wird bewusst auf Pragmatismus und Effizienz gesetzt: Der Steuerungscheck bindet nur geringe Kapazitäten in den Häusern und liefert dennoch eine hohe Entscheidungsqualität.

Das gemeinsame Angebot von GVB und KC Risk AG verbindet tiefgehende Analyse- und Umsetzungskompetenz mit Kapitalmarkt- und Steuerungs-Know-how sowie einem ausgeprägten Verständnis für die Besonderheiten genossenschaftlicher Geschäftsmodelle.

Stabilität sichern, Rentabilität aktiv steuern

In einem anspruchsvollen Marktumfeld müssen Stabilität und Rentabilität konsequent zusammengedacht werden. Eine isolierte Betrachtung einzelner Steuerungsdimensionen greift zu kurz. Gefragt ist eine integrierte Gesamtbanksteuerung, die Zielkonflikte frühzeitig erkennt und aktiv managt. Erfolgreiche Institute zeichnen sich durch eine ganzheitliche Steuerungslogik aus, die unter anderem folgende Erfolgsfaktoren berücksichtigt:

  • Eine optimierte Bilanzstruktur und effiziente Kapitalausstattung als Grundlage für eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung im Aktiv- und Passivgeschäft; 
  • eine integrierte Risikosteuerung, die normative und ökonomische Perspektiven konsistent verbindet;
  • ein aktives, vorausschauendes Risikomanagement, das die Handlungsfähigkeit auch in Stressphasen sicherstellt;
  • eine klare strategische Fokussierung als Orientierungsrahmen für operative Entscheidungen;
  • die konsequente Verknüpfung aller Steuerungsdimensionen in Maßnahmen- und Entscheidungsprozessen.

Der Leitgedanke ist eindeutig: Stabilität in allen Dimensionen sichern – Rentabilität strategisch und aktiv steuern.

Fazit: Von der Analyse zur wirksamen Steuerung

Das Zusammenspiel aus herausfordernden Marktbedingungen und einer weiterentwickelten Steuerungslogik verlangt nach einem vorausschauenden, stringenten Ansatz. Kurzfristige Stressphasen müssen ebenso souverän gesteuert werden wie strategische Weichenstellungen für Kunden- und Eigengeschäft. Nur wenn Analyse, Priorisierung und Umsetzung konsequent ineinandergreifen, lassen sich Risiken beherrschen, regulatorische Anforderungen erfüllen – und die sich bietenden Chancen aktiv nutzen.

Mit einem minimalen Kapazitäts- und Kosteneinsatz für die Bank übersetzt der Steuerungscheck von GVB und KC Risk AG das CAMELS-Reporting in klare Prioritäten und umsetzbare Steuerungsimpulse. Ziel ist es, die Rentabilität und strategische Positionierung der Institute mittel- und langfristig zu optimieren.

GVB-Mitgliedsbanken, die sich für das GVB-CAMELS-Reporting und den Steuerungscheck interessieren, können sich für weitere Details an die Autoren des Beitrags wenden:

Christian Zollner, Leiter Datenmanagement beim GVB, czollner(at)gv-bayern.de

Simon Huhn, Bereichsleiter Beratung Banken beim GVB, shuhn(at)gv-bayern.de

Michael Bauer, Vorstand bei der KC Risk AG für strategisches Treasury & Consulting, michael.bauer(at)kcrisk.de

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