Langfristig: Wie bewerten Hanno Wienhausen und Daniel Bahr die Kooperation der Allianz mit den bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken? „Profil“ hat sie gefragt.
Herr Gampe, die Allianz ist Partner der Raiffeisenbank Goldener Steig-Dreisessel im Versicherungsvertrieb. Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit?
Kurt Gampe ist Vorstand Markt und Vertrieb der Raiffeisenbank Goldener Steig-Dreisessel. Foto: Raiffeisenbank Goldener Steig-Dreisessel
Kurt Gampe: Die Zusammenarbeit mit der Allianz ist für uns ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Entscheidend ist dabei die Kombination aus der hohen Beratungskompetenz unserer Kundenberater und der fachlichen Expertise der Allianz-Spezialisten. Gemeinsam können wir unseren Privat- und Firmenkunden ganzheitliche Lösungen anbieten, die weit über klassische Bankdienstleistungen hinausgehen. Besonders schätzen wir die Verlässlichkeit, die regionale Präsenz und die Innovationskraft der Allianz. Durch die enge Abstimmung unserer Teams entstehen für die Kundinnen und Kunden kurze Wege, schnelle Entscheidungen und ein spürbarer Mehrwert. Die langjährige Partnerschaft zeigt, dass genossenschaftliche Nähe und die Stärke eines führenden Versicherers hervorragend zusammenpassen.
In welchen Bereichen sehen Sie noch Chancen, das Versicherungsgeschäft gemeinsam mit der Allianz auszubauen?
Gampe: Gerade im Firmenkundengeschäft sehen wir noch erhebliches Wachstumspotenzial. Viele Unternehmen stehen aktuell vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigende Risiken durch Cyberkriminalität, zunehmende regulatorische Anforderungen sowie die Notwendigkeit, attraktive Arbeitgeberleistungen anzubieten. Hier können wir gemeinsam mit der Allianz passgenaue Lösungen anbieten – von der betrieblichen Altersversorgung über die betriebliche Krankenversicherung bis hin zu Cyber-, Haftpflicht- und Vermögensschutzkonzepten. Unsere Stärke liegt darin, die Unternehmen bereits aus der Finanzierungs- und Unternehmensberatung sehr gut zu kennen. Dadurch können wir Risiken frühzeitig erkennen und gemeinsam mit der Allianz ganzheitliche Lösungen entwickeln.
„Die betriebliche Krankenversicherung gehört aus meiner Sicht zu den spannendsten Wachstumsfeldern der kommenden Jahre.“
Kurt Gampe, Vorstand der Raiffeisenbank Goldener Steig-Dreisessel
Wie schätzen Sie insbesondere das Potenzial der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) im Firmenkundengeschäft Ihrer Bank ein?
Gampe: Die betriebliche Krankenversicherung gehört aus meiner Sicht zu den spannendsten Wachstumsfeldern der kommenden Jahre. Unternehmen suchen zunehmend nach Möglichkeiten, sich im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu differenzieren. Die bKV bietet dafür einen für die Beschäftigten unmittelbaren Mehrwert. Wir erleben in unseren Kundengesprächen, dass das Interesse stetig wächst. Viele Unternehmer erkennen, dass Gesundheit, Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität eng miteinander verbunden sind. Gerade im ländlichen Raum, in dem auch wir tätig sind, gewinnt dieses Thema weiter an Bedeutung. Deshalb sehen wir hier ein sehr großes Potenzial für die kommenden Jahre.
„Die bKV schafft eine klassische Win-win-Situation. Unternehmen erhöhen die Mitarbeiterzufriedenheit und fördern gleichzeitig die Gesundheit ihrer Belegschaft.“
Kurt Gampe, Vorstand der Raiffeisenbank Goldener Steig-Dreisessel
Wie bewerten Sie die bKV-Produkte der Allianz?
Gampe: Die bKV schafft eine klassische Win-win-Situation. Unternehmen stärken ihre Position als attraktiver Arbeitgeber, erhöhen die Mitarbeiterzufriedenheit und fördern gleichzeitig die Gesundheit ihrer Belegschaft. Die Beschäftigten profitieren ohne Gesundheitsprüfung von zusätzlichen Gesundheitsleistungen mit einem spürbaren Mehrwert im Alltag. Für uns als Bank ist die bKV ein wichtiger Baustein einer ganzheitlichen Firmenkundenberatung. Wir sprechen mit unseren Kunden nicht nur über Finanzierungen oder Zahlungsverkehr, sondern über die nachhaltige Entwicklung ihres Unternehmens. Die bKV der Allianz bietet hier eine moderne und praxisnahe Lösung, die exakt zu den aktuellen Herausforderungen vieler mittelständischer Betriebe passt. Deshalb gehört dieses Thema heute in jedes strategische Gespräch mit Firmenkunden.
Herr Faber, wie beurteilen Sie den Markt der betrieblichen Krankenversicherung aus der Perspektive der Allianz und welche Rolle spielen dabei die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken?
Dr. Tim Faber ist Leiter Krankenversicherungsgeschäft bei der Allianz-Vertriebsdirektion Nürnberg. Foto: Allianz
Tim Faber: Aus der Sicht der Allianz Privaten Krankenversicherung (APKV) ist der bKV-Markt gerade einer der dynamischsten Wachstumsfelder der Krankenversicherungs-Branche. Die Nachfrage vieler Unternehmer nach sofort erlebbaren Benefits steigt stetig. Im Jahr 2025 konnte die Allianz Private Krankenversicherung über ein Drittel des bKV-Marktwachstums sichern. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Mehr als jeder dritte Arbeitgeber, der 2025 eine bKV für seine Mitarbeitenden abschloss, entschied sich dabei für ein Angebot der APKV. Auch das Jahr 2026 läuft mehr als zufriedenstellend. Das Potenzial an bisher noch nicht bKV-versicherten Unternehmen ab zehn Mitarbeitern liegt laut des Verbands der Privaten Krankenversicherung noch bei mehr als 80 Prozent. Da wir für unsere neueste Tarifgeneration lediglich fünf Mitarbeitende benötigen, ist das Potenzial allerdings noch viel größer. Und genau hier können wir uns mit den Volks- und Raiffeisenbanken hervorragend ergänzen, die enge und persönliche Beziehungen mit den Unternehmern in ihrer Region unterhalten und mit uns die „Alles aus einer Bank beziehungsweise Hand“-Karte spielen können.
Was erwarten Arbeitgeber Ihrer Erfahrung nach von einer bKV?
Faber: Meiner Erfahrung nach stehen hier drei Aspekte für Unternehmer im Vordergrund.
Erstens suchen viele Unternehmer im Kampf um die besten Arbeitnehmer nach einer Differenzierung in der Ansprache von Talenten. Da die Durchdringungsquote der bKV noch im niedrigen zweistelligen Bereich liegt, leisten gerade heute noch viele Unternehmer Pionierarbeit, wenn sie ihrer Belegschaft eine bKV ermöglichen. Durch eine entsprechende Kommunikation auf der Homepage und vor allem in den Stellenanzeigen können sich Unternehmen mit einer bKV abheben.
Zweitens soll die bKV vor allem die Belegschaft an das Unternehmen binden. Gerade wenn Mitarbeitende die einfache, schnelle und vor allem vielfältige Erstattung unserer bKV-Tarife einmal erlebt haben, wünschen sie sich dies auch zukünftig. Bei einem Wechsel in ein anderes Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit derzeit noch sehr groß, dass dieser Benefit vom neuen Unternehmen nicht angeboten wird.
Drittens wollen Unternehmen durch gezielte Investitionen die Gesundheit der Belegschaft erhalten, Versorgungslücken schließen und Mitarbeitende bei bestehenden Krankheiten unterstützen. Dies kann Ausfallzeiten reduzieren oder gar nicht erst entstehen lassen und die Motivation der Arbeitnehmer steigern, da sie die Wertschätzung unmittelbar und sofort spüren können.
Wie bilden Sie bei der Allianz die Erwartungen der Unternehmen an eine moderne bKV ab?
Faber: Seit April 2025 sind unsere neuesten Budget-Tarife am Start. Sie sind als modulares System aufgebaut, bei dem Arbeitgeber innerhalb der Budgetleistungen gewisse Leistungsbereiche wie zum Beispiel die Heilpraktikerleistungen weglassen können. Mitarbeitenden steht dann ein vorher definiertes Jahresbudget zur Verfügung, welches sie ganz nach Bedarf und Wunsch verwenden können. Auf Wunsch können Arbeitgeber die Budgettarife auch sinnvoll um Bausteintarife ergänzen, etwa den Krankenhaustarif oder die Auslandskrankenversicherung Die große Flexibilität der neuen Tarifwelt spiegelt sich in einer Vielzahl von unterschiedlichen Tarifkombinationen wider. So können die Banken jedem Unternehmen ein passendes Angebot unterbreiten. Vor allem die einfache und schnelle Implementierung der bKV und die spätere, digitale Verwaltung über unser Onlineportal „FirmenOnline“ erfüllen zu 100 Prozent die Erwartungen der Unternehmen an eine moderne bKV.
Umfassendes Servicepaket: Die Leistungen der Allianz in der betrieblichen Krankenversicherung können nicht nur vom Arbeitnehmer, sondern von dessen ganzer Familie in Anspruch genommen werden. Foto: mauritius images / DP RF / Michael Melford
Welche Leistungen bietet die Allianz in der bKV über die erwähnten Budget- und Bausteintarife hinaus an?
Faber: Unser zweites Leistungsstandbein, neben der rein monetären bKV-Leistung, stellt unser sehr umfangreiches, mittlerweile elf Dienstleistungen umfassendes Servicepaket dar, das von der gesamten Familie kostenlos in Anspruch genommen werden kann, also nicht nur der Partner und die eigenen Kinder, sondern auch Enkelkinder, Eltern, Schwiegereltern oder Großeltern. Zu den Leistungen gehören medizinische Assistance-Services, etwa eine Terminvermittlung beim Facharzt, oder die ärztliche Videosprechstunde. Auch bei psychischen Belastungen, wie zum Beispiel bei beruflichem Stress oder privaten Problemen, unterstützen wir Betroffene über ein Telefon-Coaching. Expertinnen und Experten begleiten sie über drei Monate und stehen ihnen bei der Bewältigung ihres Alltags zur Seite. Des Weiteren beinhalten unsere Budgettarife keinerlei Sublimits mehr und garantieren die Leistungszusage bis maximal zur Budgethöhe. Es spielt also keine Rolle, ob es um die betriebliche Vorsorge geht, mit der jedwedes Risiko der Belegschaft abgesichert werden kann, oder um die weiteren Absicherungsbedarfe einer Firma oder um die Absicherungsmöglichkeiten der Familienmitglieder der Belegschaft. Wir bieten alles aus einer Hand und vermitteln dem Firmenkunden, seiner Belegschaft und deren Familienmitgliedern eine bedarfsgerechte Absicherung.
„Im Kampf um Nachwuchstalente werden neben einem attraktiven Gehalt intelligente, nachhaltige und sofort spürbare Benefit-Konzepte immer wichtiger.“
Tim Faber, Leiter Krankenversicherungsgeschäft bei der Allianz-Vertriebsdirektion Nürnberg
Welche Argumente können die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken aus Sicht der Allianz ins Feld führen, um das Interesse der Firmenkunden an einer bKV zu wecken?
Faber: Im Kampf um Nachwuchstalente werden neben einem attraktiven Gehalt intelligente, nachhaltige und sofort spürbare Benefit-Konzepte immer wichtiger. Die Mitarbeitenden können bei den Budgettarifen bereits am ersten Tag 100 Prozent der bKV-Leistungen in Anspruch nehmen, wenn sie diese benötigen. Die Mitarbeitenden erleben diese Form der Wertschätzung also sofort und unmittelbar. Eine bKV ohne Restriktionen bei der Annahme gewährt allen Mitarbeitenden zudem Zugang zu einer Krankenzusatzversicherung, die sie privat eventuell nicht mehr abschließen könnten, etwa aufgrund von Vorerkrankungen. Überdies hilft die bKV, die wachsenden Versorgungslücken der gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen. Digital eingereichte Belege werden zudem meist schon am nächsten Tag erstattet. Das sorgt zusätzlich für einen Wow-Effekt bei den Mitarbeitenden und spiegelt sich in sehr guten Bewertungen: In Kundenumfragen war die Allianz Private Krankenversicherung wiederholt führend bei der Kundenloyalität. Ein weiterer Pluspunkt: Chefs übernehmen mit einer bKV soziale Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden. Wir bestätigen das mit einem Zertifikat, das zwei Jahre gültig ist und dann rezertifiziert werden kann. So hat die Allianz mit ihrer bKV auf viele Probleme der Arbeitgeber eine passende Antwort. Es braucht lediglich in der Geschäftsleitung den Willen, in die eigenen Mitarbeitenden zu investieren.
Untersuchung beim Facharzt (Symbolfoto): Zum Leistungsangebot der Allianz in der bKV gehört auch die Vermittlung von Facharztterminen oder ärztlichen Videosprechstunden. Foto: mauritius images / Maskot
Wie unterstützt die Allianz die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken beim Thema bKV bei der individuellen Kundenansprache?
Faber: Zum einen haben wir Lösungen ab vier Mitarbeitenden und einem Inhaber, was die Kundenansprache etwa bei Bäckern, Metzgern und Wirten stark vereinfacht, da sich Chef und Belegschaft persönlich kennen und kurze Entscheidungswege der Standard sind. Für Kommunen und Stadtverwaltungen bieten wir den Banken Musteranschreiben und Mailings an, damit diese auch dem Öffentlichen Dienst passgenaue Angebote unterbreiten können. Seit April 2025 kooperieren wir sehr erfolgreich mit dem Versorgungswerk KlinikRente. Deshalb können wir der Gesundheitsbranche eine um 1,5 Prozent rabattierte bKV-Lösung anbieten. Sämtliche Unterlagen für die Ansprache und den Vertrieb der bKV können die Banken bei uns mit Co-Branding bestellen. Im Grunde genügt es, interessierte Firmenkunden an den zuständigen Allianz-Bevollmächtigten für das Genossenschaftsgeschäft überzuleiten, der diese dann entweder selbständig oder im Tandem mit seinem Krankenversicherungsspezialisten oder bKV-Underwriter berät.
Volks- und Raiffeisenbanken sind auch Arbeitgeber. Inwiefern sind bei der bKV auch die Kreditgenossenschaften selbst eine interessante Zielgruppe für die Allianz?
Faber: Natürlich ist auch die Eigenversorgung der Bankmitarbeitenden mit einer bKV unser Ziel. Wer die bKV aus eigener Erfahrung kennt, kann im Gespräch mit Firmenkunden aus der eigenen Erlebnisperspektive berichten und die Vorteile glaubwürdig schildern. Hier können wir bereits einige Eigenversorgungen von Bankmitarbeitenden verzeichnen und es werden stetig mehr, was uns sehr freut.
Was bieten Sie den bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken an, die für ihre Mitarbeitenden eine bKV abschließen wollen?
Faber: Neben einer exklusiven Beratung und einem permanent begleiteten Implementierungsprozess stellt die Allianz Private Krankenversicherung den Banken alles zur Verfügung, was es zu einer gelungenen Einführung der bKV braucht. Dazu gehören etwa eine Veranstaltung für die Mitarbeitenden, ein Willkommenspaket mit sämtlichen relevanten Informationen, eine individualisierte Gesundheitskarte mit Bank-Logo sowie Angebote zur digitalen Kommunikation, etwa eine eigene Seite im Intranet der Bank oder ein Video, das die Leistungen beschreibt. Wir versuchen, abgesehen von der buchhalterischen Implementierung der bKV und der Entscheidung für ein passendes Leistungspaket, der Bank so viel abzunehmen und Service zu bieten wie möglich. Zusätzlich können wir einen exklusiven und vor allem attraktiven Beitragsnachlass einräumen, der ausschließlich den eigenen Vertriebswegen offensteht. Für nähere Informationen können sich die Banken an ihren zuständigen Krankenversicherungsspezialisten und den bKV-Underwriter der Allianz wenden.
Herr Gampe, Herr Faber, vielen Dank für das Gespräch!