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Genogramm

Genossenschaftlicher Verbund

Die bayerischen Genossenschaften arbeiten eng mit den Verbundpartnern der genossenschaftlichen Familie zusammen. „Profil“ stellt aktuelle Geschäftszahlen und Publikationen der Unternehmen vor und berichtet über Personalien.

24 Millionen Euro zurückgezahlt

Die R+V Versicherung belohnt Kundinnen und Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken mit einer Beitragsrückerstattung für einen günstigen Schadenverlauf. Das Cashback-Programm der R+V Versicherung erstattet bis zu zehn Prozent der eingezahlten Versicherungsbeiträge. Voraussetzung: Die Versicherungskunden sind Mitglied einer Genossenschaftsbank und haben dort einen R+V-Mitglieder-Plus-Vertrag abgeschlossen. Hat die Mitglieder-Plus-Gemeinschaft einer Bank weniger Schäden verursacht als erwartet, zahlt der Wiesbadener Versicherer im Folgejahr einen Teil des Beitrags zurück. Am diesjährigen Cashback Day zahlte die R+V insgesamt rund 24 Millionen Euro Beiträge für das Jahr 2025 aus. Das Konzept überzeugt: Um rund 4,7 Prozent auf mehr als 775.000 wuchs 2025 die Gesamtzahl der Kunden, die am Programm teilnehmen. Eine Rückerstattung gibt es auch, wenn der einzelne Kunde zwar einen Schaden gemeldet hat, seine Bankgemeinschaft insgesamt aber einen günstigen Schadenverlauf hatte. Denn es zählt das Ergebnis der Gemeinschaft. „Jedes einzelne Mitglied profitiert und spürt die Vorteile der Gemeinschaft direkt in seinem Geldbeutel. Zudem setzen wir damit die genossenschaftliche Idee ‚Einer für alle, alle für einen‘ zusammen mit den Genossenschaftsbanken um“, sagte Jens Hasselbächer, Vorstand des Ressorts Kunden & Vertrieb der R+V Versicherung.

Digitale Anleihe über Blockchain

Die DZ Bank und die KfW haben erstmals eine digitale Anleihe vollständig über die Blockchain abgewickelt – von der Bedarfsmeldung bis zur Zahlung. Grundlage war ein sogenannter Smart Bond Contract (SBC), ein automatisierter Algorithmus, der die einzelnen Schritte einer Anleiheemission nach festen Regeln steuert. Die Technologie basiert auf Distributed-Ledger-Strukturen, bei denen alle relevanten Informationen unveränderbar und transparent hinterlegt werden. „Mit dieser Transaktion haben wir eine echte Finanzmarktinnovation auf die Straße gebracht“, betonte Matthias Bergner, Bereichsleiter Treasury der DZ Bank. Auch die KfW sieht in der Digitalisierung des Finanzmarkts einen wichtigen strategischen Schwerpunkt. „Diese Transaktion ist ein weiterer Meilenstein auf unserer Lernreise in Richtung digitale Souveränität Europas“, erklärte Tim Armbruster, Treasurer der KfW Bankengruppe. Die Pilot-Emission zeigt deutliche Effizienzgewinne: Statt bis zu fünf Tagen dauerte der Prozess über die Blockchain nur rund eine Stunde. Ein Zentralverwahrer war nicht mehr nötig, da die Daten der beteiligten Dienstleister direkt über die DLT-Infrastruktur eingebunden wurden. Mit dem erfolgreichen Test baut die DZ Bank ihre Position als Vorreiterin im Bereich digitaler Wertpapiere weiter aus. Bereits seit 2021 entwickelt sie digitale und automatisierte Prozesse für Derivate – nun erstmals auch für Wertpapieremissionen.

Schritt für Schritt digital

Rund 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland informierten sich beim Kundentag der Raiffeisen-Networld über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsthemen der Digitalisierung in der genossenschaftlichen Welt. Inhaltlich spannte sich der Bogen von digitalen Anwendungen und Plattformlösungen bis hin zu strategischer Begleitung im digitalen Wandel. Vorgestellt und diskutiert wurden unter anderem eine Geno-App und Ackerprofi, eine Ackerschlagkartei für DüV-konforme Dokumentation. Ein besonderes Highlight war die Talkshow zum digitalen Wandel mit drei Geschäftsführern von Genossenschaften. Ein gemeinsames Fazit des Tages lautete: „Gemeinsam starten, lernen und weiterentwickeln – wichtig ist, dass man erstmal anfängt.“ Die zahlreichen Anregungen sollen nun aufgegriffen und Schritt für Schritt geprüft und weiterentwickelt werden. 

Familie im Fokus

Die neue Kommunikations- und Vertriebsoffensive „Weil Familie das Wichtigste ist. R+V-Familienvorsorge“ der R+V Versicherung öffnet sich für die Sorgen und Wünsche von Familien und bietet neben einem individuellen Vorsorge-Check auch weitere Informations- und Unterstützungsangebote. Die Studie, die die R+V-Marktforschung gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Psyma durchgeführt hat, zeigt, dass die finanzielle Absicherung im Krankheitsfall und bei Berufsunfähigkeit von großer Bedeutung sind. „Diese Ergebnisse belegen, dass Familien bereit sind, in private Absicherung zu investieren“, erklärte R+V-Marketing-Chefin Anja Stolz. Der Wiesbadener Versicherer setzt eine dreistufige Kommunikations- und Vertriebsoffensive um. In der ersten Stufe der Kampagne lenkt R+V mit einer reichweitenstarken Markenkampagne die Aufmerksamkeit auf ihre Absicherungsangebote für Familien und mobilisiert Kunden und Vertriebspartner. Um Familienvorsorge praxisnah zu erklären, bietet R+V zudem ein Eventkonzept für ihre Vertriebspartner, die Genossenschaftsbanken und R+V-Generalagenturen, an. In der zweiten Kampagnen-Stufe geht R+V in den Austausch mit Familien. Bundesweit auf Tour geht die R+V ab Sommer mit den „Sorgenfresser-Familienfesten“. Den Auftakt macht ein Fest am 14. Juni 2026 in Wiesbaden.

Komfort und Absicherung, aber kostengünstig

Die Pauschalreise trifft den Nerv vieler Reisender. Rund zwei Drittel der Urlauber in Deutschland buchen am liebsten ein Komplettpaket, bei dem Flug, Unterkunft und weitere Leistungen aus einer Hand kommen. Nahezu ebenso viele fühlen sich damit deutlich sicherer, etwa durch finanzielle Absicherung oder Unterstützung im Krisenfall. Doch sobald es um einen möglichen Aufpreis geht, kippt die Stimmung: Eine repräsentative Studie der rtk (Raiffeisen-Tours-Kooperation) zeigt: Etwa jeder Zweite ist nicht bereit, für diese Sicherheit und Bequemlichkeit mehr zu bezahlen. Auf der einen Seite steht der Wunsch nach Orientierung, Verlässlichkeit und einem starken Partner im Hintergrund. Auf der anderen Seite scheint vielen nicht bewusst zu sein, was organisatorisch und rechtlich hinter einer Pauschalreise steckt. Die Studie zeigt deutlich: Vertrauen ist ein zentraler Entscheidungsfaktor. Und Vertrauen entsteht dort, wo Angebote eingeordnet, Unterschiede erklärt und Risiken transparent gemacht werden. „Reisebüros sind dabei Wegweiser und Problemlöser. Sie sorgen dafür, dass aus vielen Einzelteilen ein stimmiges, abgesichertes Gesamterlebnis entsteht“, sagte Lars Helmreich, Geschäftsführer der Raiffeisen-Tours RT-Reisen.

Sehr gute Entwicklung

Die DZ Bank Gruppe blickt auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Das Vorsteuerergebnis belief sich auf 4,3 Milliarden Euro und übertraf damit das Vorjahr (2024: 3,3 Milliarden Euro) deutlich. „In diesem Umfeld stellte das diversifizierte Geschäftsmodell der DZ Banke Gruppe seine Leistungs- und Anpassungsfähigkeit unter Beweis. Mit unserer Substanz und diesem Ergebnis sind wir sehr gut gerüstet, unser künftiges Wachstum und damit unsere Zukunft aktiv zu gestalten“, sagte Cornelius Riese, Vorstandsvorsitzender der DZ Bank. „Nicht zuletzt trugen die engagierte Teamleistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die enge Zusammenarbeit in der genossenschaftlichen Finanzgruppe zu diesem Erfolg bei. Gleichwohl wäre ein Ergebnis in dieser Höhe ohne begünstigende Faktoren, insbesondere bei der R+V Versicherung, nicht möglich gewesen.“ Im Bankgeschäft untermauerte die DZ Bank – Verbund- und Geschäftsbank ihre Rolle als Partner ihrer Kunden. „Für die deutsche Wirtschaft stellt die zunehmende Fragmentierung der globalen Ordnung eine Herausforderung dar. Unsere Kunden handeln jedoch schnell, passen ihre Geschäftsmodelle aktiv an die neue Realität an und diversifizieren Risiken. Dabei begleiten wir sie eng“, sagte Johannes Koch, im Vorstand zuständig für die Verbund- und Geschäftsbank. „So sind wir in allen drei Geschäftsfeldern operativ gewachsen.“

Mittelstand mit Zukunftssorgen

Der deutsche Mittelstand blickt zunehmend mit Sorge in die Zukunft: Laut dem neuen R+V Resilienz‑Report 2026 schätzt fast ein Drittel der Führungskräfte die Widerstandskraft ihrer Unternehmen als gefährdet ein. Besonders kritisch wird eine mögliche nachlassende politische Unterstützung der Landwirtschaft gesehen. 32 Prozent der Führungskräfte sehen darin ein Risiko für die eigene Firma. „Viele Führungskräfte und Beschäftigte wünschen sich eine stabile Landwirtschaft und hohe Ernährungssicherheit. Beides gilt als wichtige Voraussetzung für einen gesunden Mittelstand“, betonte R+V‑Vorstand Jens Hasselbächer. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass der Mittelstand in vielen Bereichen bereits aktiv wird – gleichzeitig aber noch zu oft hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleibt.“ Der Report weist insbesondere auf Nachholbedarf in Feldern wie Mitarbeiterbindung, IT‑Sicherheit und Schutz vor Cyberangriffen hin. Jede dritte Führungskraft hat zwar bereits Maßnahmen ergriffen, doch die Lücke zwischen erkannter Gefahr und tatsächlicher Umsetzung bleibt groß. Die Studie basiert auf Befragungen von mehr als 220 Führungskräften sowie über 1.000 Beschäftigten.

Beteiligung an Top-Sport

Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft VR Equitypartner und die NRW.BANK übernehmen gemeinsam die Mehrheit an der TSS Holding („Top-Sport“). Verkäufer ist ein von der Münchener Beteiligungsgesellschaft GFEP Family Equity beratener Fonds, der sich im Rahmen der Transaktion minderheitlich rückbeteiligt. Auch das Management bleibt beteiligt und begleitet die weitere Entwicklung der Gruppe aktiv. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung. Top-Sport mit Sitz in Rheda‑Wiedenbrück wurde 1996 gegründet und seit 2018 gezielt über eine Buy‑and‑Build‑Strategie weiterentwickelt. Das Unternehmen ist in Deutschland als führender Anbieter zertifizierter Boden‑, Wand‑ und Akustiksysteme für den Sporthalleninnenausbau positioniert und deckt mit eigener Produktentwicklung, Produktion und Montage die gesamte Wertschöpfungskette ab. Zu den Kunden zählen insbesondere öffentliche Auftraggeber, Generalunternehmer und Sportvereine. 

Immobilien: Entwicklung der Topstandorte

Die DZ HYP hat ihre aktuelle Studie „Immobilienmarkt Deutschland 2026“ veröffentlicht. Diese analysiert die Entwicklung der gewerblichen Immobilienmärkte an den sieben deutschen Topstandorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Im Ergebnis zeigt sich ein Immobilienmarkt, der sich nach dem kräftigen Zinsanstieg stabilisiert hat, jedoch in einem veränderten Umfeld agiert. Die Bewertungen konnten sich leicht erholen, insbesondere bei Mehrfamilienhäusern. Gleichzeitig hat sich die Investmentaktivität bislang nicht nachhaltig belebt. Gründe dafür liegen in der schwachen Konjunktur, attraktiveren Kapitalmarktrenditen, einem strukturell bedingten rückläufigen Flächenbedarf sowie der kostenintensiven Dekarbonisierung von Bestandsobjekten. Wohnimmobilien sind an den Topstandorten weiterhin von einem klaren Nachfrageüberhang geprägt. Bei Büro- und Handelsimmobilien zeigt sich eine stärkere Differenzierung nach Lage und Objektqualität. „Der Immobilienmarkt hat es mit einem strukturell veränderten Umfeld zu tun. Künftig entscheidet noch stärker die Vermietungsperspektive über die Wertentwicklung“, sagte Sabine Barthauer, Vorsitzende des Vorstands der DZ HYP.

Zielvolumen von 100 Millionen Euro

Das Venturing Studio der genossenschaftlichen Finanzgruppe, amberra, hat das finale Closing seines ersten amberra-Fonds vollzogen und ein Volumen von 100 Millionen Euro erreicht. Rund 180 Genossenschaftsbanken und Unternehmen der Finanzgruppe beteiligten sich an dem Fonds. Damit steht der genossenschaftlichen Finanzgruppe erstmals gebündeltes Innovationskapital in dieser Größenordnung zur Verfügung, um gezielt in banknahe und bankferne Geschäftsmodelle zu investieren. Seit dem Fondsstart im März 2024 hat amberra im Rahmen von Series‑A‑Finanzierungsrunden bereits in fünf deutsche Start-ups investiert. Zum Portfolio zählen das Immobilien‑Start-up Impleco, der Bildungsanbieter ubiMaster, das Gesundheits‑Start-up LillianCare, der HealthTech‑Anbieter Gardia sowie das ClimateTech‑Start-up nuuEnergy. Weitere Beteiligungen befinden sich in Vorbereitung. Mehr als 300 Genossenschaftsbanken haben mindestens eine der ersten Lösungen im Einsatz. Der Amberra-Fonds bildet die Grundlage für die Investment‑Aktivitäten des Venturing Studios. Der Fokus liegt auf Series‑A‑Beteiligungen in der DACH‑Region. Mit dem erfolgreichen Closing beginnt für amberra die nächste Entwicklungsphase: Bis 2028 soll ein Portfolio aus bis zu 20 banknahen und bankfernen Lösungen aufgebaut werden.  

Wohnimmobilien: Preise driften auseinander

Die Wohnimmobilienpreise in Deutschland entwickeln sich in gegensätzliche Richtungen. Während in Metropolräumen und wirtschaftsstarken Regionen bis 2035 weiter steigende Preise zu erwarten sind, zeichnen sich an vielen anderen Orten stagnierende oder rückläufige Entwicklungen ab. Das geht aus Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) hervor, mit dem der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) eine Studienreihe durchführt. Analysiert wurden alle rund 400 Landkreise und kreisfreien Städte. „Unsere Ergebnisse machen sichtbar, wo Nachfrage und Wertentwicklung tragfähig bleiben und wo sich Märkte neu ausrichten müssen", sagte sagt BVR-Präsidentin Marija Kolak. Aus Sicht des BVR unterstreichen die Ergebnisse den Reformbedarf in der Wohnungspolitik. „Wohnraum ist in den Metropolregionen jetzt schon knapp und die Preise steigen weiter. Damit die Menschen hier eine Perspektive für die eigenen vier Wände bekommen, braucht es vor allem mehr Angebot“, sagte Kolak. Hierfür seien Politik und Verwaltung auf allen Ebenen gefordert. Die Immobilienpreisprognose ist Teil der Studienreihe „Regionen 2035“, in der der BVR gemeinsam mit dem IW Köln regionale Entwicklungen in Deutschland analysiert. Der aktuelle Teil der BVR-Studie „Regionen 2035“ ist hier zu finden. 

Die Zukunft der Landwirtschaft ist genossenschaftlich

In der Ausstellung „Die Zukunft der Landwirtschaft ist genossenschaftlich“ machte der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) drei Tage lang im Europäischen Parlament in Brüssel sichtbar, welche zentrale Rolle moderne Genossenschaften im Agrar- und Ernährungssektor spielen – in Deutschland ebenso wie in ganz Europa. „Genossenschaftliche Unternehmen sind unverzichtbar für die Versorgungssicherheit und eine nachhaltige Zukunftsausrichtung der Landwirtschaft“, betonte DRV-Hauptgeschäftsführer Jörg Migende. „Genossenschaften leisten täglich einen entscheidenden Beitrag dazu, die Regale in den Supermärkten zu füllen und Landwirten den Zugang zu technologischem Fortschritt zu ermöglichen. Außerdem wirken sie als Gegengewicht in Märkten mit ungleicher Verhandlungsmacht.“ Gerade in Zeiten großer Unsicherheit zeige sich, wie wichtig eigenverantwortliches Handeln für eine freie und demokratische Gesellschaft sowie für eine soziale und resiliente Ernährungswirtschaft sei. Initiiert hat die Ausstellung Europaabgeordnete Christine Singer: „Genossenschaften sind nicht nur ein wirtschaftliches Erfolgsmodell, sondern auch ein gelebter Ausdruck demokratischer Werte in Europa.“ Die regionale Landwirtschaft und ihre Genossenschaften sorgten für Ernährungssouveränität. „Dies ist gerade angesichts der geopolitischen Lage ein hohes Gut. Ich bin davon überzeugt: Die Zukunft der Landwirtschaft ist innovativ und kooperativ. Sie setzt auf Unabhängigkeit und Resilienz“, sagte die Europaabgeordnete.

Konflikt im Nahen Osten trifft deutsche Wirtschaft indirekt

Der Krieg zwischen Iran und Israel belastet die deutsche Wirtschaft weniger über direkte Lieferbeziehungen als über deutlich gestiegene Energiepreise. Nach Einschätzung der DZ Bank ist die Energieversorgung in Deutschland trotz der geopolitischen Spannungen stabil. „Die Versorgungssicherheit ist damit trotz Iran‑Kriegs gewährleistet“, heißt es in der Analyse von DZ‑Bank‑Ökonom Claus Niegsch. Nur rund sechs Prozent des Erdöls und ein noch geringerer Anteil des Gases stammen aus dem Nahen Osten; auch die Exportabhängigkeit deutscher Unternehmen von der Krisenregion bleibt gering. Spürbar sind die Folgen jedoch über den Preisauftrieb an den Energiemärkten. Öl‑, Gas‑ sowie Dieselpreise legten nach Ausbruch des Konflikts deutlich zu. Besonders betroffen sind energieintensive Branchen wie Chemie, Metallerzeugung, Papier‑ und Ernährungsindustrie sowie Logistik und Verkehr. Kaum direkte Effekte sieht die DZ Bank hingegen für den Maschinenbau und die Automobilindustrie. Entscheidend für die konjunkturellen Folgen bleibt laut Niegsch die Dauer des erhöhten Preisniveaus. Hält die Phase hoher Energiepreise länger an, drohen steigende Inflationsraten, Belastungen für den privaten Konsum und eine zusätzliche Bremse für den ohnehin fragilen wirtschaftlichen Aufschwung. Hier geht es zur Publikation. 

Kurzfilme über das Meer bewerten

Junge Filmtalente rücken die Weltmeere ins Rampenlicht: Beim 56. Internationalen Jugendwettbewerb jugend creativ hat das Voting für die besten Kurzfilme zum Thema „Meer entdecken“ begonnen. Über 400 Filmbeiträge stehen auf einem Videoportal zur Abstimmung, die Kinder und Jugendliche eingereicht haben. Bis 17. April kann das Publikum per Klick entscheiden, wer den begehrten Publikumspreis gewinnt. Die eingereichten Animations-, Dokumentar-, Spiel- und Reportagefilme zeigen, wie Kinder und Jugendliche den Lebensraum Meer wahrnehmen: als faszinierende Wunderwelt und als bedrohtes Ökosystem. Beim Online-Voting sind alle Filmfans, Freunde und Familie gleichermaßen gefragt. Sie übernehmen die Rolle der Jury und küren den Publikumsliebling. Im Mai tagen dann in Berlin die Bundesjurys der Kategorien Bildgestaltung und Kurzfilm. Aus mehreren hunderttausend Einreichungen zum Thema „Meer entdecken“ des 56. Jugendwettbewerbs wählen sie dann die besten Werke Deutschlands aus. Auf alle Gewinnerinnen und Gewinner dieser Ebene wartet im August die Bundespreisträgerakademie.

Schutzmaßnahmen zeigen Wirkung

Die deutsche Kreditwirtschaft hat ihre Maßnahmen zum Schutz von Geldautomatenstandorten in den vergangenen Jahren weiter verstärkt. Banken und Sparkassen investierten annähernd eine halbe Milliarde Euro in zusätzliche Sicherungen und setzten bundesweit mehr als 40.000 zusätzliche Schutzmaßnahmen um. Dazu zählen unter anderem Nachtverschlusssysteme und Einfärbetechnik sowie weitere technische und bauliche Sicherungen. Die verstärkten Schutzmaßnahmen zeigen Wirkung: Die Zahl der Risikostandorte ist von 11.527 im Jahr 2023 auf 7.176 Ende 2025 deutlich zurückgegangen. „Im engen Schulterschluss von Banken und Sparkassen, Sicherheitsbehörden sowie der Versicherungswirtschaft ist es gelungen, Geldautomatensprengungen wirksam einzudämmen und die Sicherheit an vielen Standorten deutlich zu erhöhen", sagte Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, stellvertretend für die Deutsche Kreditwirtschaft (DK). Mit 48.257 Geldautomaten sichern Banken und Sparkassen weiterhin eine flächendeckende und bedarfsorientierte Bargeldversorgung in Deutschland. 

Unermüdliches Engagement

Anfang März 2026 wurde eine Spende in Höhe von 3.100 Euro aus der Weihnachtsspendenaktion der R+V Stiftung an das Kinderhospiz in München übergeben. Das ambulante Kinderhospiz leistet unter dem Motto „Nicht das Leben mit Tagen, sondern die Tage mit Leben füllen“ tagtäglich Beeindruckendes: Es begleitet schwerstkranke Kinder und ihre Familien mit viel Herz, Würde und unermüdlichem Engagement. Im Fokus steht die emotionale, soziale und gesellschaftliche Stabilisierung der gesamten Familie in Krisensituationen. Diese Arbeit verdient höchste Anerkennung – sie ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft. Der R+V ist es besonderes Anliegen, Verantwortung zu übernehmen und dort zu unterstützen, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. „Ich bin dankbar, dass wir mit unserer Spende einen Beitrag leisten können, und wünsche dem gesamten Team des ambulanten Kinderhospiz München weiterhin viel Kraft für ihre wichtige Arbeit“, sagte Kunden- und Filialdirektor Stefan Obermeier.

Niedriger Kostendeckel verhindert Verbreitung der Altersvorsorge

 „Die geplante Reform der privaten Altersvorsorge ist der wichtigste Schritt zur Stärkung der zusätzlichen Vorsorge seit über 20 Jahren“. Das ist die Meinung von Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment. „Die aktuell von einigen geforderte Kappung der Kosten bei 0,5 Prozent mag daher auf den ersten Blick attraktiv erscheinen“, sagte Reinke. „Sie birgt jedoch die Gefahr, einen zentralen Bestandteil funktionierender Altersvorsorge zu verhindern: die qualifizierte Beratung.“ Im Laufe der Ansparzeit gäbe es immer wieder Fragen, mit denen Kunden auf Anbieter zukämen. „Wird die Beratung durch einen zu niedrigen Kostendeckel faktisch unmöglich gemacht, folgt daraus entweder gar keine Vorsorge – oder eine unzureichende“, sagt Reinke. Die Politik solle sich daher fragen, ob ein zu heftiges Drehen an der Kostenschraube nicht dazu führt, dass ein großer Teil der Verbraucher am Ende vor einem Abschluss zurückschrecke. Eine Umfrage im Auftrag von Union Investment zeigt, dass sich knapp drei Viertel der Menschen hierzulande zum Thema Altersvorsorge nicht auskennen (71 Prozent). Mehr als die Hälfte wünscht sich bei dem Thema die Unterstützung durch einen Berater.

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