Genogramm
Die bayerischen Genossenschaften arbeiten eng mit den Verbundpartnern der genossenschaftlichen Familie zusammen. „Profil“ stellt aktuelle Geschäftszahlen und Publikationen der Unternehmen vor und berichtet über Personalien.
Der Genossenschaftsverband (GVB), die Atruvia und der Genoverband haben ihre im Juni dieses Jahres angekündigten, ergebnisoffenen Sondierungsgespräche über eine stärkere Bündelung ihrer Beratungskompetenzen zum aktuellen Zeitpunkt erfolgreich abgeschlossen. Ziel der intensiven, konstruktiven und vertrauensvollen Gespräche war es, unterschiedliche Formen einer engeren Zusammenarbeit zu prüfen. Dabei wurde ausgelotet, wie sich die ergänzenden Kompetenzen der drei Häuser aus Technologie, Bankexpertise sowie Strategie- und Managementberatung im Interesse der genossenschaftlichen Primärbanken noch enger miteinander verzahnen lassen. Eine gemeinsame Unternehmung in Form eines Joint Ventures war dabei eine mögliche Variante unter mehreren. Im Ergebnis sind die Partner zu der Überzeugung gelangt, dass sich die angestrebte Verzahnung ihrer Kompetenzen bereits auf der bestehenden Grundlage sehr effektiv und zielgerichtet realisieren lässt. Im Rahmen der detaillierten Prüfungs- und Konzeptionsphase zeigte sich, dass die mit einer gemeinsamen gesellschaftsrechtlichen Struktur verbundenen zusätzlichen Anforderungen derzeit nicht in einem angemessenen Verhältnis zu dem daraus erwartbaren zusätzlichen Nutzen steht. Eine eigenständige Gesellschaft wird daher aktuell nicht weiterverfolgt. Die drei Partner arbeiten seit jeher eng, partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen und werden dies auch künftig überall dort ausbauen, wo dies für die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die Mitglieder einen konkreten, nachhaltigen Mehrwert schafft.
2.400 Personen ab 14 Jahren wurden zu ihren Ängsten befragt. Grafik: R+V
Steigende Lebenshaltungskosten bereiten den Menschen in Deutschland derzeit die größten Sorgen. Laut der R+V-Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen 2026“ fürchten 59 Prozent der Befragten, dass ihr Geld dauerhaft nicht zum Leben reicht. Damit stehen finanzielle Belastungen erneut an der Spitze des Sorgenrankings. Auf Platz zwei folgt mit 53 Prozent die Befürchtung, dass der Staat Steuern erhöht oder Leistungen kürzt. 52 Prozent sorgen sich zudem, dass die Zahl der Geflüchteten die staatlichen Strukturen überfordern könnte. Deutlich gestiegen ist die Angst vor einer schlechteren Wirtschaftslage: Sie legte gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozentpunkte auf 51 Prozent zu. Die Ergebnisse zeigen, dass wirtschaftliche Unsicherheit und politische Fragen die Menschen gleichermaßen beschäftigen. Zugleich ist das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Politik gesunken: 48 Prozent der Befragten halten die Verantwortlichen für überfordert. „Wir beobachten einen deutlichen Anstieg der finanziellen Sorgen. Gleichzeitig treiben politische Themen die Bevölkerung um“, sagte Studienleiter Grischa Brower-Rabinowitsch. Für die repräsentative Untersuchung befragt die R+V Versicherung jährlich 2.400 Menschen.
2.400 Personen ab 14 Jahren wurden zu ihren Ängsten befragt. Grafik: R+V
Im Medienportal von DG Nexolution steht den Nutzerinnen und Nutzern mit „Juri“ ab sofort ein neues KI-Recherchewerkzeug zur Verfügung.
Auch ohne bankfachliche Kenntnisse finden Nutzerinnen und Nutzer des Medienportals von DG Nexolution mit dem neuen KI-Recherchewerkzeug „Juri“ komfortabel verständliche Antworten zu Finanzfragen mit rechtlichen Dimensionen. So wird regulatorisches Wissen für einen deutlich erweiterten Leserkreis in Arbeitssituationen nutzbar. Im Unterschied zu offenen KI-Systemen greift Juri ausschließlich auf die fachlich vertrauenswürdigen Inhalte des Portals zurück – mit bankfachlicher Einordnung und der Perspektive der Autorinnen und Autoren des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Juri beschleunigt die Informationsbeschaffung erheblich: Statt mehrere tausend Seiten in den Werken der Module durchsuchen zu müssen, erhalten Nutzerinnen und Nutzer innerhalb weniger Sekunden eine fundierte Antwort mit Verweis auf die zugrunde liegenden Quellen. Nach der schrittweisen Einführung in den meistgenutzten Inhalten sollen bis Mitte November alle regulatorischen Module des Medienportals durchsuchbar sein. Weitere Informationen, FAQ und ein Kennenlernvideo gibt es dazu online auf medienportal.dg-nexolution.de.
Im Medienportal von DG Nexolution steht den Nutzerinnen und Nutzern mit „Juri“ ab sofort ein neues KI-Recherchewerkzeug zur Verfügung.
Team Finance Excellence: Thomas Schultheis (v. l.), Ömer Kaya und Dr. Marko Kureljusic.
VR Equitypartner (VREP) hat das Team Finance Excellence gegründet. Die neue Einheit soll die Portfoliounternehmen der Beteiligungsgesellschaft dabei unterstützen, ihre Reporting-Strukturen und Finanzprozesse weiter zu professionalisieren. Zum Team gehören die Direktoren Ömer Kaya, Marko Kureljusic und Thomas Schultheis. Gemeinsam mit den kaufmännischen Verantwortlichen in den Unternehmen analysieren sie bestehende Abläufe und entwickeln passgenaue Prozesse und Systeme weiter. Das Spektrum reicht von modernen Business-Intelligence-Lösungen bis zu KI-basierten Planungs- und Reporting-Tools. Auf diese Weise sollen wiederkehrende Arbeiten automatisiert, Finanz- und operative Daten besser miteinander verknüpft und aussagekräftige Informationen schneller verfügbar werden. Das erleichtert es den Unternehmen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Zugleich sollen die kaufmännischen Teams mehr Freiraum für strategische und analytische Aufgaben gewinnen. „Wir wollen die kaufmännischen Teams bei der Erstellung von Auswertungen entlasten und erreichen, dass sie mehr Zeit für das eigentlich Wichtige haben: die Analyse“, sagte VREP-Geschäftsführer Peter Sachse.
Team Finance Excellence: Thomas Schultheis (v. l.), Ömer Kaya und Dr. Marko Kureljusic.
Drei von vier Deutschen halten das Eigenheim für eine geeignete Form der Altersvorsorge, zeigt eine Umfrage. Foto: Getty Images, miniseries
Für die Mehrheit der Deutschen ist selbstgenutztes Wohneigentum ein wichtiger Baustein der privaten Altersvorsorge. 76 Prozent halten das Eigenheim dafür für geeignet – deutlich mehr als die betriebliche Altersvorsorge (58 Prozent), vermietete Immobilien (56 Prozent) sowie ETFs, Aktien und Fonds (49 Prozent). Das zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die eigene Immobilie über alle Generationen hinweg als verlässliche Form der Alterssicherung gilt. Auch bei den 18- bis 29-Jährigen liegt Wohneigentum mit 70 Prozent vorn. Besonders hoch ist die Zustimmung bei Menschen ab 65 Jahren, die im eigenen Zuhause leben: 89 Prozent bewerten diese Vorsorgeform positiv. „Selbst bei den Jüngeren liegt das Eigenheim vor Aktien, ETFs und Fonds – das ist bemerkenswert, aber nicht ganz überraschend“, sagte Bausparexperte Matthias Zott. Neben einer zu niedrigen gesetzlichen Rente (52 Prozent) zählen steigende Pflegekosten (51 Prozent) sowie Inflation und Kaufkraftverlust (40 Prozent) zu den größten wahrgenommenen Risiken für die finanzielle Absicherung im Alter. Angesichts dieser Sorgen gewinnt Wohneigentum als langfristiger Vorsorgebaustein zusätzlich an Bedeutung.
Drei von vier Deutschen halten das Eigenheim für eine geeignete Form der Altersvorsorge, zeigt eine Umfrage. Foto: Getty Images, miniseries
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) begrüßt die Bestrebungen der Bundesregierung, die genossenschaftliche Rechtsform zu stärken. Anlässlich der Debatte im Deutschen Bundestag erklärte DRV-Präsident und Vorstandsvorsitzender Jörg Migende: „Genossenschaften sind entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft unverzichtbare wirtschaftliche Akteure. Sie bündeln die Kräfte ihrer Mitglieder, stärken deren Marktposition und sichern die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen. Damit sie diese Aufgaben auch künftig erfolgreich erfüllen können, brauchen sie einen modernen und praxistauglichen Rechtsrahmen.“ Ein zeitgemäßes Genossenschaftsgesetz müsse auf die heutigen und künftigen Anforderungen der Genossenschaften abgestimmt sein. „Unsere genossenschaftlichen Unternehmen stehen im Wettbewerb und müssen auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen flexibel reagieren können“, sagte Migende. Kritisch bewertet der DRV die vorgesehene gesetzliche Begrenzung investierender Mitglieder auf maximal 50 Prozent der Mitglieder. „Diese starre Höchstgrenze schränkt die unternehmerischen Gestaltungsmöglichkeiten bestehender Genossenschaften unnötig ein, ohne einen geeigneten Beitrag zur Abgrenzung zulässiger von unzulässigen Genossenschaftsmodellen zu leisten“, sagte Migende weiter. Der DRV fordert daher, auf die gesetzliche Obergrenze zu verzichten. Stattdessen sollten Genossenschaften die Möglichkeit erhalten, entsprechende Höchstgrenzen freiwillig in ihrer Satzung festzulegen, wie es bereits mehrfach diskutiert wurde. Dies wäre ein sachgerechter Kompromiss, der dem Schutz des genossenschaftlichen Förderzwecks ebenso Rechnung trägt wie der unternehmerischen Eigenverantwortung.
Der ehemalige Spitzenschiedsrichter Deniz Aytekin wird das Gesicht der R+V Versicherung für das R+V-AltersvorsorgeDepot. Foto: Jamie Lee Arnold.
Millionen Fußballfans kennen Deniz Aytekin als Top-Schiedsrichter, der mehrfach als „DFB-Schiedsrichter des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Im Mai 2026 beendete der heute 48-Jährige seine Schiedsrichterkarriere in der Fußball-Bundesliga. Zum Start des R+V-AltersvorsorgeDepots im Januar 2027 wird der gebürtige Nürnberger das Gesicht der R+V-Kampagne für die neuen geförderten Produkte der privaten Altersvorsorge. Diese können ab Januar 2027 als Nachfolger der Riester-Rente abgeschlossen werden. In Werbespots, auf Social-Media-Kanälen und bei Veranstaltungen des genossenschaftlichen Versicherers soll Aytekin Orientierung in der komplexen Altersvorsorgelandschaft geben. Erste Eckpunkte stehen bereits fest: Die R+V wird drei Produktvarianten für unterschiedliche Kundenbedürfnisse anbieten – das „R+V-AltersvorsorgeDepot individuell“, das „R+V-AltersvorsorgeDepot standard“ und das Garantieprodukt „R+V-Altersvorsorge Garantie 80“. Beim „R+V-AltersvorsorgeDepot individuell“ stehen passive und aktive ETFs zur Auswahl. Wer mehr Sicherheit bevorzugt, kann die „R+V-Altersvorsorge Garantie 80“ wählen. „Altersvorsorge ist eine der wichtigsten Finanzentscheidungen im Leben. Viele Menschen suchen dabei nach Orientierung und möchten mit diesen Fragen nicht allein gelassen werden“, betonte die Vorstandsvorsitzende der R+V Lebensversicherung, Claudia Andersch. „Wir verbinden deshalb eine moderne, einfache Online-Strecke mit der persönlichen Kompetenz unserer Beraterinnen und Berater vor Ort in den Genossenschaftsbanken und Generalagenturen.“
Der ehemalige Spitzenschiedsrichter Deniz Aytekin wird das Gesicht der R+V Versicherung für das R+V-AltersvorsorgeDepot. Foto: Jamie Lee Arnold.
„Eine starke Partnerschaft bedeutet für uns, zuzuhören, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Betriebe zu verstehen und unser Angebot daran auszurichten“, sagt Armin Kolditz von der BayWa.
Die Landwirtschaft wird digitaler, doch beim Einkauf von Betriebsmitteln bleibt die persönliche Beratung von großer Bedeutung. Das zeigt eine Kundenumfrage der BayWa unter 530 landwirtschaftlichen Betrieben. 93 Prozent der Befragten legen Wert auf persönliche Beratung, 90 Prozent auf regionale Nähe. Dabei muss der Austausch nicht immer vor Ort stattfinden: Auch Telefon, E-Mail und WhatsApp werden intensiv für die Beratung genutzt. Neben dem Preis spielen beim Einkauf auch Verfügbarkeit und Planungssicherheit eine wichtige Rolle. Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung voran: 65 Prozent der Teilnehmenden nutzen bereits digitale Anwendungen wie Schlagkarteien oder GPS-gestützte Systeme. Bei Innovationen stehen vor allem Arbeitserleichterung, Zeitersparnis und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. „Gute Beratung bedeutet dabei mehr als eine reine Produktempfehlung: Unsere Kunden erwarten Fachkompetenz, Erreichbarkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen sowie ein echtes Verständnis für ihre betriebliche Situation“, sagte Armin Kolditz, Segmentleiter Agrar der BayWa.
„Eine starke Partnerschaft bedeutet für uns, zuzuhören, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Betriebe zu verstehen und unser Angebot daran auszurichten“, sagt Armin Kolditz von der BayWa.
Stefan Beismann, Firmenkundenvorstand der DZ Bank, und Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank. Foto: DZ Bank
Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der DZ Bank im Rahmen der Initiative „Growth4Energy“ Garantien über 500 Millionen Euro bereit. Damit kann die DZ Bank zusätzliche Finanzierungen von bis zu 1,2 Milliarden Euro für lokale Stadtwerke und Netzbetreiber ermöglichen. Gefördert werden Investitionen in die Energie-, Wärme- und Wasserinfrastruktur. Die Garantie deckt bis zu 50 Prozent des Kreditrisikos gegenüber dem jeweiligen Kreditnehmer ab und schafft Spielraum für höhere Kreditvolumina oder längere Laufzeiten. Sie richtet sich insbesondere an lokale Infrastrukturvorhaben mit Investitionskosten von bis zu 80 Millionen Euro. Im Fokus stehen Stromverteilnetze, Fernwärmesysteme sowie Wasser- und Abwasservesorgungsstruktur. Gerade kleinere und mittlere Versorger sind häufig auf Bankkredite angewiesen. „Stadtwerke und Netzbetreiber müssen jetzt in Netze, Speicher und Erzeugung investieren, damit die Infrastruktur mit den Anforderungen der Energie- und Wärmewende Schritt hält. Gerade für kleinere Versorger droht die Finanzierung zum Engpass zu werden“, sagte Stefan Beismann, Firmenkundenvorstand der DZ Bank.
Stefan Beismann, Firmenkundenvorstand der DZ Bank, und Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank. Foto: DZ Bank
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