Kurswechsel: 2025 war ein anstrengendes Jahr für die bayerischen VR-Banken. Immerhin: Politik und Aufsicht versprechen Entlastung. Die ersten Signale stimmen positiv.
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Herr Schneider, am 24. September 2026 findet der dritte Future Finance Day statt, veranstaltet von der VR TeilhaberBank und dem KI-Lösungsanbieter Onestoptransformation. Was erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?
Dr. Fabian Schneider ist Bereichsleiter Unternehmensentwicklung und Transformation der VR TeilhaberBank und Co-Host des Future Finance Day.
Fabian Schneider: Der Future Finance Day bringt motivierte Menschen zusammen, die sich mit den Veränderungen in der Finanzbranche aktiv auseinandersetzen möchten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet eine Mischung aus Fachvorträgen, Workshops und Diskussionen zu Themen, die Banken, Finanzdienstleister und Unternehmen aktuell besonders beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht theoretische Zukunftsszenarien, sondern konkrete Anwendungsfälle, Erfahrungen aus der Praxis und der Austausch mit Expertinnen und Experten sowie Kolleginnen und Kollegen aus der Branche.
Für wen ist die Veranstaltung gedacht?
Schneider: Die Veranstaltung richtet sich an Zukunftsgestalterinnen und Zukunftsgestalter aus Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen, aber auch an Vertreterinnen und Vertreter von Start-ups, Technologieunternehmen, Wissenschaft und Wirtschaft. Kurz gesagt: an alle, die die Zukunft der Finanzbranche mitgestalten möchten und Interesse an Innovationen sowie neuen Technologien haben. Unser Ziel ist es, insbesondere Akteurinnen und Akteure aus der Metropolregion Nürnberg zu vernetzen – gleichzeitig ist jeder willkommen, der die Zukunft der Finanzbranche aktiv mitgestalten möchte.
„Uns interessiert weniger der kurzfristige Hype als die Frage: Welche Entwicklungen werden die Finanzbranche nachhaltig prägen?“
Schwerpunktthemen des diesjährigen Future Finance Days sind Künstliche Intelligenz, Krypto & New Payments, Finfluencer und Start-ups. Warum haben Sie sich gerade auf diese Themen fokussiert?
Schneider: Diese Themen sind längst keine Randerscheinungen mehr. Künstliche Intelligenz verändert bereits heute Arbeitsweisen, Geschäftsprozesse und Kundeninteraktionen. Im Zahlungsverkehr erleben wir eine hohe Innovationsgeschwindigkeit. Krypto, digitale Währungen und neue Bezahllösungen werfen wichtige Fragen für die Zukunft des Zahlungsverkehrs auf. Finfluencer zeigen, wie sich Finanzkommunikation verändert und welche Rolle digitale Reichweite inzwischen spielt. Start-ups wiederum bringen neue Perspektiven und Innovationsansätze in die Branche ein. Uns war wichtig, Themen auszuwählen, die einerseits hohe Relevanz besitzen und andererseits konkrete Auswirkungen auf das Bankgeschäft haben. Uns interessiert dabei weniger der kurzfristige Hype als die Frage: Welche Entwicklungen werden die Finanzbranche nachhaltig prägen?
„Gerade bei Zukunftsthemen hilft es wenig, nur auf die eigene Organisation zu schauen. Innovation entsteht häufig dort, wo unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Sichtweisen zusammentreffen.“
Was motiviert Sie, so eine große Veranstaltung zu den genannten Themen auf die Beine zu stellen?
Schneider: Die Finanzbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Gerade bei Zukunftsthemen hilft es wenig, nur auf die eigene Organisation zu schauen. Innovation entsteht häufig dort, wo unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Sichtweisen zusammentreffen. Der Future Finance Day soll genau diesen Raum schaffen. Wenn Besucherinnen und Besucher mit neuen Ideen, neuen Kontakten und vielleicht auch neuen Kooperationen nach Hause gehen, haben wir unser Ziel erreicht.
Vortrag auf dem Future Finance Day 2024: Schwerpunktthemen des Future Finance Days 2026 sind Künstliche Intelligenz, Krypto & New Payments, Finfluencer und Start-ups.
Auf welche Highlights der Veranstaltung freuen Sie sich besonders?
Schneider: Ich freue mich besonders auf die Vielfalt der Perspektiven. Spannend wird sicherlich der Blick auf die praktische Nutzung von Künstlicher Intelligenz ebenso wie die Diskussionen rund um den digitalen Euro und neue Payment-Lösungen. Darüber hinaus sind die Workshops ein besonderes Element der Veranstaltung, weil dort der direkte Austausch und die gemeinsame Arbeit an Fragestellungen im Vordergrund stehen. Erfahrungsgemäß entstehen gerade dort oft die interessantesten Gespräche und Impulse.
„Technologie allein ist noch keine Lösung. Entscheidend ist, dass Anwendungen verständlich, sicher und für Kunden wie Mitarbeitende nachvollziehbar sind.“
Wo setzt die VR TeilhaberBank selbst auf Künstliche Intelligenz, Krypto & New Payments, Finfluencer und Start-ups? Welche Erfahrungen haben Sie bisher in diesem Bereich gemacht?
Schneider: Wir beschäftigen uns intensiv mit den Möglichkeiten neuer Technologien und Geschäftsmodelle. Gerade bei Künstlicher Intelligenz sehen wir großes Potenzial, Mitarbeitende bei Routineaufgaben zu unterstützen und Prozesse effizienter zu gestalten. Bei den Themen New Payments und digitale Finanzlösungen beobachten wir die Entwicklungen sehr genau und bewerten deren Nutzen für unsere Kundinnen und Kunden. Gleichzeitig suchen wir den Austausch mit Start-ups und innovativen Partnern, um frühzeitig neue Ansätze kennenzulernen. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass Technologie allein noch keine Lösung ist. Entscheidend ist, dass Anwendungen verständlich, sicher und für Kunden wie Mitarbeitende nachvollziehbar sind. Deshalb verfolgen wir einen pragmatischen Ansatz: Wir beobachten Entwicklungen frühzeitig, testen neue Möglichkeiten und konzentrieren uns auf die Bereiche, in denen ein echter Mehrwert entsteht.
„Wenn Routineaufgaben automatisiert oder vereinfacht werden können, profitieren sowohl Mitarbeitende als auch Kundinnen und Kunden.“
Wo sehen Sie insbesondere bei der Künstlichen Intelligenz, aber auch im Bereich Krypto & New Payments Potenzial für die Volksbanken und Raiffeisenbanken?
Schneider: Bei Künstlicher Intelligenz geht es aus meiner Sicht vor allem darum, mehr Zeit für die persönliche Beratung zu schaffen. Wenn Routineaufgaben automatisiert oder vereinfacht werden können, profitieren sowohl Mitarbeitende als auch Kundinnen und Kunden. Im Bereich Krypto und New Payments geht es vor allem darum, neue Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und passende Angebote zu entwickeln. Volksbanken und Raiffeisenbanken verfügen über eine starke regionale Verankerung und ein hohes Vertrauensniveau. Diese Stärken können sie nutzen, um neue Technologien verantwortungsvoll und kundennah einzusetzen.
Sie veranstalten den Future Finance Day gemeinsam mit dem KI-Lösungsanbieter Onestoptransformation aus Nürnberg. Was verbindet Sie mit Onestoptransformation und was trägt das Unternehmen zum Future Finance Day bei?
Schneider: Uns verbindet das gemeinsame Interesse, Zukunftsthemen nicht nur zu diskutieren, sondern konkret erlebbar zu machen. Onestoptransformation bringt umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Transformation, Innovation und Künstliche Intelligenz ein. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praxisnahe Einblicke zu geben und den Austausch zwischen Banken, Technologieunternehmen und weiteren Akteuren zu fördern.
Sollten sich Leserinnen und Leser von „Profil“ für den Future Finance Day interessieren: Wie sieht es bei den Anmeldungen aus? Wo finden sie Informationen zur Anmeldung und zu den Tickets?
Schneider: Interessierte finden alle Informationen zum Programm sowie zu den Tickets auf der Webseite des Future Finance Day. Gerne noch anmelden! Wir freuen uns!
Herr Schneider, vielen Dank für das Gespräch!