Genogramm
Die bayerischen Genossenschaften werden von engagierten Menschen getragen. Dazu gehören unter anderem mehr als 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 2,9 Millionen Mitglieder. Gemeinsam tragen sie wesentlich zum Erfolg ihrer Unternehmen bei. „Profil“ veröffentlicht jeden Monat Kurzmeldungen über Ehrungen, Jubiläen und Personalien.
GVB-Präsident Stefan Müller (r.) überreichte Wolfgang Völkl die neu geschaffene Ehrenmedaille des Genossenschaftsverbands Bayern. Foto: Julia Knorr
Mit Wolfgang Völkl hat sich zum 31. August 2026 eine prägende Persönlichkeit des genossenschaftlichen Bankwesens in Bayern in den Ruhestand verabschiedet. Der Vorstandssprecher der Volksbank Raiffeisenbank Regensburg-Schwandorf hat über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung seines Hauses gestaltet und zugleich weit über die Grenzen seines Instituts hinaus Verantwortung übernommen. Sein Name steht für Kontinuität, Weitblick und die konsequente Orientierung am genossenschaftlichen Förderauftrag. Zu den bedeutenden Stationen seines Wirkens zählt die Fusion der Volksbank Regensburg mit der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau zur heutigen Volksbank Raiffeisenbank Regensburg-Schwandorf. Unter seiner Führung entwickelte sich die Bank kontinuierlich weiter, baute ihre Marktposition aus und stärkte ihre Präsenz in der Region. Auch gesellschaftliches Engagement war ihm stets wichtig. So geht die Gründung der Bürgerstiftung der Volksbank Regensburg maßgeblich auf seine Initiative zurück. Die Stiftung unterstützt bis heute zahlreiche gemeinnützige Projekte in der Region. Darüber hinaus engagierte sich Völkl über viele Jahre in herausgehobenen Funktionen innerhalb der genossenschaftlichen Organisation. Als Verbandsrat des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wirkte er an der strategischen Weiterentwicklung der genossenschaftlichen Finanzgruppe mit. Zudem brachte er seine Erfahrung in zahlreichen Gremien der genossenschaftlichen Finanzgruppe ein. Auch im Genossenschaftsverband Bayern hinterließ er als Verbandsrat, Präsidiumsmitglied und in weiteren Gremien deutliche Spuren. Sein Engagement war dabei stets von dem Anspruch geprägt, Verantwortung für die gesamte genossenschaftliche Organisation zu übernehmen und deren Zukunft aktiv mitzugestalten. Für seine Verdienste wurde Völkl im August 2026 gleich doppelt ausgezeichnet. GVB-Präsident Stefan Müller überreichte ihm die neu geschaffene Ehrenmedaille des Genossenschaftsverbands Bayern. Er ist damit der erste Träger der exklusiven Auszeichnung, die nur an maximal 30 lebende Persönlichkeiten vergeben wird. Darüber hinaus erhielt er die Goldene Ehrennadel des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV). Beide Auszeichnungen würdigen sein langjähriges und beispielgebendes Wirken für die genossenschaftliche Idee in Bayern und Deutschland.
GVB-Präsident Stefan Müller (r.) überreichte Wolfgang Völkl die neu geschaffene Ehrenmedaille des Genossenschaftsverbands Bayern. Foto: Julia Knorr
GVB-Revisor Dominik Hofmann (r.) würdigte Franz Wellisch, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Eschlkam-Lam-Lohberg-Neukirchen b. Hl. Blut.
Franz Wellisch, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Eschlkam-Lam-Lohberg-Neukirchen b. Hl. Blut, erhielt bei der Vertreterversammlung aus den Händen von GVB-Revisor Dominik Hofmann für sein 43-jähriges Wirken im Genossenschaftssektor die Ehrenurkunde und Silberne Ehrennadel. Hofmann würdigte Wellischs beruflichen Werdegang, der 1983 mit der Ausbildung bei der damaligen Raiffeisenbank Lam begann, sowie seine Ernennung zum Vorstandsmitglied im Jahr 2006. Neben seinen beruflichen Leistungen hob Hofmann insbesondere das umfassende ehrenamtliche Engagement des Geehrten hervor – unter anderem als langjähriger Kreisverbandsvorsitzender der Raiffeisenbanken im Landkreis Cham, als Kirchenpfleger und Katechet in seiner Heimatpfarrei, Aufsichtsrat der Senioren-Wohnen in Neukirchen und in verschiedenen Gremien.
GVB-Revisor Dominik Hofmann (r.) würdigte Franz Wellisch, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Eschlkam-Lam-Lohberg-Neukirchen b. Hl. Blut.
Thomas Rauch ist zum 1. September 2026 in den Vorstand der Raiffeisenbank Main-Spessart berufen worden. Foto: Jürgen Müller
Der Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Main-Spessart hat die Weichen für die langfristige Besetzung des Vorstands gestellt. Thomas Rauch ist zum 1. September 2026 in den Vorstand der Genossenschaftsbank berufen worden. Mit Rauch hat sich der Aufsichtsrat für eine interne und langfristig ausgerichtete Nachfolgelösung entschieden. Der 1985 in Würzburg geborene und in Marktheidenfeld wohnhafte Rauch ist seit mehr als 20 Jahren in der genossenschaftlichen Finanzgruppe tätig. Nach seiner Ausbildung bei der damaligen Raiffeisenbank Lohr am Main war er unter anderem als Privatkundenberater, Bereichsleiter und zuletzt als Generalbevollmächtigter der Raiffeisenbank Main-Spessart tätig. Berufliche Stationen bei der DZ Bank in Frankfurt ergänzen seinen Werdegang. Der Diplom-Bankbetriebswirt (Management) ist zudem Vorstand der Raiffeisen-Stiftung für Main-Spessart. Der Aufsichtsrat würdigt neben seiner fachlichen Kompetenz insbesondere seine Verlässlichkeit und seinen wertschätzenden Umgang mit Kunden, Mitgliedern und Mitarbeitenden. Im Rahmen des Nachfolgekonzepts wird der Vorstand zunächst aus drei Mitgliedern bestehen. Diese Übergangsphase soll einen nachhaltigen Wissenstransfer ermöglichen. Manfred Heuer wird zum 1. März 2028 in die passive Phase der Altersteilzeit eintreten und bis dahin die Einarbeitung seines Nachfolgers aktiv begleiten.
Thomas Rauch ist zum 1. September 2026 in den Vorstand der Raiffeisenbank Main-Spessart berufen worden. Foto: Jürgen Müller
Tanja Müller-Ziegler (v. l.), BVR-Vorstandsmitglied, Joachim Erhard, Vorstandssprecher VR-Bank Würzburg, und Dr. Gerhard Walther, Ehrenamtlicher Verbandspräsident und Vorsitzender des Verbandsrats.
Mit einer festlichen Verabschiedung hat die VR-Bank Würzburg ihren Vorstandssprecher Joachim Erhard in den Ruhestand entlassen. Zum 31. August 2026 scheidet Erhard nach mehr als 40 Jahren im Dienst der VR-Bank Würzburg offiziell aus dem Vorstand aus. 1985 startete Erhard mit seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der VR-Bank Würzburg, seit 2002 gestaltete er als Vorstandsmitglied, seit 2023 als Vorstandssprecher, die strategische Entwicklung der Bank maßgeblich mit. Erhard engagierte sich jahrzehntelang in Gremien des genossenschaftlichen Finanzverbunds – als Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbande der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, als Vorstandsmitglied der DZ Bank Stiftung sowie als Vorsitzender des Investmentausschusses der amberra. Darüber hinaus war er in zahlreichen Beiräten des genossenschaftlichen Verbunds vertreten. Ein besonderes Herzensanliegen war ihm die 2006 gegründete Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung, der er als Vorstandsmitglied angehörte. Die Verabschiedungsfeier stand unter dem Motto „Zukunft gestalten. Menschen verbinden. Erfolge feiern". Zahlreiche Wegbegleiter ergriffen das Wort: Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Dr. Cornelius Riese, Vorstandsvorsitzender der DZ Bank, Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Düll sowie Vorstandskollege Claus Reder. Einen Höhepunkt des Abends bildete die Verleihung der Goldenen Ehrennadel durch Gerhard Walther, Ehrenamtlicher Verbandspräsident und Vorsitzender des Verbandsrats. Ab September 2026 übernimmt Claus Reder die Position des Vorstandssprechers der VR-Bank Würzburg, Pia Weinkamm setzt ihre Arbeit als Vorstandsmitglied fort.
Tanja Müller-Ziegler (v. l.), BVR-Vorstandsmitglied, Joachim Erhard, Vorstandssprecher VR-Bank Würzburg, und Dr. Gerhard Walther, Ehrenamtlicher Verbandspräsident und Vorsitzender des Verbandsrats.
Für ihr Engagement im Aufsichtsrat wurden Johann Greppmeier (Mitte) und Michael Lutz (2. v. r.) geehrt. Es gratulierten Arnulf Ringler (v. l.), Hans Lenkawa und Peter Burnhauser.
Eine besondere Ehrung gab es bei der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Wittelsbacher Land: Für ihr langjähriges Wirken im Aufsichtsrat wurden Johann Greppmeier und Michael Lutz ausgezeichnet. Greppmeier, Aufsichtsratsvorsitzender, erhielt die Goldene Ehrennadel des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) für 30 Jahre Engagement, Lutz wurde für 20 Jahre Tätigkeit mit der Silbernen Ehrennadel geehrt. Die Auszeichnungen überreichte Hans Lenkawa vom GVB gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Peter Burnhauser, der beiden für ihren langjährigen Beitrag und die vertrauensvolle Zusammenarbeit dankte.
Für ihr Engagement im Aufsichtsrat wurden Johann Greppmeier (Mitte) und Michael Lutz (2. v. r.) geehrt. Es gratulierten Arnulf Ringler (v. l.), Hans Lenkawa und Peter Burnhauser.
Vorstandsvorsitzender Stefan Jörg (l.) und Vorstand Martin Egger (r.) mit den Jubilaren Marco Burgmann (2. v. l.) und Ralph Bidoul.
Mehrere besondere Anlässe gab es bei der VR-Bank Landsberg-Ammersee im Sommer zu feiern. Neben persönlichen Erfolgen standen auch langjährige Betriebszugehörigkeiten im Mittelpunkt. Den Auftakt machten Marco Burgmann und Ralph Bidoul im Juli, die beide auf ihr erstes erfolgreiches Jahrzehnt bei der VR-Bank Landsberg-Ammersee zurückblicken. Seit zehn Jahren bringen sie ihre Erfahrung, ihr Engagement und ihre Fachkompetenz in die VR-Familie ein. Für diese Verbundenheit und ihren Einsatz gab es ein großes Dankeschön vom Vorstandsvorsitzenden Stefan Jörg und Vorstand Martin Egger. Im August warteten die nächsten Meilensteine: Mit Sigrun Doll und Günter Schwalb feierten zwei weitere langjährige Wegbegleiter ihr Jubiläum in der VR-Bank Landsberg-Ammersee. Während Sigrun Doll bereits seit 20 Jahren fester Teil der Fanmacher ist, blickt Günter Schwalb auf ein beeindruckendes Vierteljahrhundert gemeinsame Bankgeschichte zurück. Überdies gratuliert die VR-Bank Laura Szilbach zu ihrer erfolgreichen Weiterbildung zur Geprüften Bankfachwirtin (IHK).
Vorstandsvorsitzender Stefan Jörg (l.) und Vorstand Martin Egger (r.) mit den Jubilaren Marco Burgmann (2. v. l.) und Ralph Bidoul.
Ihre Genossenschaft hat an die örtlichen Vereine gespendet, eine Kundenveranstaltung organisiert oder ein Gremienmitglied verabschiedet? „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ berichtet gerne. Sie können die Texte und Bilder per E-Mail an die Redaktion schicken: redaktion(at)profil.bayern.