Genogramm
Die bayerischen Genossenschaften arbeiten eng mit den Verbundpartnern der genossenschaftlichen Familie zusammen. „Profil“ stellt aktuelle Geschäftszahlen und Publikationen der Unternehmen vor und berichtet über Personalien.
Für die „Fokus Mittelstand: R+V Resilienz-Report 2026“ wurden zur Jahreswende 2025/26 mehr als 220 Führungskräfte und über 1.000 Beschäftigte befragt.
Das Vertrauen der mittelständischen Führungskräfte in die Widerstandskraft ihrer Unternehmen schwindet spürbar. Deutlich mehr Firmen als noch vor zwei Jahren ergreifen bereits Gegenmaßnahmen, etwa bei der Mitarbeiterbindung, Digitalisierung und Cybersicherheit. Das zeigt die repräsentative Studie „Fokus Mittelstand: R+V Resilienz-Report 2026“. Die vielfältigen Krisenherde und Unsicherheiten drücken auf die Stimmung im deutschen Mittelstand. Mittlerweile blicken 29 Prozent der Führungskräfte mit Bangen in die Zukunft der eigenen Firma – ein deutlicher Anstieg. Bei den Beschäftigten hat sich die Stimmung kaum verändert. Die deutsche Wirtschaft halten 69 Prozent der Führungskräfte und 72 Prozent der Beschäftigten insgesamt für stark krisengefährdet. „Diese Besorgnis sollte ernstgenommen werden, da sie sich auf die Investitions- und Wachstumspläne im Mittelstand auswirken kann“, sagte Jens Hasselbächer, Vorstand des Ressorts Kunden & Vertrieb der R+V Versicherung. Für 87 Prozent der Führungskräfte sind die Motivation und Bindung von Mitarbeitenden Schlüssel zu mehr Resilienz. Die allermeisten Führungskräfte haben Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung im Blick. Beschäftigte schätzen die Bedeutung jener Maßnahmen allerdings deutlich höher ein als die Führungskräfte. Als sehr bedrohlich empfinden viele Führungskräfte die zunehmende Wirtschafts- und Cyberkriminalität. Darin sieht eine große Mehrheit ein wichtiges Handlungsfeld für die künftige Resilienz ihres Unternehmens (82 Prozent). Die künstliche Intelligenz spielt auf den Chefetagen dagegen eine kleinere Rolle (65 Prozent), ebenso wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz (59 Prozent). Bei den größten Haftungsrisiken belegen mögliche Verletzungen von IT-Sicherheitsvorschriften und Standards bei der Cybersicherheit (74 Prozent) Spitzenplätze. Große Haftungsrisiken sehen sie auch beim Datenschutz, bei Homeoffice-Regelungen und anderen arbeitsrechtlichen Fragen sowie bei KI-Themen. 71 Prozent der Führungskräfte sind überzeugt, dass sich ihr Unternehmen stark um die IT-Sicherheit kümmert. Doch nur ein knappes Drittel hat zum Beispiel eine Versicherung gegen die möglichen finanziellen Folgen einer Cyberattacke abgeschlossen. Und mittlerweile glauben 71 Prozent der befragten Firmenlenker, dass ihr Unternehmen Unterstützung von außen braucht. Den größten Bedarf an externer Hilfe sehen sie bei der sicheren Nutzung der digitalen Möglichkeiten: Auf den Themenfeldern künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit, Cyberkriminalität und digitale Transformation möchten jeweils über 60 Prozent auf Unterstützung von außen zurückgreifen.
Für die „Fokus Mittelstand: R+V Resilienz-Report 2026“ wurden zur Jahreswende 2025/26 mehr als 220 Führungskräfte und über 1.000 Beschäftigte befragt.
Die erste großvolumige Pfandbriefemission der Münchener Hypothekenbank in diesem Jahr stieß auf eine sehr starke Nachfrage am Kapitalmarkt. „Das große Investoreninteresse zeigt, dass die Liquidität im Covered-Bond-Markt nach wie vor hoch ist, was uns als renommiertem Emittenten zugutekommt“, sagte Holger Horn, Vorsitzender des Vorstands der Münchener Hypothekenbank. Der Hypothekenpfandbrief mit einem Volumen von 500 Millionen Euro und einer Laufzeit von sieben Jahren war bereits kurz nach Öffnung des Orderbuchs überzeichnet. Nach rund zwei Stunden wurde das Orderbuch bei einem Volumen von rund 1,4 Mrd. Euro geschlossen. Der Kupon beträgt 2,75 Prozent. Der Spread liegt bei 18 Basispunkten über Swap-Mitte. „In einem sehr attraktiven Marktumfeld ist es uns mit dieser Emission gelungen, den niedrigsten Emissionsspread für einen siebenjährigen Benchmarkpfandbrief seit der Zinswende zu erzielen“, sagte Martin Schmid, Head Strategic Funding und ALM der Münchener Hypothekenbank. Insgesamt wurden 59 Orders aus elf Staaten abgegeben. Der regionale Schwerpunkt lag mit 58 Prozent des Emissionsvolumens in Deutschland. Größte Investorengruppe waren Banken mit 62 Prozent des Emissionsvolumens, gefolgt von Asset Managern/Fonds mit 19 Prozent. Versicherer und Pensionsfonds erwarben 11 Prozent des Emissionsvolumens.
„Der internationale Handel erweist sich als widerstandsfähiger als einzelne politische Maßnahmen“, kommentierte Stefan Beismann, Firmenkundenvorstand der DZ Bank, die Sonderumfrage.
Der deutsche Mittelstand kann sich den Auswirkungen der US-Zölle nicht entziehen, obwohl viele der Unternehmen auf den hiesigen Inlandsmarkt konzentriert sind. Das zeigt eine repräsentative Umfrage unter mehr als 1.000 Inhabern und Geschäftsführern mittelständischer deutscher Unternehmen. Zwar sehen sich nur zwölf Prozent der Befragten direkt von den US-Zöllen betroffen, beispielsweise durch einen Rückgang der Nachfrage nach ihren Produkten in den USA oder Margenverluste. Allerdings geben 44 Prozent der Unternehmen an, die Auswirkungen der Handelsbarrieren indirekt über Preiserhöhungen oder Nachfragerückgänge bei Kunden und Zulieferern zu spüren. Zudem leidet bei fast einem Viertel der Mittelständler (23 Prozent) die Planungssicherheit unter der wechselhaften US-Politik. Die Sorge vor dem erratischen Verhalten des US-Präsidenten sowie der Wunsch, sich gegen Abhängigkeiten wie zum Beispiel von China abzusichern, fördert die Rückbesinnung auf den Heimatmarkt. So plant jeder zweite Mittelständler, verstärkt den Einkauf (51 Prozent) und den Absatz (53 Prozent) seiner Waren näher vor die eigene Haustür zu bringen. Die Studienergebnisse verdeutlichen zudem, dass Unternehmen über die reine Inland-Ausland-Frage hinaus ihre Lieferketten breiter diversifizieren wollen. 41 Prozent der Befragten beabsichtigen, Beschaffung und Absatz ihrer Waren stärker auf unterschiedliche Märkte zu verteilen. Dabei bleibt trotz des Heimatfokus auch das Auslandsengagement für die Lieferketten ein wichtiger Faktor. Immerhin ein Viertel der Unternehmen plant trotz geopolitischer Verschiebungen eine globalere Einkaufs- und Verkaufsstrategie. So sieht der Mittelstand mittelfristig Indien als einen weiteren wichtigen Markt. Die USA und China haben hingegen an Bedeutung verloren. „Die geplante Vertiefung der Handelsbeziehungen zwischen Indien und der Europäischen Union ist für den deutschen Mittelstand äußerst attraktiv", sagte Stefan Beismann, Firmenkundenvorstand der DZ Bank.
„Der internationale Handel erweist sich als widerstandsfähiger als einzelne politische Maßnahmen“, kommentierte Stefan Beismann, Firmenkundenvorstand der DZ Bank, die Sonderumfrage.
Die R+V Gruppe legte 2025 bei den Beiträgen über alle Sparten um 8,6 Prozent auf rund 23 Milliarden Euro zu. Foto: R+V
Die genossenschaftliche R+V Versicherungsgruppe verzeichnete im ersten Jahr ihrer Strategie NextLevel ein deutliches Beitragswachstum. „Trotz global weiter herausfordernder Rahmenbedingungen und einer schwachen deutschen Wirtschaft konnte die R+V Gruppe bei den Beiträgen in allen Sparten weiter kräftig zulegen“, sagte der R+V-Vorstandsvorsitzende Norbert Rollinger. „Wir haben damit einen großen Schritt hin zu unserem Beitragsziel von 25 Milliarden Euro gemacht, das wir im Rahmen unserer Unternehmensstrategie NextLevel bis 2030 erreichen wollen.“ Die Beitragseinnahmen stiegen 2025 um 8,6 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro, im deutschen Erstversicherungsgeschäft um 9,3 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro. Auch international entwickelte sich das Geschäft positiv: Die italienische Tochter Assimoco legte um 21,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zu, die Aktive Rückversicherung blieb mit 3,4 Milliarden Euro stabil. In der Lebens- und Pensionsversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen um 12,1 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro und damit deutlich stärker als der Markt. Besonders gefragt waren Einmalbeiträge sowie die Safe+Smart-Produktfamilie. Auch Kranken-, Schaden- und Unfallversicherung verzeichneten Zuwächse. In der Kfz-Versicherung sank die Combined Ratio auf 96 Prozent. Für 2026 rechnet die R+V mit weiterem Wachstum in allen Sparten.
Die R+V Gruppe legte 2025 bei den Beiträgen über alle Sparten um 8,6 Prozent auf rund 23 Milliarden Euro zu. Foto: R+V
Gardia hat ein mobiles Notrufsystem, das speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist, entwickelt. Foto: Gardia
Das HealthTech-Startup Gardia hat erfolgreich eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 8,5 Millionen Euro für sein mobiles Notrufsystem abgeschlossen. Die Runde wird vom europäischen Venture-Capital-Investor Peak angeführt, mit Beteiligung von amberra, dem Corporate Venturing Studio der genossenschaftlichen Finanzgruppe sowie butterfly & elephant, der Accelerator von GS1 Germany. Auch die bestehenden Investoren Bonventure, Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) und Beurer sowie Business Angels beteiligen sich erneut. Gardia hat ein mobiles Notrufsystem entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist. Kern der Lösung ist ein Notrufarmband mit automatischer Sturzerkennung, das sowohl zu Hause als auch unterwegs funktioniert, unabhängig von einem Smartphone. Hardware, Software, App und KI-Algorithmus stammen vollständig aus eigener Entwicklung. „Zuverlässige Sturzerkennung erfordert eine technologisch hochkomplexe und präzise Entwicklung“, sagte Marlon Besuch, Mitgründer und CEO von Gardia. „Unser Anspruch war es daher, eine technisch exzellente Lösung zu entwickeln, die Menschen gerne tragen und die im Ernstfall verlässlich hilft.“ Der demografische Wandel führt zu einem steigenden Bedarf an entsprechenden Lösungen. Ein verlässliches Sicherheitsnetz für selbstständig lebende Menschen wird entscheidend sein, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Mit dem Kapital aus der Series-A plant Gardia weiter zu wachsen, international zu expandieren und sein B2B-Geschäft im Pflege- und Gesundheitssektor auszubauen. Das Wachstum wird durch eine Partnerschaft mit Bosch gestützt, die eine maßgeschneiderte 24/7-Notrufbetreuung durch geschulte Fachkräfte sicherstellt. Diese bearbeiten Notfälle nach individuell definierten Prozessen, einschließlich klarer Eskalations- und Kontaktketten.
Gardia hat ein mobiles Notrufsystem, das speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist, entwickelt. Foto: Gardia
DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp (l.) mit Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, auf dem Milchgipfel.
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat sich für den von Bundesminister Alois Rainer einberufenen Milchgipfel bedankt. „Angesichts der aktuell national wie auch global schwierigen Marktsituation ist dies ein wichtiges Zeichen“, betonte DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp. Der DRV zieht nach dem Milchgipfel eine realistische Bilanz: „Staatliche Eingriffe in den Markt werden zu keiner Verbesserung der aktuell niedrigen Milchpreise sorgen. Es braucht praxisnahe Hilfe zur Selbsthilfe. Bereits früher gescheiterte Versuche, einen globalen Markt regional beeinflussen zu können, helfen niemandem“, sagte Holzenkamp und fügte hinzu: „Allen Beteiligten ist klar, dass es keine kurzfristige Patentlösung gibt.“ Es erfordere Instrumente, die die Landwirte in die Lage versetzen, für wirtschaftlich herausfordernde Zeiten selbst vorzusorgen. „Es muss Liquidität auf den Betrieben gehalten werden. Daher braucht es möglichst schnell die Einführung einer Risikoausgleichsrücklage, die den Staat keinen Cent kostet. Dieses Ansinnen wird von Bundesminister Rainer unterstützt, der damit auf das Finanzministerium zugehen will. Gut so! Auch weitere steuerliche Sonderabschreibungsmöglichkeiten sowie der Ausbau von Preissicherungs-Systemen sind in diesem Zusammenhang wichtig“, sagte Holzenkamp. Darüber hinaus begrüßt der DRV die Unterstützung der Betriebe durch die Exportstrategie des Bundesministers. „Dies ist richtig und wichtig. Die Exportstrategie muss weiter ausgebaut werden,“ erklärte der DRV-Präsident.
DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp (l.) mit Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, auf dem Milchgipfel.
Die BayWa hat ihr neues Technik-Servicezentrum im Industriegebiet Heilbronn fertiggestellt. Für den Neubau investierte das Unternehmen rund fünf Millionen Euro. Bei laufendem Betrieb und in zwei Bauphasen unterteilt sind eine moderne Werkstatt, eine neue Halle für Maschinenpräsentationen und Pflanzenschutzprüfungen sowie Büroräume entstanden. Mit der Werkstatt ist die BayWa bereits seit den 1960er-Jahren in Heilbronn präsent. Jetzt ersetzen moderne Neubauten die bisherigen in die Jahre gekommenen Gebäude. „Die Werkstatt ist mit der Zeit zu klein geworden, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten“, sagte Max Weibler, Werkstattleiter in Heilbronn. „Der Neubau bietet uns optimale Montagebedingungen, um auch Großtechnik bequem reparieren und warten zu können. Rangier- und Rüstzeiten fallen zukünftig weg, so können wir unsere Produktivität weiter steigern und Aufträge noch schneller erledigen.“ Neben mehr Platz und Deckenhöhe bietet die neue Werkstatt acht Montageplätze, eine Montagegrube, einen Acht-Tonnen-Montagekran sowie eine abgesetzte Kleingerätewerkstatt und verfügt über ein umweltsicheres Ölmanagement. Die Übergabe der Maschinen an die Kunden erfolgt zukünftig in einem separaten Übergabefeld im Werkstattgebäude. Es wurde so gestaltet, dass es parallel für Maschinenpräsentationen, Praxisschulungen, Programmierung von Maschinen und als Hochvoltarbeitsplatz genutzt wird. Der neue Verwaltungstrakt bietet einzelne Büros für die Vertriebsmitarbeiter und einen Besprechungsraum für Beratungen, Schulungen und Kundenveranstaltungen. 15 Beschäftigte, inklusive fünf Auszubildende, arbeiten am Technik-Standort Heilbronn. Neben der Reparatur und Wartung von Großtechnik ist der Betrieb auf Wein- und Obstbautechnik, Kommunaltechnik und Motoristik spezialisiert. Darüber hinaus bietet die BayWa die Überprüfung von Pflanzenschutzspritzen, Reifenservice sowie Dienstleistungen rund um Rasenrobotik an. Zwei Servicefahrzeuge sichern zusätzlich den Reparatureinsatz vor Ort beim Kunden ab – unter anderem für 15 selbstfahrende Traubenvollernter, die zur Weinlese ab Ende August Tag und Nacht im Einsatz sind.
Mit 122 Millionen Euro konnte Schwäbisch Hall das Vorjahresergebnis erneut verdoppeln. Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall
Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat 2025 das vorläufige Ergebnis vor Steuern zum zweiten Mal in Folge spürbar gesteigert: Mit 122 Millionen Euro konnte Schwäbisch Hall das Vorjahresergebnis erneut verdoppeln – trotz schwieriger Marktbedingungen. In einem schwachen Wohnbaumarkt hat das gemeinsam mit den genossenschaftlichen Banken erreichte Baufinanzierungs-Neugeschäft kräftig zugelegt: auf 15,8 Milliarden Euro (+ 16,0 Prozent). Stark gewachsen ist auch die Nachfrage nach zinsgünstigen Bauspardarlehen, sie erleben eine regelrechte Renaissance. Vorstandsvorsitzender Mike Kammann: „Nach der Zinswende rückt der Kernnutzen des Bausparens wieder ins Bewusstsein. Das zinsgünstige Bauspardarlehen ist für unsere Kunden ein verlässlicher Finanzierungsbaustein für ihre wohnwirtschaftlichen Vorhaben – gerade in bewegten Zeiten.“ Mit einem Marktanteil von 33,3 Prozent im Bausparen (eingelöstes Neugeschäft) bleibt Schwäbisch Hall unangefochtener Marktführer. In einem insgesamt rückläufigen Markt erzielte Schwäbisch Hall ein eingelöstes Neugeschäft von 20,5 Mrd. Euro (- 24,6 Prozent). Das Unternehmen hat deshalb die Aufklärungsarbeit zum Bausparen intensiviert: „Mit der innovativen Kampagne „#MakeItReal“ haben wir gezielt junge Menschen angesprochen. Dazu sind wir auf Kanälen wie TikTok sowie im Gaming-Umfeld neue Wege gegangen und haben nicht nur die Markenbekanntheit, sondern auch das Geschäftsvolumen in der Zielgruppe spürbar gesteigert.“ Mit der Strategie #Fokus100 setzt Schwäbisch Hall den Weg zum Lösungsanbieter rund um die Immobilie in der genossenschaftlichen Finanzgruppe fort. Ziel ist, die gesamte Kundenreise im Ökosystem Bauen und Wohnen abzudecken – von der Immobiliensuche über Finanzierung, Modernisierung, Werterhalt bis zum Verkauf. Dazu tragen neue, innovative Tochter- und Beteiligungsgesellschaften bei: Baufinex, der genossenschaftliche Vermittlermarktplatz für private Baufinanzierung. Neue Wege geht auch das Tochterunternehmen Schwäbisch Hall Wohnen GmbH (SHW). Die SHW vernetzt mit ihrem Marktplatz für B2B-Immobilienvertrieb Bauträger, Investoren und Vertriebspartner mit Fokus auf die genossenschaftliche FinanzGruppe. Die Schwäbisch Hall-Beteiligung Impleco bietet digitale Dienstleistungen rund um die Immobilie an. Mike Kammann betont: „Bausparen ist das Produkt der Stunde: Es ist das Instrument, um zielgerichtet Eigenkapital anzusparen und Zinsen für die Zukunft abzusichern – für neue Bauvorhaben, für Anschlussfinanzierungen oder energetische Sanierungen. Clever genutzt hilft eine dreifache staatliche Förderung aus Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie und Riester-Förderung.“
Mit 122 Millionen Euro konnte Schwäbisch Hall das Vorjahresergebnis erneut verdoppeln. Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall
nuuEnergy verbindet regionale Handwerksstrukturen mit digital standardisierten Prozessen und organisiert damit die Umsetzung energetischer Sanierungen neu: Julia Rafschneider und Tobias Klug von nuuEnergy.
Das in München ansässige EnergyTech-Startup nuuEnergy, das sich auf den Aufbau regionaler Wärmepumpen-Installationsbetriebe spezialisiert hat, sichert sich in einer Seed-Runde 4,3 Millionen Euro. Angeführt wird die Finanzierungsrunde von amberra. Darüber hinaus beteiligen sich EnjoyVenture sowie die bestehenden Investoren HTGF, Vireo Ventures, better ventures und Bynd Venture Capital. Der Wärmepumpenmarkt wächst seit 2020 mit jährlichen zweistelligen Raten. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 299.000 Geräte verkauft. Bis 2030 sollen laut Bundesverband Wärmepumpe (BWP) jährlich bis zu 500.000 Wärmepumpen verbaut werden. Der Klimanutzen ist enorm: Der Umstieg auf Wärmepumpen kann den CO₂-Ausstoß von Gebäuden um bis zu 95 Prozent reduzieren. Doch Fachkräftemangel und ineffiziente Prozesse bremsen das Wachstum. Hier setzt die Ende 2023 gegründete nuuEnergy an: lokal verankert, digital unterstützt und menschlich geführt. nuuEnergy erwirtschaftet seine Umsätze über die Planung und die Installation von Wärmepumpen sowie über langfristige Wartungsverträge. Weiteres Umsatzpotenzial ergibt sich durch den Vertrieb von Mehrwertdiensten wie Wasserenthärtungsanlagen oder Energieberatung. Das junge Unternehmen konnte seinen Umsatz von 2024 auf 2025 verfünffachen und will 2026 Projekte im hohen dreistelligen Bereich umsetzen. Mit dem bereitgestellten Kapital wird nuuEnergy die Gründung und Expansion regionaler Fachhandwerksbetriebe vorantreiben und den gesamten Installationsprozess weiter digitalisieren. Aktuell arbeiten die Meister und Monteure von nuuEnergy im Großraum München, Hamburg und Köln. „Unsere Kunden wünschen sich einen lokalen Ansprechpartner, der sie durch den gesamten Prozess begleitet – mit höchster Qualität bei Planung, Installation und Service. Mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe und EnjoyVenture haben wir jetzt weitere starke Player an Bord, die uns mit Kapital und Expertise bei der Entwicklung des Geschäftsmodells unterstützen. Die Genossenschaftsbanken können unsere Kundinnen und Kunden zusätzlich mit passgenauen Finanzierungslösungen individuell unterstützen und der Wärmewende vor Ort weiteren Schub geben“, sagt Tobias Klug, Mitgründer von nuuEnergy. „Dies kommt unserer regionalen, auf Qualität abzielenden Ausrichtung zugute. Nicht zuletzt profitieren davon auch unsere Handwerker, das Herzstück unseres Unternehmens“, ergänzt Julia Rafschneider, Mitgründerin von nuuEnergy.
nuuEnergy verbindet regionale Handwerksstrukturen mit digital standardisierten Prozessen und organisiert damit die Umsetzung energetischer Sanierungen neu: Julia Rafschneider und Tobias Klug von nuuEnergy.
Der TV Dingolfing freut sich über die Spendenaktion der R+V.
Im Januar fand die Spendenübergabe aus der Weihnachtsspendenaktion der R+V beim TV Dingolfing, Abteilung Inklusionsgruppe Volleyball, statt. Vor Ort waren Josef Wenninger, Vorstand der VR-Bank Ostbayern-Mitte, Kunden- und Bezirksdirektor Michael Buchschmid und Paul Janoschka, Mitglied des regionalen Betriebsrates. Toni Kiebler, Vorstand des TV Dingolfing, und alle Beteiligten bedankten sich für das Spendenergebnis in Höhe von 3.100 € – für gelebte Inklusion, Teamgeist und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der TV Dingolfing hat die einzige Inklusionsgruppe Volleyball in einem Verein in Bayern. Es spielen und trainieren Jugendliche mit und ohne Handicap Volleyball. Auch nicht ohne Erfolg, denn die beiden Vierer-Mannschaften des TVD gewannen beim Special Olympic Landesfinale im Beachvolleyball in Erlangen Silber und Bronze und qualifizierten sich somit für die German Olympic Games im Juni 2026 in Saarbrücken. Der TV Dingolfing hat zudem eine weitere Inklusionsgruppe: „Spielen mit dem Ball“ für Kinder. Beide Gruppen wurden vom m Bayerischen Behinderten- und Rehabilitationsverband (BVS) mit dem EiSS-Siegel „Erlebte Inklusive Sportschule“ ausgezeichnet. Ein weiterer Ausbau des Inklusionssports ist geplant.
Der TV Dingolfing freut sich über die Spendenaktion der R+V.
Die Teambank verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 in einem herausfordernden Umfeld ein Ergebnis vor Steuern von -29 Millionen Euro (2024: 23 Millionen Euro). Hauptursache war das anhaltend schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld. Das Neugeschäft ging um 9,4 Prozent zurück, der Bestand sank leicht auf 9,1 Milliarden Euro (-3,7 Prozent), während die Kundenzahl nahezu stabil blieb. Das schwache Konsumklima belastete insbesondere das konjunktursensitive Geschäft mit unbesicherten Konsumkrediten. Der Rohertrag verringerte sich auf 476 Millionen Euro (-4,2 Prozent). Trotz der verhaltenen Geschäftsentwicklung schüttete die Teambank 200 Millionen Euro an Provisionen an die Partnerbanken aus; der Rückgang ist vor allem auf das geringere Geschäft mit Restschuldversicherungen zurückzuführen. Die Bilanzsumme sank leicht auf 10,5 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund des strukturellen Wandels im Konsumkreditgeschäft setzt die Teambank auf ein kundenzentriertes, digitales Angebot am Ort des Konsums. „Unser Anspruch ist es, wieder an den Wachstumspfad anzuknüpfen und den strukturellen Wandel im Markt aktiv mitzugestalten“, betonte Christian Polenz, Vorstandsvorsitzender der Teambank.
Die Teambank hat auf den direkten Austausch mit den Vorständen der Genossenschaftsbanken gesetzt.
Die Teambank hat ihre Vorstandsveranstaltungen 2026 erfolgreich abgeschlossen und dabei bewusst auf den direkten Austausch mit den Vorständen der Genossenschaftsbanken gesetzt. Im Mittelpunkt standen Fragen, die gerade hierzulande zunehmend an Bedeutung gewinnen: Wie verändert sich das wirtschaftliche Umfeld für Konsumentinnen und Konsumenten – und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das moderne Liquiditätsmanagement? Die Teambank präsentierte dabei Ergebnisse ihres 2025 abgeschlossenen Transformationsprozesses, mit dem sie ihre Produkte und Services konsequent auf Kundenzentrierung ausgerichtet hat. Nun geht es darum, diese Weiterentwicklungen gemeinsam mit den Partnerbanken konkret in Wirkung zu bringen: Um alle Kunden mit einem passenden finanziellen Spielraum auszustatten, stehen effiziente Lösungen zur Bestandsbearbeitung und Neukundengewinnung zur Verfügung. Die Teambank beweist, dass Kundenzentrierung bereits verantwortungsbewusst gelebt wird. Auch zukünftig wird es darum gehen, für die Partner wandlungsfähig zu bleiben, denn der nächste strukturelle Wandel steht bereits bevor.
Die Teambank hat auf den direkten Austausch mit den Vorständen der Genossenschaftsbanken gesetzt.
VR Payment, der Zahlungsspezialist der genossenschaftlichen Finanzgruppe, und der paneuropäische BNPL-Orchestrator Green Banana ermöglichen Händlerinnen und Händlern ab sofort, unterschiedliche „Buy Now, Pay Later“-Lösungen (BNPL) für B2C und B2B gemeinsam mit weiteren Zahlungsarten in einem konsolidierten Dashboard zu steuern. Ziel ist es, Zahlungsdaten zentral zusammenzuführen und das Management komplexer Zahlungsportfolios zu vereinfachen. „Jetzt kaufen, später Bezahlen“-Verfahren sind heute fester Bestandteil moderner Check-out-Strategien. Je nach Markt und Zielgruppe unterscheiden sich jedoch Anbieter, regulatorische Anforderungen und Abrechnungsmodelle. Das bedeutete bislang: mehrere Vertragspartner, unterschiedliche Reportings und fragmentierte Datenbestände. Green Banana bündelt eine Vielzahl europäischer B2C- und B2B-BNPL-Anbieter in über 25 Ländern regulatorisch konform und technisch integriert auf Ihrer BNPLX.io Plattform. Über eine neue Schnittstelle zur Omnikanal Zahlungslösung von VR Payment werden internationale BNPL-Anbieter nun mit Kreditkarten-, Wallet- und weiteren Zahlungsarten einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt. Händlerinnen und Händler, die die Omnikanal Zahlungslösung von VR Payment nutzen, können europäische BNPL-Angebote damit direkt in ihr bestehendes Zahlungsportfolio integrieren. Transaktionsdaten, Abrechnungen und Auswertungen laufen gebündelt in einem zentralen Dashboard zusammen. Das erleichtert Monitoring, Reporting und Steuerung. Auch Kundinnen und Kunden von Green Banana profitieren: Neben BNPL-Optionen erhalten sie über VR Payment zusätzliche Zahlarten wie Wero, Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, Apple Pay und Google Pay bis hin zu modernen POS-Lösungen für den stationären Handel. „Als Infrastrukturdienstleister für Payment Service Provider schaffen wir einen harmonisierten Zugang zu europäischen BNPL-Anbietern – eingebettet in bestehende Zahlungsprozesse“, sagte Cihan Duezguen, Co-Founder und CEO der Green Banana. „Diese Orchestrierung vereinfacht Steuerung, Compliance und Skalierung im Handel.“ „Internationale Expansion und unterschiedliche Bezahlgewohnheiten erfordern flexible Zahlungsmodelle“, ergänzte Carlos Gómez-Sáez, CEO von VR Payment.
Ihr Unternehmen aus dem genossenschaftlichen Verbund hat seine Geschäftszahlen veröffentlicht, für einen guten Zweck gespendet, eine Studie erstellt oder ein Gremienmitglied verabschiedet? „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ berichtet gerne. Sie können die Texte und Bilder per E-Mail an die Redaktion schicken: redaktion(at)profil.bayern.